Geist oder Samurai?

Ghost of Tsushima DIRECTOR’S CUT (PC) – Game Review

Sattelt euer Pferd und erlebt die atemberaubende Welt von Tsushima.

Ghost of Tsushima - (C) Sony, Sucker Punch

Das Wichtigste in Kürze

  • Gute Performanz auf PC
  • Inklusive Iki-Insel DLC
  • Neue tierische Helfer

Ghost of Tsushima erschien bereits erstmals 2020 für die PlayStation 4 und 2021 folgte dann die Ghost of Tsushima DIRECTOR’S CUT für die PS5. Nach nun weiteren 3 langen Jahren, brachte Sucher Punch und PlayStation endlich das Action-Adventure auch für den PC auf dem Markt. Doch wie gut kann der ehemalige Konsolen-Exklusiv-Titel auf dem PC performen?

Hier erstmal einen kurzen Überblick über die Story. Wir Steuern den Protagonistin Jin Sakai, welcher bei seinem Onkel auf der japanischen Insel Tsushima aufwuchs. Unter dem wachsamen Training seines Onkels, wuchs er zu einem stattlichen Samurai heran. Also 1274 die Insel von den Mongolen angegriffen wird, zieht Jin zusammen mit seinem Onkel und anderen Samurai in den Kampf. Doch leider sind die Samurai den Mongolen unterlegen. Am Ende überleben nur Jins Onkel, welcher vom Anführer Khotun Khan gefangen genommen wird und Jin selbst. Jin wurde in der Schlacht schwer verletzt und wird von der Diebin Yuna gefunden und versorgt. Von dort an macht es sich Jin zur Aufgabe Mitstreiter zu finden, seinen Onkel zu retten und die Insel von den Mongolen zu befreien.

Ghost of Tsushima - (C) Sony, Sucker Punch

Ghost of Tsushima – (C) Sony, Sucker Punch

Wie gut performt das Spiel nun auf dem PC?

Spiele die bevorzugt für Konsole entwickelt wurden, fliegen gerne mal bei ihrer Portierung auf den PC auf die Nase. Doch Sucker Punchs Ghost of Tsushima reiht sich Gott sei Dank zu anderen Titeln wie Marvel’s Spider-Man ein, denn der Entwickler hat ordentliche Arbeit geleistet was die PC-Version angeht. Das Spiel läuft sehr stabil auf meiner RTX 1070 Ti und das mit hoher Qualität. In Steam konnte ich von Mikrorucklern lesen, doch ich habe keine davon gehabt. Auch die Framerate lief bei stabilen 60 FPS ohne nennenswerte Einbrüche zu erleiden.

Auch die Steuerung für Maus und Tastatur wurde gut umgesetzt. Das gilt für die Momente in denen man durch die offene Welt reitet oder läuft, als auch für den Kampf. Wer gerne mit dem Controller spielen möchte, kann dies auch tun. Steam unterstützt dabei nicht nur den DualSense-Controller der PlayStation 5, sondern auch das haptische Feedback, was man schon bei der PS5-Version des Spiels genießen konnte. Sucher Punch hat bei der Portierung also keineswegs geschludert.

Ghost of Tsushima - (C) Sony, Sucker Punch

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Wind und Tiere

Insgesamt hat sich am Gameplay nichts geändert. Die Ghost of Tsushima DIRECTOR’S CUT beinhaltet dass Originalspiel als auch den DLC “Die Iki-Insel”, welcher nach der Hauptstory auf einer neuen Insel ansetzt. Doch das ist an sich nichts schlechtes. Denn in der offenen Welt von Tsushima gibt es vieles zu entdecken und da das Spiel auch keinen HUD hat – außer im Kampf – kann man sich ganz der unglaublich schönen Umgebung widmen, in welche der Entwickler ganz offensichtlich viel Herzblut gelegt hat. Alls an diesem Spiel passt wirklich unglaublich gut zusammen. Nicht nur, dass man keinen HUD hat, man hat auch Wege und Ideen einfließen lassen, die zu dem ganzen Konzept gut passen. So können wir den Wind rufen um uns den Weg zu unserem markierten Ziel zeigen zu lassen. Um unsere Gesundheit zu stärken, können wir ein heißes Bad in den Quellen nehmen, neue Talismane finden wir Dank der Fuchse, die uns den Weg zu einem kleinen Schrein zeigen.

