PS6-Release erst später? Warum das auch für Valves Steam Machine richtig schlechte Nachrichten sind
Steigende RAM-Preise könnten nicht nur PS6 und andere Konsolen verzögern, sogar für Valves Steam Machine könnte das ernste Folgen haben.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Ankündigung der neuen Steam Machine klang für viele PC-Spieler wie ein kleiner Traum. Endlich ein Gerät von Valve, das die Offenheit des PCs mit dem Komfort einer Konsole verbindet. Doch die Euphorie hielt bei vielen nur kurz. Preisfragen, Verfügbarkeit und technische Hürden sorgten früh für Skepsis. Jetzt kommt ein neues Problem dazu und das trifft nicht nur Valve.
Denn ausgerechnet eine mögliche Verzögerung der PlayStation 6 könnte zum echten Warnsignal für die gesamte Branche werden, auch wenn andere Insider widersprechen.
RAM-Krise bringt die nächste Konsolengeneration ins Wanken
Derzeit explodieren aktuell die Preise für Arbeitsspeicher. Der Hauptgrund: der massive Bedarf durch KI-Technologien. Hersteller priorisieren lukrative Großaufträge aus der AI-Branche, klassische Consumer-Hardware bleibt auf der Strecke. Crucial wird es ab 2026 gar nicht mehr geben. Nicht weil der Hersteller pleite ging, sondern eben aus besagten KI-Grund. Laut Berichten diskutieren mehrere Konsolenhersteller intern sogar, den geplanten Release-Zeitraum der nächsten Generation von 2027/2028 nach hinten zu verschieben. Die Hoffnung: mehr Produktionskapazitäten, sinkende Preise, weniger Verluste pro Gerät. Nur ein Problem für Sony, Microsoft und Nintendo? Nein, auch für Valve.
Valve positioniert die Steam Machine als leistungsstarkes Hybrid-Gerät zwischen PC und Konsole. Genau das wird ihr jetzt zum Verhängnis. Anders als klassische Konsolen, die stark subventioniert werden, muss Valve wirtschaftlich deutlich vorsichtiger kalkulieren. Schon früh sorgten Gerüchte über einen Preis auf Niveau eines Mittelklasse-Gaming-PCs für Stirnrunzeln. Wenn RAM weiter teurer wird, bleibt Valve kaum Spielraum. Entweder steigt der Preis weiter oder es wird an der Leistung geschraubt. Beides wäre Gift für ein Gerät, das sich gegen etablierte Konsolen behaupten soll.

Crucial wird 2026 nach 30 Jahren eingestellt. Für Gaming-PC-Bastler wird das ein harter Winter, der sich über das ganze Jahr 2026 ziehen könnte. – Bild: Micron – Bildmontage
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Erinnerungen an PS5- und Xbox Series X-Chaos werden wach
Viele Konsolenfans erinnern sich nur ungern an den Launch der PlayStation 5 oder der Xbox Series X. Monatelange Lieferengpässe, überteuerte Reseller-Angebote, Frust statt Vorfreude. Und das bei Konzernen mit riesigen Lieferketten und globaler Marktmacht. Valve kennt diese Probleme selbst. Auch der Steam Deck war zeitweise nur schwer verfügbar. Eine neue Hardware-Plattform in einer angespannten Marktlage zu starten, ist ein enormes Risiko. Sollte sich die RAM-Krise weiter zuspitzen, drohen der Steam Machine nicht nur hohe Preise, sondern auch knappe Stückzahlen. Und genau das kann ein neues Produkt am Markt schnell ausbremsen.
Was diese Situation so brisant macht: Die aktuelle „Next-Gen-Konsolen-Debatte“ ist ein Frühwarnsystem. Wenn selbst Microsoft über Verzögerungen nachdenkt, zeigt das, wie ernst die Lage ist. Für Valve bedeutet das: perfekte Planung oder bitteres Erwachen. Die Steam Machine könnte ein Meilenstein werden oder ein weiteres Beispiel dafür, wie äußere Faktoren selbst gute Ideen ausbremsen.
Noch ist nichts entschieden. Aber die nächsten Monate dürften zeigen, ob die nächste Hardware-Generation wirklich später kommt. Und ob Valves mutiger Vorstoß zur falschen Zeit passiert. Fans hoffen, doch die Nervosität wächst spürbar.
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