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Artikel von Markus +

Was wäre, wenn Starfield plötzlich DAS „Star Wars“-Rollenspiel wäre, das wir uns seit Jahren wünschen? Keine sterile Leere, keine austauschbaren Planeten, sondern eine lebendige Galaxis voller Fraktionen, Städte, Kriminalität, Kriege und eigener Geschichten. Genau das versucht Star Wars Genesis und für viele Spieler ist es längst mehr als nur eine Fan-Mod.

Das Projekt wird als kostenlose Total Conversion für Starfield beschrieben. Hinter Genesis steckt Modder DeityVengy, der das Ganze kuratiert, erweitert und mit eigenen Inhalten füttert. Doch wichtig: Es ist kein Ein-Mann-Werk. Zahlreiche Mod-Autoren, freiwillige Helfer und beauftragte Assets fließen in dieses gigantische Projekt ein. Genesis ist eher ein koordiniertes Großprojekt als eine klassische Mod-Liste.

Kein „klassischer“ Starfield-Mod, sondern ein eigenes Spiel im Spiel

Star Wars Genesis will nicht einfach Starfield „reskinnen“ (oder so). Das Ziel ist laut Beschreibung ein komplettes Rollenspielerlebnis in einer rauen Star Wars-Galaxis. Neue Fraktionen, Bosse, Orte, Quests und Systeme sollen das Grundspiel grundlegend verändern. Du kannst Tage damit verbringen, auf Wüstenwelten als Vagabund zu überleben, mit Händlern zu handeln, Räuber zu jagen oder dich politischen Mächten anzuschließen. Metropolen erinnern an gewaltige Kernwelten, während Unterwelten, Schwarzmarkt und Imperiums-Patrouillen das Gefühl einer kontrollierten, gefährlichen Galaxis verstärken sollen.

Das hört sich zu schön an, um wahr zu sein? Und vor allem: spielbar zu sein?

Dabei orientiert sich das Projekt klar an Klassikern wie Knights of the Old Republic oder dem alten Star Wars Galaxies, also an Rollenspielen, die auf Freiheit, Rollenwahl und Langzeitmotivation setzen. Ein entscheidender Punkt ist der spielmechanische Ansatz. Star Wars Genesis will laut eigener Aussage typische Schwächen von Starfield ausmerzen: Wiederholungen, leere Planeten, immer gleiche Begegnungen. Stattdessen sollen einzigartige Inhalte über die gesamte Galaxis verteilt sein.

Neue Gegner, eigene Storystränge, exklusive Schauplätze und sogar ein erweitertes Endgame sollen dafür sorgen, dass Entdecken wieder Bedeutung bekommt. Auch HUD, Musik, Requisiten und viele Systeme wurden eigens angepasst oder neu gebaut. Teilweise mit Hilfe von KI, wie man zugibt. Andererseits ist mir das als Spieler eines Fan-Projekts auch ziemlich egal, wenn das Ergebnis passt. Und ja, Lichtschwerter gibt es auch. Sie sind nicht einfach nur ein Menü-Item, sondern in der Welt platziert, sodass du ihnen natürlich begegnest. Zusätzlich existieren sogar erste Machtfähigkeiten.

Ein Mega-Mod der einen Blick wert ist?

Star Wars Genesis ist kein einfacher „Download und los“-Mod. Die Installation läuft über den Wabbajack-Auto-Installer und setzt eine Steam-Version des Spiels voraus. Weder Xbox noch Game Pass oder Microsoft-Store-Versionen werden unterstützt und laut Projektseite wird das auch niemals passieren. Gründe sind harte technische Limits, fehlende Script-Erweiterungen und Mod-Beschränkungen auf diesen Plattformen.

Auch beim Modding selbst ist Genesis empfindlich. Der Entwickler warnt deutlich davor, Mods eigenständig zu aktualisieren oder Tools wie LOOT zu verwenden, da viele Inhalte stark angepasst wurden. Wer die Liste verändert, spielt außerhalb des offiziellen Supports. Genesis wird von einer Person geleitet, aber von vielen getragen. Assets stammen aus anderen Mods, aus Auftragsarbeiten und von freiwilligen Mitwirkenden. Ziel ist eine einheitliche Vision statt eines wilden Sammelsuriums.

Das Projekt wächst stetig weiter. Neue Inhalte, Story-Elemente und Systeme sollen regelmäßig dazukommen. Damit fühlt sich Star Wars Genesis weniger wie eine Mod und mehr wie ein alternatives Großprojekt innerhalb von Starfield an. Freiheit, Rollenwahl, Erkundung und eine dichte Galaxis statt leerer Räume. Fast zu schön um wahr zu sein. Aber ja, es funktioniert wirklich.

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