Valve macht Ernst: SteamOS soll den Gaming-PC neu erobern
Valve macht den nächsten Schritt für SteamOS. Das Betriebssystem soll künftig nicht mehr nur auf Handhelds laufen, sondern auch auf klassischen Desktop-PCs und Steam Machines eine größere Rolle spielen.
René Nikel Seit Dino Wars oder North & South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, meine Leidenschaft für Videospiele allerdings nicht. Bereits mit fünf Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Indie Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zur Grundausstattung. Seit mittlerweile fast zehn Jahren verbinde ich meine Begeisterung für Videospiele außerdem mit dem Gaming Journalismus.
SteamOS war lange eng mit dem Steam Deck verbunden. Das Linux-basierte Betriebssystem wurde zum Herzstück von Valves erfolgreichem Handheld und zeigte, dass PC-Gaming auch ohne Windows funktionieren kann. Nun deutet jedoch immer mehr darauf hin, dass Valve deutlich größere Pläne verfolgt.
Aktuellen Berichten zufolge arbeitet das Unternehmen daran, SteamOS für normale Desktop-PCs und weitere Geräte zu öffnen. Damit könnte Valve einen neuen Versuch starten, sein eigenes Gaming-Ökosystem unabhängig von Microsoft auszubauen.
Für viele Gamer dürfte das zunächst unspektakulär klingen. Tatsächlich könnte die Entwicklung jedoch weitreichender sein, als es auf den ersten Blick erscheint.
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SteamOS soll auf mehr Hardware laufen
Der wichtigste Unterschied zu früheren SteamOS-Versionen besteht darin, dass Valve das Betriebssystem nicht mehr ausschließlich mit dem Steam Deck verbindet.
Stattdessen soll SteamOS künftig auf deutlich mehr Hardware eingesetzt werden können. Dazu gehören klassische Desktop-PCs, zukünftige Steam Machines und möglicherweise weitere Geräte verschiedener Hersteller.
Besonders interessant ist dabei die Hardware-Unterstützung. Berichten zufolge arbeitet Valve unter anderem daran, die Kompatibilität mit Nvidia-Grafikkarten weiter zu verbessern. Genau dieser Bereich galt lange als einer der größten Stolpersteine für Linux-Gaming.
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Je besser die Unterstützung unterschiedlicher Hardware ausfällt, desto attraktiver wird SteamOS für normale PC-Spieler.
Die Steam Machine bekommt eine zweite Chance
Für viele dürfte die aktuelle Entwicklung Erinnerungen an die Steam Machines wecken. Bereits vor Jahren versuchte Valve, Gaming-PCs mit SteamOS als Alternative zu klassischen Windows PCs zu etablieren.
Damals blieb der große Erfolg allerdings aus. Die Hardware war teuer, die Software noch nicht ausgereift genug und viele sahen kaum Vorteile gegenüber Windows.
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Heute sieht die Situation anders aus. Das Steam Deck hat Millionen Spieler mit SteamOS vertraut gemacht. Gleichzeitig hat sich die Linux-Kompatibilität dank Proton enorm verbessert.
Proton ist die von Valve entwickelte Software, welche dafür sorgt, dass viele Windows-Spiele auch unter SteamOS laufen. Dadurch können Spieler auf Linux-basierter Hardware oft dieselben Titel nutzen wie auf einem klassischen Windows-PC.
Weniger Abhängigkeit von Windows
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unabhängigkeit von Microsoft. Mit SteamOS kontrolliert Valve die eigene Plattform deutlich stärker und kann viele Entscheidungen selbst treffen.
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Für Gamer bedeutet das potenziell mehr Auswahl! Wer künftig einen Gaming-PC ausschließlich für Steam nutzen möchte, könnte dies möglicherweise ohne Windows tun.
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Zwar bleibt Windows auf absehbare Zeit die dominierende Plattform für den PC. Dennoch zeigt die Entwicklung, dass Valve langfristig an einer Alternative arbeitet.
Valve denkt langfristig
Noch steht SteamOS auf normalen PCs am Anfang. Niemand erwartet, dass Windows in naher Zukunft verdrängt wird. Trotzdem zeigt Valves aktueller Kurs deutlich, wohin die Reise gehen könnte.
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SteamOS soll offenbar weit mehr werden als nur das Betriebssystem eines Handhelds. Stattdessen könnte Valve Schritt für Schritt ein eigenes Gaming-Ökosystem aufbauen, das vom Handheld bis zum Desktop-PC reicht.
Damit wächst die Auswahl für PC-Spieler. Gleichzeitig könnte sich die Entwicklung langfristig als deutlich bedeutender erweisen, als viele aktuell vermuten.
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