Käufer verlieren ihren Zugang zu diesem Switch-Spiel für immer – ohne Rückerstattung
Mit Aliens: Fireteam Elite geht das nächste Cloud-Spiel für die alte Switch offline. Streaming-Kritiker dürften sich bestätigt sehen.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Diese Nachricht kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Käufer von Aliens: Fireteam Elite auf Switch verlieren dauerhaft den Zugang zum Spiel, obwohl der Titel gerade einmal fünf Jahre alt ist. Seit Wochen äußern Gaming-Fans im Internet lautstark Bedenken zum Eigentumsrecht und der langfristigen Aufbewahrung von Videospielen. Ein Auslöser war die Ankündigung von Sony, ab 2028 keine physischen Spiele mehr herstellen zu wollen.
Auf der Switch erschien von Aliens: Fireteam Elite nur eine streambare Cloud-Fassung, die nun gänzlich offline ging (via VGC). Rückerstattungen sind keine geplant. Zuvor kündigte auch Square Enix an, die Cloud-Versionen von Kingdom Hearts auf der Switch im Jahr 2027 endgültig offline nehmen zu wollen. Käufer der Disney-RPGs bekommen Rabatte auf die neuen Fassungen von Kingdom Hearts für Nintendo Switch 2 (via Gamespot).
Kritiker von Downloads und Streaming werden lauter
Erst kürzlich verlautbarte Rockstar-CEO Strauss Zelnick, dass Cloud-Gaming bereits in drei Jahren der neue Standard sein würde. Fälle wie Aliens: Fireteam Elite könnten nun aber Streaming-Kritiker bestärken. Immerhin zeigt sich der Unmut inzwischen auch außerhalb von Internetforen. Rund 1,3 Millionen Europäer unterzeichneten die Bürgerinitiative “Stop Destroying Videogames”, die auf stärkere Eigentumsrechte und den Erhalt eines Spiels auch nach Ende des offiziellen Supports pochte.
Bei der EU-Kommission blitzte die Bürgerinitiative trotz des enormen Zuspruchs aus der Bevölkerung ab. Angeblich habe sich die Kommission zuvor mit Lobbyisten der Gaming-Industrie getroffen, ohne Vertreter der Initiative. Politiker in lateinamerikanischen Ländern wie Brasilien griffen das Thema wiederum kürzlich in Wahlkämpfen auf und forderten Untersuchungen von digitalen Marktplätzen wie dem PlayStation Network.
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