Ubisoft vor dem nächsten Streik: 51 Entlassungen sorgen für Protest
Beim geplanten Ubisoft Barcelona Streik protestieren Mitarbeiter gegen den geplanten Abbau von 51 Stellen.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Bei Ubisoft spitzt sich der nächste Arbeitskonflikt zu. Nachdem das Unternehmen eine umfassende Umstrukturierung seines Studios in Barcelona angekündigt hat, wollen die Beschäftigten mit mehreren Streiks gegen die geplanten Entlassungen protestieren. Insgesamt sollen 51 Arbeitsplätze wegfallen – das entspricht rund 28 Prozent der Belegschaft. Bereits am Anfang des Jahres wurden 130 Stellen in mehreren Studios gestrichen.
Die Arbeitsniederlegungen finden an mehreren Tagen zwischen Ende Juni und Mitte Juli statt und werden von der spanischen Gewerkschaft CGT organisiert. Die Mitarbeiter werfen Ubisoft vor, die Restrukturierung auf Kosten der Beschäftigten durchzuführen, obwohl das Studio weiterhin an wichtigen Projekten beteiligt ist.
Mitarbeiter stellen klare Forderungen
Im Mittelpunkt des Protests steht die Forderung, alle 51 betroffenen Arbeitsplätze zu erhalten. Darüber hinaus verlangen die Beschäftigten Garantien gegen weitere Massenentlassungen in den kommenden fünf Jahren. Außerdem fordern sie die Umsetzung bereits zugesagter Beförderungen, eine Rückkehr zu flexibleren Homeoffice-Regelungen sowie Verbesserungen bei Gehältern und Sozialleistungen.
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Die geplanten Stellenstreichungen sind Teil einer größeren Umstrukturierung bei Ubisoft. Das Studio in Barcelona soll sich künftig vollständig auf die Rainbow Six-Reihe konzentrieren und keine Unterstützung für andere Ubisoft-Projekte mehr leisten. Gleichzeitig baut der französische Publisher weltweit Stellen ab und schließt einzelne Standorte, um Kosten zu senken und die Unternehmensstruktur zu verschlanken.
Ubisoft steht weiter unter Druck
Der Konflikt in Barcelona reiht sich in eine Serie von Sparmaßnahmen ein, die Ubisoft seit Monaten umsetzt. Angesichts steigender Entwicklungskosten und mehrerer wirtschaftlicher Rückschläge setzt das Unternehmen verstärkt auf Umstrukturierungen und einen stärkeren Fokus auf seine wichtigsten Marken. Diese Strategie sorgt jedoch zunehmend für Widerstand innerhalb der Belegschaft.
Ob sich Ubisoft und die Gewerkschaft noch auf einen Kompromiss einigen können, ist derzeit offen. Fest steht jedoch, dass der Ubisoft Barcelona Streik den Druck auf den Publisher weiter erhöht. Während das Unternehmen seine Kosten senken möchte, kämpfen die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze und bessere Beschäftigungsbedingungen. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob beide Seiten eine Einigung erzielen oder der Konflikt weiter eskaliert.
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