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Artikel von Markus +

Das Rätsel um das Star Wars: Knights of the Old Republic-Remake bekommt eine neue Wendung. Laut einem aktuellen Bericht wird das lang erwartete Projekt nicht mehr nur von Saber Interactive, sondern nun auch von Mad Head Games entwickelt. Jenem Studio, das bislang unter dem Radar an einem geheimen AAA-Spiel „basierend auf einer berühmten Marke“ arbeitete. Die Hinweise sprechen nun eine deutliche Sprache: Dieses Spiel dürfte das KOTOR-Remake sein.

Die Information stammt von Gamefile.news, dessen Recherchen zu einer laufenden Klage rund um die abgebrochene KOTOR-II-DLC-Veröffentlichung überraschend tiefe Einblicke in Lucasfilms aktuelle Star Wars-Projekte gewährt haben.

Ein gescheiterter DLC enthüllt ein viel größeres Geheimnis

Der Hintergrund: Aspyr, das Studio hinter der KOTOR II-Switch-Version, wollte den legendären TSL Restored Content Mod als offizielles DLC veröffentlichen. Fans hatten sich jahrelang genau das gewünscht. Doch interne Dokumente zeigen, warum das nie passiert ist. Trotz intensiver Zusammenarbeit zwischen Aspyr, Lucasfilm Games und den Moddern selbst scheiterte das Projekt letztlich an einer unerwarteten juristischen Hürde: Disney wollte freiwillige Modder nicht offiziell kreditieren. Damit war die Veröffentlichung aus rechtlichen Gründen gestorben.

Inmitten der Akten, E-Mails und Slack-Protokolle stieß Totilo jedoch auf etwas, das viel größer ist als ein gecanceltes DLC: einen Hinweis auf „Project Juliet“, beschrieben als vollständiges, modernes Remake von KOTOR II. Diese Erwähnung taucht zusammen mit früheren Berichten auf, dass das KOTOR-Remake nach Problemen bei Aspyr an Saber Interactive übergeben wurde.

Mad Head Games als neuer KOTOR-Entwickler

Und hier kommt Mad Head Games ins Spiel. Auf der offiziellen Webseite des Studios findet sich der Hinweis, dass es aktuell an einem „unangekündigten AAA-Spiel zu einer weltbekannten Marke“ arbeitet. Dort steht bei einer Jobbeschreibung die ich nachrecherchiert habe: „[…] Parallel dazu arbeiten wir an einem noch nicht angekündigten AAA-Titel, der auf einer bekannten und beliebten Marke basiert und auf den die Fans mit Spannung warten.“

Deshalb kommt Stephen Totilo auch darauf, dass es dabei nur um das Star Wars: Knights of the Old Republic-Remake handeln muss. Mad Head Games soll dabei eng mit Saber Interactive zusammenarbeiten, das seit 2022 als Hauptentwickler gehandelt wird.

Wichtig: Disney, Lucasfilm und Embracer Group haben das neue Entwickler-Setup offiziell noch nicht bestätigt. Aber die Kombination aus Gerichtsdokumenten, Projektbezeichnungen und Studio-Kommunikation wirkt sehr eindeutig.

Star Wars: Knights of the Old Republic-Remake – Warum die Entwicklung neu gestartet wurde

KOTOR gilt heute als eines der einflussreichsten Rollenspiele aller Zeiten, dank seiner wegweisenden Entscheidungsfreiheit und einem der stärksten Plottwists der Videospielgeschichte. Doch genau dieser legendäre Status macht eine Neuinterpretation extrem anspruchsvoll. Berichten zufolge kam es bei Aspyr zu internen Problemen, nachdem frühe Testphasen die Erwartungen von Lucasfilm nicht erfüllten. Anschließend wurde das Remake an Saber Interactive übergeben, die zuvor bereits an Remastern und Ports der Reihe arbeiteten.

Mit Mad Head Games als zusätzlichem Entwickler scheint sich das Projekt nun in einer neuen Phase zu befinden, möglicherweise einem zweiten, vollständigen Produktionsanlauf.

Viele fürchteten bereits, das KOTOR-Remake sei tot. Doch nach dem Bericht von „Game File“ dürfte die Entwicklung noch immer aktiv sein, immerhin sucht Mad Head Games aktiv nach frischem Personal, vor allem im Artist-Bereich. Wann und wie wir das KOTOR-Remake sehen werden ist trotzdem ungewiss. Wir können aufgrund der Berichte und Leaks nicht verifizieren, wie weit die Entwicklung wirklich vorangeschritten ist. Wir wissen auch nicht ganz genau, wann die Entwicklung „neu gestartet“ wurde. Das sind viele Parameter, die wir alle nicht kennen.

Ein AAA-Remake einer der wichtigsten RPG-Marken der Star-Wars-Geschichte wäre ein Prestigeprojekt für jede Firma und die aktuellen Hinweise deuten darauf hin, dass es hinter den Kulissen intensiv bearbeitet wird.

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