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Yakuza: Like a Dragon (PS5) – Review

Der neueste Teil der Yakuza Reihe bringt nicht nur einen neuen Helden sondern einige Neuerung mit sich

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mutige Neuerungen wie das Kampfsystem
  • Mischung aus Adventure und Rollenspiel
  • Technik wirkt leider ein wenig veraltet

Nach sieben Spielen in der Hauptreihe und einigen Spin-Offs, hat die Yakuza-Reihe im vergangenen Jahr einen neuen Weg eingeschlagen. Yakuza: Like a Dragon versucht alles neu zu machen. Neuer Charakter, neue Umgebung und vor allem, ein neues Kampfsystem. Wie der neueste Teil der Mafia Saga nun auf der PS5 abschneidet lest ihr in unserem Test.

Vorbei sind die Zeiten des Yakuza Helden Kazuma Kiryu. Doch nicht nur der Hauptcharakter wird in Yakuza- Like a Dragon ausgetauscht sondern alles wird auf den Kopf gestellt.

Entwickler Ryu Ga Gotoku Studio wagt einen drastischen sowie mutigen Schritt

Yakuza: Like a Dragon folgt der Geschichte von Ichiban Kasuga. Seines Zeichens nach ein exzentrischer aber trotzdem liebenswerten Charakter und Mitglied der Arakawa-Familie. Kasuga Leidenschaft sind Videospiele und um ganz genau zu sein die Dragon Quest Reihe. Somit verwundert es nicht, dass er bei seiner Tätigkeit als Schuldeneintreiber beim Tojo-Clan seine Welt wie ein Rollenspiel wahrnimmt.

Kasuga will seine Schulden beim Anführer seiner Familie zurückzahlen. Daher stellt er sich der Polizei für einen Mord den er gar nicht begangen hat und verbringt daher die nächsten 18 Jahre im Gefängnis. Als er endlich freigelassen wird, muss Kasuga feststellen von allen vergessen und verstoßen worden zu sein.

Yakuza: Like a Dragon: Kasuga findet sich einer für ihn fremden Welt wieder

Um herauszufinden was vor 18 Jahren passiert ist und für welchen Mord er eigentlich eingesessen hat macht sich Kasuga auf den Weg um das Rätsel zu lösen. Was als sehr persönliche Geschichte Kasugas beginnt, entfaltet sich im Laufe der mehr als 35 Stunden Laufzeit (wenn man sich nur um die Hauptstory kümmert) zu einen richtigen Kriminalfall.

Yakuza: Like a Dragon ist im japanischen Originalton sowie auf Englisch spielbar plus den jeweiligen Untertitel Optionen. Da die Story doch sehr Dialog lastig erzählt wird sollte man sich auf viele Stunden Sprech bzw. Dialogmarathon einstellen. Denn allein im „Prolog“ der Story verbringt man schon gut zwei bis drei Stunden.

Mit dem Baseballschläger und viel Phantasie gegen die Bösen Buben - © Ryu Ga Gotoku Studio

Mit dem Baseballschläger und viel Phantasie gegen die Bösen Buben – © Ryu Ga Gotoku Studio

Der Fokus liegt weniger bei der Action sondern vielmehr auf langen Dialogen

Weniger Action orientiert geht es nun auch bei den Kämpfen zu. Wie bereits eingehend erwähnt, stellt sich unser Held Kasuga seine Welt wie ein RPG vor. Somit wird uns auch die Ingame Lösung für den Stilwechsel geliefert.

Anders als bei den meisten rundenbasierten Rollenspielen, bewegen sich die Charaktere in Like a Dragon ständig über das Spielfeld. Dabei schwenkt die Kamera immer zum aktiven Charakter, ganz ähnlich Final Fantasy 7 Remake. Doch das ist schon alles was an die alten Actionorientierten Kämpfe der Vorgänger erinnert.

Denn das Kampfsystem von Like a Dragon bringt alle typischen Eigenschaften eines rundenbasierten Rollenspieles mit. Inklusive Statuseffekten, Heilgegenständen, Fluchtfähigkeiten und noch vielen mehr.

