Eva KrummEvas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
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Moons of Madness ist ein Horrorspiel, das bereits Oktober auf dem PC erschienen ist und nun für die Konsole releast wurde. Wir haben den Lovecraft orientierten Titel für euch getestet.
Natürlich ist das Game nicht das erste und wird auch nicht das letzte Spiel sein, welches sich die Welten des Autors H.P. Lovecraft zu eigen macht. Grundlegend dreht sich die Story um Shane Newehart. Er ist Ingenieur und Teil einer geheimen Forschungsmission, die auf dem Mars durchgeführt ist. Bald treten seltsame Vorkommnisse auf, die ihn und seine Kollegen einen wahren Alptraum durchleben lassen. Denn Sie sind nicht alleine.
Die Story ist teils sehr verworren und konfus. Was natürlich bei Lovecraft-Horror nichts neues ist und auch spannend sein kann. Schade nur ist, dass alles doch sehr Linear abläuft. Zwar kann man sich an den verschiedenen Orten etwas umsehen, doch es ist recht stark limitiert damit Spieler wohl nicht zu sehr vom Hauptweg abschweifen können.
Tolle Grafik, toller Sound
Die Grafik von Moons of Madness ist fantastisch, sowohl die futuristische Marsstation als auch die Monster denen wir Begegnen. Gespielt wird aus der Ego-Perspektive und die Daten zu Charakter und Missionen findet man entweder im Raumanzug oder auf einem kleinem Gerät, welches am Handgelenk mit sich getragen wird.
Auch die Soundkulisse ist wirklich gelungen. Obwohl ich sagen muss, das ich bei der ersten Außenmission meine Kopfhöhrer absetzten musste. Denn es klang etwas wie ein Flugzeug das in nur wenigen Kilometer Höhe über das Haus fliegt. Das hat mich schon etwas nervös gemacht.
Auch die Sprecher sind autentisch und gut gewählt. Es ist auf Englisch synchronisiert und mit deutschen Untertitel versehen. Dazu muss ich sagen, mir waren die Untertitel teilweise echt zu klein, trotz 55 Zoll Fernseher. Wer also mit der Couch etwas weiter weg sitzt, wird hier teilweise Probleme bekommen.
Kleine Markel von schlichtem Ausmaß
Etwas gestört hat mich, dass teilweise einfach Falsche Begriffe im Spiel verwendet wurden, die keinerlei Sinn mit der Aktion hat die der Charakter durchführt. So zeigte mit das Spiel „Umsehen“ an als ich mit einer Brechstange eine Tür öffnete. Macht halt wenig Sinn und derartige kleine Übersetzungsfehler findet man an einigen Stellen. Das Spiel ist bereits seit knapp 6 Monaten auf dem Markt und darauf wurde sicher zuvor schon hingewiesen. Diese dann in die Konsolen-Version wieder einzubinden, stieß mir doch etwas Schwach auf. Selbstverständlich hat es keine Auswirkungen auf das Gameplay, kann aber für Verwirrung sorgen.
Puzzles regen die grauen Zellen an
Natürlich besteht Moons of Madness nicht nur von reinem Exploring, sowie Kämpfen oder Fluchtsequenzen. Auch das Puzzle-Geschick wird getestet, allerdings im gesunden Maße. So wird die Handlung nicht zu lange Aufgehalten und die Entwickler bringen damit hin und wieder etwas Abwechslung rein.
Auch interessant sind die Momente, indem wir mit Shane außerhalb der Stationen unterwegs sind. Im Raumanzug befindet sich ein Sauerstoffspeicher, der je nach Spielweise schneller aufgebraucht wird oder langsamer. Dabei sollte man sich dann genau merken, wo die Aufladestationen sind. Ansonsten erstickt Shane nämlich. Auch die Ausdauer zum rennen ist limitiert. Die Ausdaueranzeige wird hierbei in der Herzfrequenz angezeigt. Rennt man länger, steigt die Herzfrequenz an und auch der Sauerstoff wird schneller aufgebraucht.
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Fazit
An sich ist Moons of Madness ein soldies Lovecraft-Horror Spiel, das allerdings in keinen Punkten sonderlich hervorragt. Es hat eine gute Balance zwischen Story, Exploring, Puzzle und Kampf. Direkt empfehlen würde ich es jetzt war nicht, da ich es persönlich nicht zu den Must-Plays des Horror-Genre zählen würde, aber sofern man gerade keine anderen Games zu Hand hat, ist es sicherlich einen Versuch wert.
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Ein Lovecraft-Horror das durchaus spielbar ist.
- Grafik9
- Sound9
- Gameplay6
- Motivation5
- Steuerung6