Bungie in der Krise: So wird der einstige Halo-Entwickler auseinandergenommen
Das Entwicklerteam von Bungie wird in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Absorbiert PlayStation den einstigen Halo-Entwickler komplett?
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Nach Entlassungen und Umstrukturierungen beschäftigt Bungie "nur" noch etwas mehr über 800 Mitarbeiter
- Vor diesen Umstrukturierungen, insbesondere im Januar 2024, gab Bungie an, rund 1.350 Mitarbeiter zu haben
- Diese Zahlen verdeutlichen die bedeutenden Veränderungen, die das Unternehmen in kurzer Zeit durchlaufen hat
Wird es Bungie in Zukunft überhaupt nicht geben? Seit der Übernahme durch PlayStation hat sich einiges getan beim einstigen Halo-Entwickler (bis 2010; Halo: Reach). Bungie ist leider eines dieser First-Party-PlayStation-Studios, die die letzten Jahre nicht überzeugen konnten. Destiny 2 wurde zwar die letzten Jahre ständig aktualisiert, aber der große Clou passierte nicht. Der neue Ego-Shooter Marathon wurde angekündigt, die ersten Spieletests waren positiv, aber die Community bleibt skeptisch.
Nun schrumpft Bungie kontinuierlich. Ein ganzes Entwicklerteam wurde abgezogen, um an anderen PlayStation-Projekten zu arbeiten. Das strategische Partnerschaftsteam ist zu PlayStation gewechselt, wie Joss Price, Leiter des Partnerschaftsteams, auf LinkedIn bekanntgegeben hat. „Nach drei fantastischen Jahren bei Bungie ist mein Team zum Mutterschiff PlayStation gewechselt“, so Price.
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Bungie verliert laufend Mitarbeiter
Das ist heuer nicht das erste Mal, dass Bungie, das Studio hinter dem beliebten Spiel Destiny 2, erhebliche Veränderungen durchlauft.
2023 gab es es bereits Entlassungen und im Sommer diesen Jahres wurden 220 weitere Mitarbeiter auf die Straße gesetzt, was 17 Prozent der Belegschaft entsprach. Diese Entscheidung folgte auf eine Phase wirtschaftlicher Herausforderungen und Qualitätsprobleme, insbesondere im Zusammenhang mit der „Lightfall“-Erweiterung von Destiny 2. Hiroki Totoki von Sony sagte dazu, dass es bei der Umstrukturierung um Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung ging.
Trotz des finanziellen Erfolgs von Destiny 2 sah sich Bungie gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Unternehmensstruktur anzupassen und zukünftige Projekte besser zu positionieren.
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Wie wirken sich Massenentlassungen auf die Mitarbeiter aus?
Eigentlich wie in jedem Unternehmen, indem so etwas passiert. Die Moral innerhalb des Unternehmens wurde stark beeinträchtigt. Berichte sprechen von einer „niederschmetternden“ Atmosphäre, da verbleibende Mitarbeiter um ihre Zukunft bangen, so ein IGN-Bericht.
Zusätzlich gab es einen Bericht, dass Bungies CEO, Pete Parsons, inmitten der Entlassungen über 2 Millionen Dollar für Oldtimer ausgegeben hat, was zu weiterer Unzufriedenheit führte.

Destiny 2 spielten laut Schätzungen über 49 Millionen Gamer weltweit. Auf Steam, einer der Hauptplattformen des Spiels, erreichte Destiny 2 am 28. Februar 2023 mit 316.750 gleichzeitig aktiven Spielern seinen bisherigen Höchststand. – Bild: Bungie
Was bedeutet das für die Zukunft von Bungie und Destiny 2?
Fans sich sich uneinig. Es gibt Befürchtungen, dass Bungie vollständig in Sony integriert werden könnte. Ein solches Szenario würde nicht nur das kreative Erbe des Studios gefährden, sondern auch die Autonomie, die Bungie stets für sich beansprucht hat. Ob Bungie unter der PlayStation-Schirmherrschaft seine gewohnte Qualität und Freiheit bewahren kann?
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Aktuell arbeitet Bungie an einer mehrjährigen neuen Saga, die das Destiny-Universum auf völlig neue Weise erweitern soll. Die Entwickler möchten dabei nicht nur bestehende Fans begeistern, sondern auch neue Spieler in die Welt von Destiny ziehen.
Bungie steht jedoch vor bedeutenden Herausforderungen, die sowohl die Belegschaft als auch die Spielergemeinschaft betreffen. Die Entlassungen und internen Umstrukturierungen haben das Vertrauen vieler Fans und Mitarbeiter erschüttert. Gleichzeitig ist der Druck enorm, mit kommenden Projekten den Erwartungen gerecht zu werden.
Wir werden die nächsten Monate (und Jahre) sehen, wohin der Weg von Bungie gehen wird.
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