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Physische Spiele fühlen sich sicher an. Modul ins Regal, Hülle zu, fertig. Doch ganz so einfach ist es nicht. Alte Cartridges sind oft deutlich robuster als Discs, aber auch sie sind nicht unsterblich. Save-Batterien können leer werden, Kontakte oxidieren und moderner Flash-Speicher altert anders als klassische ROM-Chips. Wer seine Sammlung wirklich erhalten will, muss mehr tun, als sie nur ins Regal zu stellen.

Nun gibt es ein Beispiel dafür: Ein originales Street Fighter II-Modul ist bei einer Funktionsprüfung als schadhaft aufgefallen. Anstatt korrekter Darstellung der Grafiken zeigt das Modul nur noch stark verfremdete und beschädigte Bilder. Dies obwohl die Kontakte keine Beschädigungen aufweisen!

Kein physischer Fehler!

Offenbar ist mit den Kontakten, welche das Modul mit der Konsole verbindet alles in Ordnung. Der Schaden soll vielmehr von beschädigten Daten stammen. Ein Zeugnis  also, dass ein über 30 Jahre altes, gepflegtes Modul auch nicht für die Ewigkeit gemacht worden ist.

Was ist an dem Modul beschädigt?

Bei dem Street Fighter II-Modul ist noch nicht geklärt, welches Bauteil für die fehlerhafte Darstellung verantwortlich ist. Es könnten unteranderem die Platine oder doch tiefere Verbindungen beschädigt sein. Ansonsten kennen Sammler noch Korrosionen. Oft lässt sich so etwas aber reparieren.

Cartrigdes sind sehr robust

Eigentlich gehören Module zu den langlebigeren Speichermedien. Im Vergleich zu CDs, DVDs oder Blu-Rays haben diese keine empfindliche, optische Oberfläche, welche zerkratzt oder durch sogenanntes „Disk-Rot“ mit der Zeit unlesbar werden kann.

Der Vorteil von physischen Datenträgern

Viele Videospieler können sich nur schwer von physischen Datenträgern lösen. Ein Modul oder eine Disk zeugen von Besitz des Mediums, was bei digitalen Käufen nicht so offensichtlich ist. Physische Datenträger können gesammelt, weiterverkauft und vor allem unabhängig von den Anbietern genutzt werden.

Wird es in der Zukunft noch physische Medien geben?

Momentan wird in der Videospielbranche intensiv über die Fortsetzung der Herstellung von physischen Speichermedien diskutiert. Auslöser war, dass Sony die Produktion physischer Disks ab 2028 einstellen wird, sodass es ab dann von ihnen noch digital vertriebene Videospiele geben wird. Nintendo hingegen will für immer an physischen Medien festhalten.

Wie kann man seine Medien schützen?

Offenbar haben auch Module ein Ende, wie die Street Fighter II-Catridge beweist. Sie ist für das System nicht mehr korrekt zu lesen. Aber auch die Konsole kann ausfallen. So müssen Archive und Sammler sich in Zukunft wohl mit Reparatur, Datensicherung und der Erhaltung ihrer Hardware beschäftigen.

Physische Videospiele zeugen von Besitz, aber müssen gepflegt und müssen vielleicht auch irgendwann technisch gerettet werden.

Quelle: x.com via BEEP_SHOP

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