Nintendo Switch 2 „Version 2“ zerlegt: Das erhoffte Display-Upgrade fehlt
Die neue Switch 2 ist leichter zu reparieren, behält aber offenbar das alte LCD. Das erhoffte Sharp-Panel steckt zumindest in diesem Gerät nicht.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Nintendos überarbeitete Switch 2 bringt offenbar nicht das Display-Upgrade, auf das viele Spieler gehofft hatten. Ein Teardown der neuen europäischen Hardware-Revision zeigt weiterhin das bekannte LCD-Panel. Das zuvor aufgetauchte neue Sharp-Display steckt zumindest in dem untersuchten Gerät nicht. Für Besitzer der bisherigen Switch 2 gibt es damit vorerst keinen Grund, wegen einer besseren Bildqualität auf die neue Revision zu wechseln.
Der polnische Techniker modyfikatorcasper hat die neue Version zerlegt (via X.com) und dabei die überarbeitete OSM-CPU-01-Platine mit der bisherigen BEE-CPU-01 verglichen. Sein Fazit zum Bildschirm fällt ziemlich eindeutig aus:
Neue Nintendo Switch 2 „V2“: überarbeitetes Batteriedesign, ALTER SCHIRM WIE GEWOHNT.
Wichtig ist allerdings der zweite Teil seiner Aussage: Bestätigt ist das zunächst nur für das untersuchte Gerät. Die neue Revision garantiert also offenbar nicht, dass Nintendo bereits das zuletzt aufgetauchte Sharp-Panel verbaut. Weitere Konsolen und Bundles sollen deshalb noch überprüft werden.
Das angebliche Sharp-Display bleibt vorerst ein Rätsel
Im September hatten wir bereits darüber berichtet, dass neue Sharp-Panels für die Nintendo Switch 2 bei chinesischen Teilehändlern auftauchten. Die Bauteile unterschieden sich deutlich vom bisherigen Display und wurden teilweise sogar als „Version 2“ bezeichnet. Das ließ vermuten, Nintendo könnte still und leise eine verbesserte Bildschirmrevision vorbereiten.
Genau diese Hoffnung erfüllt die jetzt zerlegte Switch 2 aber nicht. Das neue Modell verwendet weiterhin das bekannte LCD. Das ist deshalb relevant, weil das aktuelle Display wegen seiner vergleichsweise langsamen Pixelreaktion immer wieder für sichtbares Ghosting und Schmieren bei Bewegungen kritisiert wurde. Ein anderes LCD hätte dieses Problem zumindest theoretisch verbessern können. Ob das bislang gesichtete Sharp-Panel tatsächlich schneller wäre, kann derzeit nicht bestätigt werden.
Was Nintendo bei der neuen Switch 2 tatsächlich geändert hat
Ganz ohne Änderungen kommt die Revision trotzdem nicht. Die wichtigste Neuerung betrifft den Akku. Dieser lässt sich deutlich einfacher entfernen, weil Nintendo auf die bisherige starke Verklebung verzichtet. Hintergrund sind neue europäische Vorgaben für leichter austauschbare Batterien.
Die Akkukapazität sinkt dabei leicht von 5.220 auf 5.172 mAh. Mit weniger als einem Prozent Unterschied dürfte sich das in der Praxis kaum auf die Laufzeit auswirken. Die neue Revision besitzt außerdem einen anderen Lüfter sowie 12 GB RAM von einem anderen Hersteller. Am Nvidia-SoC und an der grundsätzlichen Leistung ändert sich nichts. Nintendo selbst hat ohnehin nie ein Display- oder Performance-Upgrade für diese Revision versprochen.
Für Spieler bleibt damit eine interessante offene Frage: Wofür sind die bereits aufgetauchten Sharp-Displays gedacht? Möglich ist weiterhin eine spätere Produktionsrevision oder schlicht ein zusätzlicher Zulieferer. Ein Switch-2-OLED-Modell lässt sich daraus schon gar nicht ableiten.
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Wer aktuell eine Switch 2 besitzt, verpasst mit der neuen Revision jedenfalls kein heimliches Bildschirm-Upgrade. Zumindest dieses „V2“-Gerät sieht beim wichtigsten Kritikpunkt genauso aus wie vorher.
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