Apropos Talisman. Auch wenn sich im direkten Vergleich nicht viel zu den Konsolen-Versionen geändert hat, muss ich den Talisman der hündischen Anwerbung hervorheben. Soweit ich mich erinnere, gab es diesen weder auf der PS4 noch auf der PS5. Der Talisman erhält man automatisch nachdem man den Prolog durchgespielt hat. Rüstet man ihn aus, kann man sich an die Hunde in mongolischen Lagern heranschleichen und sie streicheln. Damit schließen sich die Tiere Jin im Kampf an und stellen sich somit gegen ihre ehemaligen Besitzer.

Ghost of Tsushima - (C) Sony, Sucker Punch

Ghost of Tsushima – (C) Sony, Sucker Punch

Ein gutes Kampfsystem

Etwas worin Ghost of Tsushima heraussticht, ist nicht nur das allgemein sehr stimmige Gameplay, sondern auch das Kampfsystem.  Jin erlernt im Verlauf neben seiner Schwertkampfkunst eines Samurais immer neue Fertigkeiten. Darunter auch Techniken, die von Assassinen genutzt werden und nicht für Samurai. Wie man kämpft und welche Fertigkeiten du nutzt, hängt ganz von deinem Spielstil ab. Du kannst mit Jin die Mongolen fair and square in direkten Kampf herausfordern oder sie aus dem Hinterhalt niedermetzeln.

Durch das entdecken der Insel erweitert sich “Die Legende des Geistes”. Ein Synonym, welches sich ans Jins Versen haftet. Je mehr Dinge man entdeckt und je mehr Orte man von den Mongolen befreit umso bekannter wird “Der Geist” in Tsushima. Mit dieser Erweiterung erlangt man neue Fertigkeitenpunkte, die ihr nach belieben ausgeben könnt. Ihr könnt sie nutzen um Jins Schwertkunst zu stärken, neue Effekte für Sekundärwaffen wie Bomben und Kunais freischalten oder auch eure Assassinen Künste erweitern. Nach und nach werden auch neue Kampfhaltungen freigeschaltet, welche besondere Vorzüge bringen. So ist die Wind-Kampfhaltung zum Beispiel besonders Effektiv gegen Speere.

Ghost of Tsushima - (C) Sony, Sucker Punch

Ghost of Tsushima – (C) Sony, Sucker Punch

Kein Legenden-Modus ohne PlayStation Plus

Ja ganz richtig, obwohl der Titel auf PC erschienen ist, müsst ihr euch mit einem PlayStation-Account anmelden und ein aktives PlayStation Plus Abo haben um den Coop-Legenden-Modus nutzen zu können. Total dämlich, total unnötig, total dreist. Schön reden kann man das leider einfach nicht.

Fazit zu Ghost of Tsushima DIRECTOR’S CUT

Ich liebe das Spiel. Ich habe es bereits auf PS4 und PS5 gespielt und es wird einfach nicht langweilig. Wenn man über den Legenden-Modus hinweg sehen kann, gibt es grundsätzlich nur positives über Ghost of Tsushima zu sagen. Die Portierung auf den PC hat zwar einiges an Zeit gedauert, doch dafür ist sie gut gelungen und vor allem, ohne sichtbare Abstriche zu machen, spielbar.

ReviewWertung

9SCORE

Sucker Punch hat gut Arbeit geleistet bei der Portierung auf den PC.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

10

Gameplay

10

Story

10

Motivation

10

Steuerung

10

Multiplayer

5

Test-Hardware: Intel Core i7 8700K, NVIDIA GeForce GTX 1070 Ti, 12x 3.70GHz, 16GB DDR4, Gigabyte Z370P D3 Mainboard. Gespeichert auf Crucial MX300 SSD

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