Gerüchte: Nächstes Age of Empires nutzt Unreal Engine & Microsoft will StarCraft zurückbringen
Jez Corden spricht von einem großen "Age of Empires"-Comeback mit Unreal Engine. Gleichzeitig soll Microsoft StarCraft zurückholen: RTS und Shooter im Gespräch.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Plausibel! - Die vorliegenden Hinweise wirken stimmig und nachvollziehbar.
Als Echtzeit-Strategie-Fan ist man seit Jahrzehnten hart im nehmen. Man nimmt alles, was man kriegen kann und erwartet sich eigentlich nichts mehr. Tempest Rising war ein so großes Ding, ein „Command & Conquer-Comeback“ (aber nicht von EA oder dem alten Westwood-Team), dass kurz nach Release in die Bedeutungslosigkeit geschlittert ist. Und eigentlich hat man sich von Age of Empires 4 auch mehr „Langlebigkeit“ erwartet. Trotzdem spielen die Übriggebliebenen noch immer Age of Empires 2. Nun sorgt ein bekannter Gaming-Insider für interessante News: Age of Empires soll „ein großes Comeback“ feiern, in der Unreal Engine.
Ein neues Age of Empires? Das ist noch kein offizielles Statement von Microsoft oder Entwickler World’s Edge. Aber es passt auffällig gut zu dem, was seit Monaten als Gerücht im Umlauf ist: Dass intern an einer neuen technischen Basis gearbeitet wird, weil der Umgang mit der bisherigen Pipeline offenbar nicht ideal war.
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Warum Unreal Engine für Age of Empires plötzlich Sinn ergibt
Laut Jez Corden (via YouTube im XB2-Podcast -ca. 2:11:00 bis 2:14:00) soll eines der großen Probleme bei Age of Empires 4 gewesen sein, wie schwierig die Anpassung der Relic-Technologie (Essence Engine) an die Erwartungen der AoE-Community war, also an Dinge wie Lesbarkeit, Responsiveness, Tooling und Content-Pipelines. Deshalb soll World’s Edge nun eine maßgeschneiderte Lösung auf Unreal-Basis anpeilen und vermutlich mit einem externen Entwickler zusammenarbeiten.
In der Community ist das ein zweischneidiges Thema. Einige feiern es, weil die Unreal Engine für moderne Workflows, Recruiting und Partner-Produktionen einfach extrem praktisch ist. Andere befürchten genau das Gegenteil: „Wenn das stimmt, wird das nächste AoE unoptimiert“, lautet sinngemäß ein häufiger Ton auf Reddit zu diesem Thema. Diese Skepsis kommt nicht aus dem Nichts: Unreal kann fantastisch laufen, aber sie verzeiht auch schlechte Optimierung nicht.

Age of Empires 4 mit Populations-Mods macht mir persönlich am meisten Spaß. – Bild: Microsoft (Screenshot: DailyGame)
Und dann fällt auch noch der Name StarCraft
Fast noch spannender: Corden erwähnt, Microsoft habe Interesse daran, StarCraft auch wieder als RTS zurückzubringen. Gleichzeitig rechnet er damit, dass das „nächste StarCraft“ eher ein Third-Person-Shooter wird und er habe dazu sogar Gameplay gesehen. Das soll „fantastisch“ aussehen und Fans von Space-Marine-Style-Action abholen.
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Hier ist wichtig: Das ist derzeit reine Insider-Erzählung. Kein Trailer, keine offizielle Ankündigung, kein bestätigtes Studio. Aber allein die Kombination „StarCraft + Shooter + gesehenes Material“ reicht aus, um bei vielen Fans alte Hoffnung wieder anzuknipsen. Oder sofort die Alarmglocken auszulösen, weil man Angst vor einem Live-Service-Fokus hat (via NeoGaf.com).
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Was soll ich davon halten?
Nun, neue Echtzeit-Strategie-Spiele klingen für hartgesottene Fans „fantastisch“. Andererseits machen sie mich euphorisch, nostalgisch und gleichzeitig gnadenlos pragmatisch. Wie wünsche ich mir ein modernes „Schlacht um Mittelerde“ – wobei ich stundenlang Minas Tirith gegen fieses Orks bekämpfen muss – oder ein fein sauberes Remake von Tiberian Sun, inklusive neuer Videos aus dem B-Movie-Bereich. Ja, als RTS-Fan muss man nostalgisch sein, weil die letzten Jahre war nicht viel da, dass man länger spielen wollte.
Die ja, auch die Angst in der Gaming-Community ist groß, da RTS heute mehrheitlich am Smartphone stattfindet. „Live-Service-Spiele“ gibt es in einer Menge, die ich mir nicht mehr vorstellen möchte. Und ja, die „Ängste“ sind groß, dass auch Age of Empires und StarCraft in diese Richtung neu geprägt werden. Hoffen wir an dieser Stelle das Beste für uns.
Auch wenn die aktuellen Gerüchte rund um die RTS-Marken die Microsoft/Xbox gehören interessant sind, so lassen sie mich noch kalt. Wenn Microsoft tatsächlich parallel Age of Empires neu aufstellt und StarCraft zurück in Stellung bringt, wäre das ein klares Signal: Das RTS-Genre soll nicht nur überleben, sondern wieder groß werden. Und genau das ist der Satz, den viele Fans seit Jahren hören wollen.
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