Das Klassen bzw. Job-System wird erst später im Spiel eingeführt

Um unsere „Klasse“ auszubilden suchen wir keine Klassenlehrer auf sondern begeben uns aufs Arbeitsamt. Ja richtig gelesen. Bei „Hello Jobs“, dem japanischen Pendant zu unseren Arbeitsmarktservice, können wir die verschiedenen Berufe erlernen bzw. wechseln.

Diese Absurde Idee passt jedoch genauso gut ins Spielprinzip von Yakuza: Like a Dragon wie der Wechsel zum RPG Kampfstil. Nun ist es eben ein Musiker, der mit seinen Songs die feindlichen Werte reduziert oder ein Büroangestellter der ein ganzes Sammelsurium von Büroartikeln für den Kampf einsetzt. Dabei fühlt sicher jeder Job anders an und trägt zum besonderen Gesamtergebnis bei.

Grundsätzlich bleibt Yakuza: Like a Dragon aber ein echter Yakuza Titel

Man verprügelt die Bösen Jungs, erledigt Aufträge oder vertreibt sich die Zeit mit Minispielen. Davon hat Like a Daragon auch wieder einige zu bieten. Neben der Dosen Sammlerei stehen noch Darts, Golf und Glückspielautomaten zur Auswahl. Last but not least gibt es auch ein Kart-Minispiel, dass an eine ganz gewisse Reihe von Nintendo erinnert.

Die Verbesserungen der PS5-Version sind allerdings sehr überschaubar. Gibt es optisch keine drastischen Änderungen stecken die Unterschiede tatsächlich im Detail. Die Partikeleffekte und die nächtliche Beleuchtung der Großstadt sind schöner und lebendiger als bei der PS4-Version und Haar und Gesichtszüge sind detaillierter.

Neonbeleuchtungen sehen auf der PS5 einen ticken besser aus als zuvor auf PS4 – © Ryu Ga Gotoku Studio

Insgesamt ist es ein viel glatteres und saubereres Erlebnis und das Gameplay ist etwas flüssiger. Das Next-Gen Upgrade ermöglicht zwischen 60 fps und einer leicht höheren Auflösung zu wählen. Oder bei 30 fps und 4k Unterstützung zu spielen.

Die Ladezeiten gegenüber der PS4-Version haben sich auch erheblich reduziert. Leider sehen manche Texturen aber immer noch sehr veraltet und wackelig aus. Am enttäuschendsten ist es allerdings, wie wenig Yakuza: Like a Dragon die Hardware der PS5 nutzt.

Der DualSense Controller hätte wunderbar genutzt werden können

Zwar gibt es geringfügige Änderungen in der Art wie der Next-Gen Controller vibriert doch hier hätte man viel mehr tun können. Etwaig ständiges vibrieren wenn Kasuga gelähmt oder verängstigt ist hätten dem sonst mutigen Gameplaywechsel gut getan. Eines der größten Verkaufsargumente der PS5, nämlich den DualSense Controller kaum bis gar nicht zu nutzen, scheint in meinen Augen eine verpasste Gelegenheit zu sein.

Fans die Yakuza: Like a Dragon bereits auf der PS4 gespielt haben und nun auf die Next-Gen Version wechseln sein an dieser Stelle besser gewarnt. Denn aus unerfindlichen Gründen ist es nicht möglich den Spielstand der PS4 auf der PS5 weiter zu führen. All jene die noch nicht in den Genuss gekommen sind, sollten trotzdem einmal rein schauen.

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Fazit zu Yakuza: Like a Dragon

Yakuza: Like a Dragon versucht sich selbst neu zu erfinden und schafft es bis auf ein paar wenige kleine Ausnahmen auch. Der neue RPG Kampfstil mag nicht jedermanns Sache sein doch wer Lust auf ein außergewöhnliches Spiel hat sollte einen Blick wagen. Schade ist das die Technik der PS5 Version ein wenig veraltet wirkt und die Besonderheiten des DualSense Controllers nicht ausgeschöpft werden.

Yakuza: Like a Dragon ist für PS4, PC, Xbox One und Xbox Series X/S verfügbar. Seit dem 2. März 2021 ist das Spiel auch für die PS5 erhältlich.

ReviewWertung

8SCORE

Yakuza das sich als Dragon Quest verkleidet

Detail-Wertung

Grafik

8

Sound

8

Gameplay

8

Story

8

Steuerung

8

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