Bayonetta 3 (Switch) – Game Review
Die Hexe ist zurück mit mehr Styles, Action, Power und einer komplett neuen Story.
Adnan Siddiqi Mitgründer von DailyGame, Comics- und Movie-Nerd, Retro-Liebhaber, Gitarrenspieler und Sammler von Mega Drive Games. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern, immer auf der Suche nach spannenden Geschichten hinter Spielen und Filmen. Schreibt über Klassiker ebenso wie über aktuelle Trends und liebt es, Hintergründe aus der Gaming- und Entertainment-Welt verständlich aufzubereiten. Begeistert sich für kultige Soundtracks, japanische Rollenspiele und alles, was einen Hauch Nostalgie versprüht.
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Bayonetta ist die coolste Hexe im Spiele-Universum. Kennt man Hexen aus anderen Spielen und Geschichten nur als Bösewichte, meistens durch ältere Frauen verkörpert, brachte Platinum Games mit Bayonetta Sexiness zurück für diese Art von Charakter. Bayonetta 3 bringt dies wieder voll ins Visier seiner Spieler. Doch das ist nicht das (bzw. nicht das Einzige) wovon das Spiel lebt. Platinum Games hat durchaus einiges zu bieten und bringt erneut ein spannendes Spiel und eine tolle Fortsetzung. Mehr dazu in den kommenden Zeilen zum Bayonetta 3 Review.
Bayonetta – Von Durchschnittlich zu Genial
Unglaublich aber wahr, Teil eins von Bayonetta liegt schon 13 Jahr zurück! 2009 erblickte die Hexe das Licht der Welt, damals noch auf den Konsolen Playstation 3 und Xbox360. 2019 erschien gemeinsam mit Vanquish eine Jubiläums-Edition zum zehnten Geburtstag.
Nintendo holte sich dann die Exklusivrechte der Serie. Eigentlich war Bayonetta gar nicht so erfolgreich, doch Nintendo schien an die Serie zu glauben. Bayonetta 2 erschien dementsprechend 2014 exklusiv für die Wii U. Die Konsole überlebte aber nicht lange genug, um mehr Fans zu gewinnen. Dies obwohl Bayonetta 2 durchaus erfolgreicher war, als Teil 1.
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Zum Launch der Nintendo Switch kam dann Bayonetta in einer Doppelversion mit Teil 1 und 2 auf einer Disc. Seit Release von Bayonetta 2 war es ziemlich ruhig um einen Nachfolger. 2020 auf der E3 verkündete Nintendo Teil 3 lediglich mit de Logo. Nun ist es soweit und Bayonetta ist gemeinsam mit ihren altbekannten Freunden und einer neuen Story im Paket am Start.
Bayonetta 3 im Review: Eine Prise Marvel Universum für die Hexe
Oh ja, genau das dachte ich mir in den ersten 20 Sekunden des Spiels. Bin ich in einem Marvel Film? Hat Platinum Games Kevin Feige an Board geholt? Was geht denn hier ab?!
Genauso startet das Spiel. Eine weibliche Stimme erzählt wie sie sich immer fragte, ob es andere Versionen von ihr im Universum gäbe. Dann sehen wir Bayonetta mit noch unbekannten Charakteren gemeinsam gegen einen Bösewicht kämpfen. Doch sie haben keine Chance. Nur in letzter Sekunde schafft es ein Charakter mit Hilfe eines Elements von der Welt zu fliehen. Die Rede ist von einem Multiverse. Sie hat nur noch einen Versuch, die Welt, bzw. die Galaxie zu retten.
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Und so springen wir zu Bayonetta. Wie gewohnt, ist sie unterwegs in New York, gemeinsam mit ihrem Freund Enzo. Sie sagt ihm, dass sie heute jemanden treffen wird. Doch sie weiß nicht wen. Und so startet ein gewohnt verrücktes Abenteuer.
Gewohntes Gameplay mit ausgereifter Steuerung
Es dauert doch gute fünf Minuten, bis ihr tatsächlich die Steuerung von Bayonetta übernimmt. Doch Platinum Games verschwendet keine Zeit von euch und lässt euch ab dem Moment sofort in ihren Bann verfallen. Sobald ihr die Kontrolle von Bayonetta übernimmt, habt ihr das Gefühl, als hättet ihr Bayonetta 2 erst gestern beendet. Ihr habt Bayonetta sofort im Griff und schmeißt die Combos nur so aus den Fingern.
Dies könnte für Neueinsteiger eher problematisch sein. Von der Story her ist es nicht unbedingt notwendig, ein Vorwissen zu haben. Wie schon in Teil zwei handelt es sich um eine komplett eigenständige und von den Vorgängern losgelöste Story. Lediglich in Bezug auf die Charaktere schadet ein gewisses Vorwisse nicht. Man kann die Charakter-Geschichten jedoch auch in der Bibliothek im Menü jederzeit nachlesen. Ein Tutorial für die Fähigkeiten gibt es in der Form nicht während des Spiels. Es ist aber eines über das Menü abrufbar.
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Auch findet ihr die gleichen Portale zu den Bonuswelten. Dort kämpft ihr erneut gegen die Zeit, um so Items zu gewinnen, die eure Lebens- und Magie-Anzeige erweitern.
