Steam: Indie-Entwickler verklagt Valve auf wettbewerbswidrigen Praktiken
Ein kleiner Indie-Entwickler zeigt Muskeln und zieht Valve vors Gericht wegen wettbewerbswidriger Praktiken bei Steam.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Der PC-Markt wird von Valve und seiner Plattform Steam dominiert, obwohl Epic- und Windows-Store Gebühren gesenkt und Angebote kostenlos aufbereitet haben. Laut GamesIndustry.biz hat Wolfire Games am 27. April eine Sammelklage gegen Valve eingereicht, die die Verkaufspraktiken anbelangt.
Die Klage wurde zusammen mit zwei Personen, William Herbert und Daniel Escobar, beim US-Bezirksgericht für den Westbezirk von Washington eingereicht.
Wolfire hat mehrere Spiele auf Steam, einschließlich Overgrowth und Receiver 2. Es geht um die Gebühren von 30% des Nettoverkaufspreis die Valve bei jedem Verkauf erhält, was laut Wolfire nur aufgrund der Marktbeherrschung von Steam möglich ist. Steam hat laut Gerichtsakten einen Anteil von 75% am US-amerikanischen PC-Spielemarkt.
Steam: Preisbindung für andere PC-Plattformen?
In der Klage wird auch ausdrücklich auf die „Key Price Parity“-Provision von Steam hingewiesen, die verhindert, dass Publisher PC-Download-Schlüssel auf anderen Plattformen als Steam billiger verkaufen. Diese Preisanpassung bedeutet, dass selbst wenn eine andere Plattform – wie Epic mit nur 12% Umsatzanteil ihre Games dort nicht billiger verkaufen dürfen.
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„Darüber hinaus weist Valve die Publisher ausdrücklich an, dass Valve diese Bestimmung durchsetzt, um eine Situation zu vermeiden, in der Kunden ein schlechteres Angebot für den Steam Store erhalten.“
Anders ausgedrückt, „Valve nutzt diese Einschränkung, um zu verhindern, dass Kunden anderswo als im Steam Store ein besseres Angebot erhalten“, erklären die Gerichtsdokumente . „Daher haben konkurrierende Distributoren keine sinnvolle Möglichkeit, Verlagskunden anzuziehen und Anteile von Valve wegzunehmen, da ihre Bemühungen, im Preiswettbewerb zu bestehen (z. B. durch Erhebung niedrigerer Provisionen), durch die Preisparitätsanforderungen von Valve blockiert werden.“
Valve muss auf die Vorwürfe von Wolfire Games noch reagieren.
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