Wreckfest (PS5) – Game Review
Das Schrottevent und Zerstörungs-Chaos hat ein Upgrade für die PS5 erhalten. Jetzt knallt es noch schöner.
Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Fahrfehler kosten dich nicht nur den Sieg
- Überleg dir gut was du in deinen Wagen packst
- Zerstöre Alles und Jeden
Wreckfest hat für die PS5 ein Upgrade erhalten und das nicht zu knapp. Bereits auf der PlayStation 4 habe ich dieses Game eine ganze Weile gezockt und hatte eigentlich sehr großen Spaß an der Sache. Aber wie schneidet es insgesamt ab? In diesem Spiel sollte man sich auf Einiges einstellen, muss man aber nicht, wenn man nur Spaß und Zerstörung im Sinn hat.
Es funktioniert so oder so und das Spiel könnt ihr euch derzeit im PS Plus Abo gratis holen.
Wreckfest PS5 : Das Konzept
Während Rennspiele in den letzten Jahren mehr und mehr auf Markenlizenzen und möglichst hoch designte Fahrzeuge gesetzt haben, steuert Wreckfest auf der PS5 und eigentlich auch schon auf der PlayStation 4 einen ganz anderen Kurs. Die Fahrzeuge sind alt, billig, rostig oder auch schon mal ein Rasenmäher oder umgebautes Sofa. Hier steht das Chaos ganz Oben auf dem Programm.
In Wreckfest werden Fahrfehler nämlich brutal bestraft. Nicht nur verliert man wertvolle Sekunden durch einen Wipeout oder das Verlassen der Strecke, sondern es könnte einen die Tür Kosten. Oder auch einen Reifen. Oder gleich das ganze Getriebe. Die Schadensmodelle lassen sich zwar einstellen, wie realistisch diese sein sollen. Früher oder später jedoch brennt der Motor oder beide Antriebsräder liegen 5 Meter vom Auto entfernt und man ist raus.
Wreckfest PS5 : Tuning und Panzerung
Die Auswahl an Fahrzeugen ist trotzdem ziemlich breit aufgestellt. Abgesehen von den Spezialfahrzeugen die man nicht Tunen kann, wie dem Schulbus, Rasenmäher, Mähdrescher, Wohnmobil und der Couch, gibt es eine ganze Palette an Musclecars, Kleinwagen und Kombis aus denen man wählen kann. Diese lassen sich dann in der Garage mit freigespielten Teilen aufmotzen.
Jedoch muss man hier ganz genau abwiegen wie man entscheidet. Und das meine ich Wort wörtlich. Denn je mehr Panzerung man dem Auto verpasst um es stabiler zu machen, umso schwerer wird das Fahrzeug und entsprechend langsamer. Dieses Detail hatte ich auf der PlayStation 4 Version von Wreckfest schon bewundert und ist natürlich im PS5 Upgrade wieder so vorhanden.
Wreckfest PS5 : Rennen oder Deathmatch
Wreckfest PS5 bietet verschiedene Spielmodi. Entsprechend dem jeweiligen Match, sollte man auch sein Fahrzeug wählen. Es empfiehlt sich daher die einzelnen Strecken und Arenen zu kennen. Zu wissen ob man primär auf Asphalt oder Erde fährt und ob es um Zerstörung oder Platzierung geht. In Zerstörungs-Matches ist die Sache ja noch entspannter. Denn auch mit Glück kann man im richtigen Moment ausweichen und der Gegner detoniert in der Betonmauer neben euch.
Bei den Rennen ist fahrerisches Geschick gefragt. Ihr müsst euch auf eure Strecke und die einzelnen Kurven einstellen. Tempo und Bremsmanöver sind unglaublich wichtig, denn wie schon erwähnt, kostet es euch sonst euer Fahrzeug. In der PlayStation 5 Version, wurde auch die Anzahl der Teilnehmer für die Rennen erhöht. Das sorgt nicht nur für mehr Chaos, sondern mehr potenzielles Geschubse in den Kurven.
Grafik und Audio
Bereits auf der PlayStation 4 habe ich die Audio dieses Games richtig genossen. Endlich mal ein Action geladenes Game, dass diese Action auch mit rockiger Musik unterstreicht. Zwar ist die Playlist auch ausbaufähig. Aber es tut einfach gut mal wieder ein Spiel zu zocken, in welchem nicht elektronische Techno Beats im Hintergrund dröhnen, sondern E-Gitarren, Schlagzeuge und der Krach von Autos die aufeinander prallen. Sehr schön.
Grafisch hat sich bei der PS5 Version von Wreckfest einiges getan. Nicht nur läuft mit der erhöhten Framerate alles viel flüssiger, sondern es sieht alles viel schöner aus. Zumindest bis man alles zu Schrott fährt. Die Lichtverhältnisse wurden eindeutig verbessert und ebenso die Reflektionen auf Fahrzeugen. Während an gewissen Stellen definitiv noch geschlafen wurde (siehe den Fahrer des Rasenmähers) sieht das Spiel aber definitiv aufpoliert aus.
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Der Einsatz des DualSense
Bugbear Entertainment wollte es sich wohl auch nicht nehmen lassen, die Fähigkeiten des DualSense Controllers in der PS5 Version von Wreckfest zu nutzen. Während sie das in manchen Punkten sehr schön und sogar cool eingebaut haben, verstehe ich andere Entscheidungen so gar nicht. Fangen wir mal mit dem Negativen an. Denn die Crash Sounds der Fahrzeuge kommen nun aus dem Controller statt über die Boxen. Das klingt schwächer als zuvor, da auch der Speaker wesentlich kleiner ist.
Positiv fällt auf, wie die adaptiven Trigger einsetzen. Sie sind anfangs kaum aufgefallen. Ein leichter Widerstand bei Gas und Bremse. Und ich wollte es schon als irrelevant abhaken, bis ich den ersten gröberen Schaden in den Achsen hatte. Je kaputter meine Reifen wurden, umso stärker wurde der Widerstand. Das fühlte sich richtig cool an. Zudem hat die Vibration des DualSense tatsächlich leichte Unterschiede in Kollisionen gemacht. Diese Punkte fallen eindeutig positiv auf.
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Fazit zu Wreckfest PS5
Wreckfest macht Spaß. Das ist ein schlichtes Fakt. Besonders wenn man ein Custom Match kreiert und mit ein paar Freunden über die Party einsteigt. Sich gegenseitig von der Strecke schieben, ausmanövrieren oder sogar gegen den nächsten Betonpfeiler zu drängen ist ehrlicher Rennspaß. Auf der PS5 zeigt sich nun Wreckfest von seiner wohl schönsten Seite. Grafisch ist das Game wirklich schön anzusehen und umso mehr Laune macht die Zerstörung in einer Arena. Mit kleineren Patzern die sich nicht aufs Spiel oder das Gameplay auswirken sondern wo vermutlich einfach die Prioritäten wo anders lagen, kann Wreckfest trotzdem unterhalten. Besonders jetzt wo es gratis im PS Plus Abo ist, sollte man sich dieses Spel nicht entgehen lassen und zumindest ein paar Runden mit Freunden in Wohnmobilen um die Wette fahren.
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