PlayStation Store: Sony entfernt offenbar über 1.000 weitere Billig-Games
Nach mehreren Delisting-Wellen trifft es nun wohl einen der größten Shovelware-Publisher im PlayStation Store.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Der PlayStation Store war in den letzten Jahren nicht nur voller großer PS5-Spiele, Indie-Hits und Rabatte. Er war auch voll mit Titeln, die viele Spieler eher als Ballast empfanden: schnelle Kopien, billige Mobile-Ports, Trophäen-Spiele und Veröffentlichungen, die vor allem durch Masse auffielen. Genau dagegen geht Sony offenbar weiter vor.
Ein weiterer großer „Shovelware-Publisher“ wird aus dem PlayStation Store verschwinden. Konkret geht es um Webnetic, einen Publisher, der Anfang 2026 laut früheren Auswertungen zu den Anbietern mit den meisten Spielen im Store gehörte. Webnetic soll 1.222 Titel auf PlayStation gelistet gehabt haben und damit der Publisher mit der drittgrößten Anzahl an Store-Einträgen gewesen sein.
PlayStation entfernt weiter Shovelware
Sony hatte bereits im Januar 2026 über 1.000 Spiele aus dem Store entfernt. Im April folgte eine weitere kleinere „Delisting-Welle“. Jetzt steht offenbar der nächste große Schritt an. Webnetic selbst hat auf X.com angekündigt, dass die eigene Zeit auf PlayStation endet und Spieler die Titel noch einmal ansehen sollen, bevor sie entfernt werden:
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„Da unser Abenteuer auf PlayStation zu Ende geht, möchten wir uns bei allen bedanken, die unsere Spiele gespielt, unsere Veröffentlichungen unterstützt und uns auf dem Weg begleitet haben. Das sind unsere letzten Tage auf PlayStation, also wenn ihr euch unsere Spiele je anschauen wolltet, ist jetzt der perfekte Moment dazu, bevor sie verschwinden. Aber das ist nicht das Ende für uns.“
Konkret spricht der Publisher an, dass seine Shovelware-Games weiterhin auf Xbox, Nintendo und Steam aktiv bleiben werden.
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Warum „Shovelware“ für Spieler so nervig ist?
Shovelware ist nicht automatisch jedes kleine Indie-Spiel. Das wäre unfair. Viele kleine Studios veröffentlichen kreative, mutige und hochwertige Spiele. Problematisch sind eher Titel, die sichtbar nur darauf ausgelegt sind, Trends zu kopieren, Suchergebnisse zu fluten oder schnelle Trophäen zu liefern.
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Für PlayStation ist diese Aufräumaktion mehr als Store-Kosmetik. Der digitale Store ist heute einer der wichtigsten Orte im gesamten PlayStation-Ökosystem. Hier kaufen Spieler neue Vollpreistitel, DLCs, Indie-Spiele und Angebote aus Rabattaktionen. Wenn dieser Store wie ein überfüllter App-Marktplatz wirkt, schadet das der Marke.
Gerade auf der PlayStation 5 erwartet man Qualität, klare Struktur und gute Empfehlungen. Wenn stattdessen hunderte Billig-Titel die Listen verstopfen, wirkt der Store weniger hochwertig. Sony dürfte deshalb ein starkes Interesse daran haben, die schlimmsten Auswüchse zu entfernen.
Manche Trophäen-Jäger werden jetzt traurig sein. Die Mehrheit wird sich über weniger „Store-Müll“ freuen.
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