Ebenfalls könnt ihr zu in abgeschlossene Kapitel zurückkehren. Neu ist dabei, dass ihr zu bestimmten Speicherpunkten im Spiel springen könnt. Ihr müsst also nicht durch das gesamte Kapitel laufen. Dies ist vor allem vorteilhaft, da es wie immer einige Bereiche und Items gibt, die ohne gewisse Fähigkeiten nicht erreichbar sind, welche ihr erst später im Spiel erhält.
Bayonetta lässt die Dämonen raus
Wie gewohnt sind die Kampfsequenzen ein Feuerwerk. Hattet ihr bis jetzt Unterstützung von Dämonen als Finisher, sind sie nun Teil eurer Attacken. Dabei könnt ihr bis zu drei Dämonen ausrüsten und zwischen ihnen über das Steuerkreuz wechseln.
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Neu ist, dass ihr neben eurer eigenen Energie und Moves nun auch die eurer Dämonen erweitern könnt! Mit den von euch gesammelten Orbs könnt ihr im Menü nun auch neue Fähigkeiten für eure Dämonen freischalten. Jeder Dämon hat seinen eigenen Entwicklungsbaum.
Bayonetta 3 im Review: Ein fast frei bewegliches Multiversum
Am meisten hat mich aber das Level-Design überrascht. Und dies meine ich positiv!
Die Welten sehen grundsätzlich schon wie in den Vorgängern aus. Das Look & Feel und das Design der Levels ist genau gleich. Wenn man es nicht wüsste, könnte man glauben, man spiele einen der Vorgänger. Die schafft eine gewisse Familiarität, gleichzeitig aber auch etwas schade, da man auf nichts neue stößt. So würde man meinen!
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Neu ist jedoch der Umfang der Welten. War Teil 1 noch sehr geradlinig mit der einen oder anderen versteckten Ecke im unüberwachten Kamerawinkel, brachte Teil 2 eine etwas größere Welt. Bayonetta 3 legt hier nochmals einiges drauf! Allein im ersten Kapitel verbrachte 90 Minuten, bis ich alle Ecken durchforstet und alle Gegenstände eingesammelt hatte. Und dann kam ich nochmals zurück, da man beim ersten Mal nicht alles holen kann.
Wenn man bedenkt, dass Bayonetta 3 zwanzig (offiziell sichtbare) Kapitel hat und dann noch ein paar versteckte, dann kommt hier für 100%-Spieler doch schon einiges an Spielzeit zusammen. Ich freue mich jedenfalls über diese merkliche Entwicklung, mehr Zeit mit Bayonetta verbringen zu dürfen.
Bayonetta füllt eine „versteckte“ Nische
Bayonetta ist ein solides Spiel. Gemeinsam mit ihren Freunden bietet sie Unterhaltung über die gesamte Spieldauer. Was mir jedoch beim Spielen von Bayonetta sehr stark bewusst wurde: Bayonetta füllt für mich eine Nische, die kaum noch gefüttert wird.
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Ungekrönter König dieser „Nische“ war Dante mit seiner Serie Devil May Cry. Es ist fast 1:1 das gleiche Spiel bzw. das gleiche Spielprinizip. Verrückt coole Waffen, simple Entwicklungsbäume, dämonische Kräfte, eine abgefahrene Story mit noch abgefahreneren Charakteren und versteckte Bonuswelten. Selbstverständlich auch mit irren Endboss-Kämpfen.
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Die Ähnlichkeiten überraschen natürlich nicht, da Bayonetta Director Hideki Kamiya, zuvor bei Capcom selbst für Devil May Cry zuständig war. In seinem neuen Studio Platinum Games unter der Sega-Fahne hat er die Erfolgsformel mit weiblichem Charakter einfach wiederbelebt. Dante ist weg, Bayonetta ist hier. Wie Dante ist auch Bayonetta ein Charakter, welcher seine Kräfte aus der Hölle bekommt.
Doch die Nische ist genau dieses Spielerlebnis. Anime-Style mit Hollywood-Action. Außer Bayonetta fällt mir nur noch die Persona-Reihe ein, wo man so abgefahrene Geschichten und Action wahrnimmt.
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Bayonetta hat klar Dante vom Thron gestoßen. Dies liegt vor allem jedoch daran, dass Devil May Cry nach Teil 5 leider eingestellt wurde. Der Versuch des Reboots war nur mäßig erfolgreich. Devil May Cry 5 war ein erfüllendes Spiel und macht nun Platz für Bayonetta am Thron.
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Fazit zu Bayonetta 3 im Review
Bayonetta 3 bringt, was es verspricht. Für Fans der Vorgänger ist alles dabei und noch vieles mehr. Die umfangreichen Welten bieten einiges zu Erkunden. Die verschiedenen Dämonen bringen neue Fähigkeiten, wo es auch durchaus Spaß macht, diese weiterzuentwickeln. Die Story bringt gewohnte Wendungen, neue Charaktere und wie erwähnt einen gewissen Marvel-Flair wie aus der Feder von Kevin Feige. Jetzt heißt es Pistolenstiefel anziehen und loslegen!
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Bayonetta 3 bringt, was es verspricht. Für Fans der Vorgänger ist alles dabei und noch vieles mehr.
- Grafik9
- Sound7
- Gameplay9
- Story8
- Motivation9
- Steuerung9







