Netflix bringt FIFA zurück: Neues Spiel erscheint 2026, ganz ohne EA Sports
Nächstes Jahr erscheint tatsächlich ein neues FIFA-Spiel, aber es wird nicht von EA Sports entwickelt, sondern von Delphi und erscheint von Netflix Games.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
FIFA 23 war das Letzte seiner Art. Die FIFA hat mit EA Sports gebrochen (oder andersrum) und seitdem kennen wir nur noch „FC“, also seit EA Sports FC 24. Wir sagen trotzdem alle noch immer „FIFA“ dazu, obwohl es nicht mehr oben steht. Das kennst du? Nun, ab nächsten Jahr wird es wieder ein FIFA geben.
Ein neues FIFA-Spiel ist offiziell angekündigt und es markiert einen echten Einschnitt für die traditionsreiche Fußballmarke. Ohne Beteiligung von EA Sports. Stattdessen kommt das nächste FIFA-Spiel von Netflix, entwickelt von Delphi Interactive, und soll 2026 erscheinen. Für Netflix-Abonnenten wird der Titel kostenlos spielbar sein. Zwar hatte die FIFA bereits 2023 angekündigt, weiterhin offiziell lizenzierte Spiele veröffentlichen zu wollen, doch lange blieb völlig offen, wie und mit wem das passieren sollte.
Jetzt ist klar: Netflix übernimmt.
Netflix bringt FIFA zurück, als Mobile-First-Spiel
Das neue, noch unbetitelte FIFA-Spiel entsteht bei Delphi Interactive und wird über Netflix Games veröffentlicht. Geplant ist ein Release für Android und iOS, ergänzt durch eine eingeschränkte Smart-TV-Version. Auf Fernsehern soll das Smartphone als Controller dienen, während die Mobile-Version voraussichtlich auch klassische Gamepads unterstützen wird.
Ein konkretes Datum gibt es noch nicht, aber das Ziel ist 2026. Der Zeitpunkt ist dabei kein Zufall: Die FIFA-Weltmeisterschaft startet am 11. Juni 2026 und findet in den USA, Mexiko und Kanada statt. Alles deutet darauf hin, dass Netflix Games das Spiel bewusst rund um das größte Fußballereignis der Welt platzieren will. Eine echte Konkurrenz zu EA Sports FC?
Entwickelt von den Machern von 007 First Light
Der Entwickler Delphi Interactive mag vielen noch kein Begriff sein, spielt aber bereits in der AAA-Liga mit. Das Studio aus Beverly Hills wurde 2020 gegründet und ist Co-Developer des James-Bond-Spiels 007 First Light gelistet, das am 26. März 2026 erscheinen soll. Auch wenn Delphi bisher kein eigenes Spiel veröffentlicht hat, ist die Verbindung zu IO Interactive ein starkes Signal für Produktionsqualität und Ambition.
Die Zielsetzung des Studios klingt jedenfalls selbstbewusst: „Unsere Mission ist einfach: Das zugänglichste, spaßigste und globalste FIFA-Spiel aller Zeiten zu entwickeln.“

FIFA 23 war der letzte Titel von EA, danach benannte man die jährliche Fußball-Simulation einfach in „FC“ um. – Bild: EA SPORTS
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Das erste FIFA-Spiel ohne EA Sports
Besonders bemerkenswert: Dies wird das erste FIFA-Spiel überhaupt, das nicht von EA Sports veröffentlicht wird. Netflix tritt hier nicht nur als Plattform, sondern auch als Publisher auf. Damit bestätigt sich, dass Netflix bereit ist, tief in den Gaming-Markt zu investieren, inklusive teurer Markenlizenzen.
Zum Vergleich: EA zahlte zuletzt rund 150 Millionen US-Dollar pro Jahr für die FIFA-Namensrechte. Berichten zufolge verlangte die FIFA 2021 sogar eine Milliarde Dollar für vier Jahre, was letztlich zum Bruch führte. Dass Netflix diesen Schritt nun geht, zeigt, wie ernst es dem Unternehmen mit Games als langfristigem Bestandteil seines Ökosystems ist.
Ob das neue FIFA-Spiel eher Arcade, Simulation oder etwas völlig Eigenes wird, ist noch offen. Klar ist aber: FIFA kehrt zurück, allerdings anders als je zuvor. Allzu groß ist das Entwickler-Team hinter dem unbetitelten FIFA-Spiel nämlich nicht. Laut LinkedIn gibt es bei Delphi Interactive 11 bis 50 Beschäftigte.
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