Windows-Update sorgt für FPS-Einbrüche bei NVIDIA – Gamer streiten über schnellen Fix
Ein Windows-Update soll bei NVIDIA-GPUs bis zu 20 FPS kosten. Ein Fix kursiert auf X.com, doch die Community ist sich uneinig.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Ein harmloses Windows-Update, ein paar Klicks und plötzlich laufen Games spürbar schlechter. Genau dieses Szenario sorgt aktuell für Diskussionen in der PC-Community. Auf X.com macht ein Beitrag die Runde, der vor deutlichen FPS-Einbrüchen bei NVIDIA-Grafikkarten warnt. Die Ursache soll ein bestimmtes Windows-Update sein. Und der vorgeschlagene Fix spaltet die Community. Denn hier geht es nicht nur um Performance. Es geht auch um Sicherheit. Und genau das macht die Debatte so hitzig.
Der Account HD OPTI veröffentlichte einen Hinweis, der innerhalb kurzer Zeit über eine Million Aufrufe erreichte. Die Warnung ist klar formuliert: Wer am Dienstag Windows aktualisiert hat und eine NVIDIA-GPU nutzt, könnte aktuell 15 bis 20 FPS verlieren. Verantwortlich dafür sei das Windows 11-Update KB5074109.
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Die empfohlene Lösung klingt einfach. Update deinstallieren, PC neu starten, fertig. Laut dem X.com-Account soll danach die gewohnte Performance zurückkehren. Viele Nutzer berichten in den Antworten tatsächlich von spürbaren Verbesserungen nach dem Neustart. Doch genauso schnell meldet sich auch die Gegenstimme.
Wie realistisch sind „15 bis 20 FPS“ mehr?
Schon kurz nach Veröffentlichung tauchen skeptische Kommentare auf. Ein Nutzer fragt offen, bei welcher Auflösung, in welchem Spiel und mit welcher Hardware dieser Verlust überhaupt gemessen wurde. Seine Aussage bringt ein zentrales Problem auf den Punkt: Pauschale FPS-Zahlen wirken schnell überzogen, wenn der Kontext fehlt.
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Andere Nutzer widersprechen weniger technisch, dafür grundsätzlicher. Ein Kommentar, der viel Zustimmung erhält, lautet sinngemäß: Warum sollte man ein Sicherheitsupdate deinstallieren, nur um kurzfristig ein paar Frames mehr zu haben? Genau hier kippt die Diskussion von Technik zu Grundsatzfrage.
Sicherheit gegen Performance, ein Konflikt mit Bart
Einige Stimmen auf X.com raten klar dazu, einfach abzuwarten. Patches von Microsoft oder NVIDIA seien der richtige Weg, nicht das Zurückdrehen von Updates. Besonders aus Sicherheitsgründen sei das Entfernen eines Windows-Updates keine gute Idee, selbst wenn es temporär Leistung kostet. Andere sehen das entspannter. Sie argumentieren, dass stabile Frameraten für viele Gamer essenziell sind, vor allem bei kompetitiven Spielen. Ein Nutzer schreibt, dass schon kleine Schwankungen das Spielgefühl ruinieren können, auch wenn es auf dem Papier „nur“ 15 FPS sind.
Wichtig: Weder Microsoft noch NVIDIA haben das Problem bisher offiziell bestätigt. Es handelt sich um einen Community-Bericht, der auf Nutzererfahrungen basiert. Das bedeutet nicht, dass er falsch ist, aber auch nicht, dass er jeden betrifft. Genau deshalb bleibt Vorsicht geboten. Was bei einem System hilft, kann bei einem anderen neue Probleme verursachen. Besonders dann, wenn es um System- und Sicherheitsupdates geht.

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Was du jetzt tun kannst
Wenn du aktuell FPS-Einbrüche bemerkst, lohnt es sich, das Thema im Auge zu behalten. Statt sofort Updates zu deinstallieren, empfehlen viele erfahrene Nutzer, auf offizielle Patches zu warten oder zumindest abzuwägen, wie stark dich der Leistungsverlust wirklich betrifft. Die Diskussion zeigt vor allem eines: PC-Gaming bleibt ein sensibles Zusammenspiel aus Software, Treibern und Updates. Und manchmal reicht ein einziges Windows-Patch, um eine ganze Community in Aufruhr zu versetzen.
Der angebliche FPS-Drop durch KB5074109 ist für viele ein echtes Ärgernis, für andere kaum relevant. Der schnelle Fix mag für manche funktionieren, doch er kommt mit Risiken. Zwischen Performance-Hunger und Sicherheitsbedenken gibt es aktuell keine perfekte Lösung. Am Ende bleibt es eine persönliche Entscheidung.
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