Sony schliesst Bluepoint und beerdigt damit den letzten Bloodborne-Traum
Sony schliesst Bluepoint Games. Das Studio galt als logische Wahl für ein Bloodborne-Remake. Jetzt ist diese Hoffnung Geschichte.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Am 19. Februar 2026 hat Sony bestätigt, dass Bluepoint Games geschlossen wird. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren ihren Job, das Studio stellt den Betrieb im März endgültig ein. Für die Bloodborne-Community ist das mehr als eine Unternehmensmeldung. Es ist das Ende einer Hoffnung, die jahrelang an einem einzigen Studio hing.
Warum alle auf Bluepoint gewartet haben
Bluepoint hatte mit dem Demon’s Souls Remake für PS5 bewiesen, dass ein PlayStation-Klassiker aus der From-Software-Schmiede behutsam und technisch brillant auf neue Hardware gehoben werden kann. Das Ergebnis war einer der besten Launchtitel der PS5. Die logische Schlussfolgerung der Community war eindeutig: Wenn Sony jemals ein Bloodborne-Remake in Auftrag gibt, dann bei diesem Studio. Diese Spekulation hatte nie eine offizielle Grundlage, aber sie war so weit verbreitet, dass sie sich als Erwartung festsetzte.
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Der Fan-Entwickler und die Abmahnung
Besonders bitter ist die Geschichte rund um Maxime Foulquier. Der französische Hobby-Entwickler hatte ein eigenes Fan-Remake von Bloodborne gearbeitet und im November 2024 oeffentlich darüber gesprochen. Kurz darauf erhielt er ein Cease-and-Desist-Schreiben von Sonys Rechtsabteilung, also eine formelle Aufforderung, das Projekt einzustellen. Er schwieg oeffentlich dazu, mit der Hoffnung, Sony könne vielleicht intern bereits an einem offiziellen Remake arbeiten. Dass dieses Schweigen Methode hatte, erklärte er nach der Bluepoint-Schliessung selbst.
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Seine Worte auf X waren deutlich: Ein so talentiertes Studio zu schliessen, obwohl kein Bloodborne-Remake in Entwicklung ist, und gleichzeitig Fan-Projekte abzumahnen, sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar.
Was Sony jetzt tun koennte und was wahrscheinlich ist
Theoretisch schliesst die Bluepoint-Schliessung ein Bloodborne-Remake nicht aus. Sony besitzt die IP, From Software ist der Entwickler des Originals, und andere Studios könnten das Projekt übernehmen. Praktisch ist das Szenario in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Hidetaka Miyazaki von From Software hat mehrfach betont, der Studio-Fokus liege auf neuen Projekten. Verlässliche Insider wie Tom Henderson oder Jason Schreier haben nie über ein Bloodborne-Remake berichtet. Das Originalspiel läuft bis heute auf PS4-Hardware mit 30 Frames pro Sekunde, ohne offizielles Upgrade und ohne PC-Version. Diese Situation besteht seit 2015. Dass Sony ausgerechnet jetzt handelt, wäre eine Kehrtwende ohne Vorzeichen.
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Was bleibt, ist Frustration und ein Spiel, das trotz anhaltender Nachfrage seit über zehn Jahren auf demselben Stand wartet.
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