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Venom: Let there be Carnage – Filmkritik

Wenn ein Film sich zu sehr auf dem Vorgänger ausruht und zu wenig neues Zeigt, kann das Spiel auf Nummer Sicher etwas langweilig sein.

Review von
Venom 2 Titel © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Das Wichtigste in Kürze

  • Venom wie man ihn lieben gelernt hat
  • Carnage bringt frischen Wind
  • Und doch zu wenig neues um zu überraschen

Es ist vor kurzem in den Kinos Venom: Let there be Carnage gelandet und soll die Fortsetzung zu Marvels und Sony Pictures düsterem Antihelden Film sein. Der erste Teil war ein ganzer Erfolg in den Kinos und bei Fans gleicher Maßen und eben auf diesem Erfolg will man wieder aufbauen. So cool der erste Teil auch war, die Latte ist jetzt nicht so hoch gesetzt, dass man da nicht noch Eins drauf setzen könnte. Das ist machbar und haben andere Franchises auch schon geschafft.

Venom 2 Plakat © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Venom: Let there be Carnage © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Venom: Let there be Carnage – Story

Eddie Brock ist wieder im Einsatz als Reporter und auf Schritt und Tritt begleitet ihn Venom. Wie auch im ersten Teil, ist er in einem dauernden Zwiespalt mit dem Symbionten. Wen darf man essen und wen nicht? Und während Venom darauf pressiert Menschenfleisch fressen zu wollen, besteht Eddie darauf, dass man bei Kleintieren bleibt. Es ist der selbe lustige hick hack wie gegen Ende von Teil 1 und dieses Mal etwas kontrollierter zwischen den Beiden.

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In Venom: Let there be Carnage müssen sie sich jedoch einem neuen Übel stellen. Es ist wieder ein Symbiont, dieser aber kommt nicht aus dem All. Eddie Brock wird bei einem Gefängnisbesuch vom Serienmörder und Kannibalen Cletus Kasady gebissen und dieser bekommt das Blutgemisch aus Eddie und Venom zu schmecken. Bei der Hinrichtung von Cletus kommt es dann zu einer Reaktion, bei der das verschluckte Blut aus ihm Carnage, einen neuen Symbionten, macht.

Venom © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Venom im zweiten Teil © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Venom: Let there be Carnage – Casting

Schauspielerisch kann man in Venom: Let there be Carnage echt nicht meckern. Nicht nur spielt Tom Hardy den in sich zerrissenen Eddie Brock, der seinen Körper mit Venom teilt, sehr gut. Sondern auch deutlich lockerer, da das Zusammenleben bereits etwas eingespielt ist. Immerhin braucht es Zeit sich an einen Alienparasiten zu gewöhnen der in einem mit lebt.

Auch Woody Harrelson als Cletus Kasady liefert eine grandiose Performance ab. Ihn als Carnage zu casten war ein richtig guter Schachzug. Und er schafft es diesen menschenfressenden Soziopathen auf Death Row wirklich packend und irre zu spielen. Hier hatte ich aber auch keine Zweifel daran, dass Harrelson abliefern würde. Die restliche Cast macht ihren Job zumindest so weit gut genug, dass niemand negativ auffällt.

Carnage © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Carnage © 2021 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH; MARVEL and all related character names: © & ™ 2021 MARVEL

Wenn man sich zu sehr auf Erfolg ausruht

Der Film ruht sich ganz klar und deutlich auf den Erfolgen von Teil 1 aus. Es wird exakt auf den selben Humor gesetzt und auch auf die selben Interaktionen. Es ist kaum wirkliche Neuerung zu sehen. Eddie und Venom werden sogar wieder getrennt, allerdings dieses Mal weil sie sich zerkrachen. Eine Sequenz die Venom wirken lässt wie ein trotziges kleines Kind auf einem Ego Trip. Und das ist nicht die einzige Schwäche.

Venom: Let there be Carnage zeigt zwar eben mit Carnage einen neuen Bösewicht aber vermasselt hier etwas Zeit in dessen Entstehung zu stecken. Carnage taucht auf und ist von der ersten Sekunde weg mächtiger als Venom es bisher war und hat Moves drauf die absolut gewaltig sind. Woher er das alles kann? Wird nicht erklärt. Was seine Motivation ist? Völlig links liegen gelassen. Hier fehlt es an Substanz.

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Fazit zu Venom: Let there be Carnage

Es ist kein schlechter Film. Nein. Das bestimmt nicht. Aber ist Venom: Let there be Carnage die Fortsetzung die Fans erwarten oder die Fortsetzung die Venom verdient? Eher nicht. Er schwächelt sehr. Wenn man einen guten Comic Film erwartet und sich mal eine Weile berieseln lassen will mit Action im Marvel Universum gepaart mit etwas schwarzem Humor, dann wird man hier auch durchaus unterhalten. Erwartet man jedoch tatsächlich dass Teil 2 noch einen Gang höher schaltet als Teil 1, so wird man wohl eher so wie ich unterwältigt sein. Man hätte aus einem Charakter wie Carnage weit mehr heraus holen können und ich hätte gut und gerne auf den Venom Ego Trotz Trip verzichten können. Aber wie schon eingangs gesagt. Es ist kein schlechter Film, aber ein schwacher.

ReviewWertung

6SCORE

Ein Comicfilm der mit einem der irresten Antagonisten Spider-Mans und dem neuen Publikums Liebling und Antihelden Venom gerade mal über das Mittelmaß kommt. Eigentlich schade.

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