Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Mit dem HyperX Cloud 3 setzt HyperX seinen bekannten Headset-Kurs fort. Ich durfte das HyperX Cloud 3 in Weiß testen und habe es von HP zur Verfügung gestellt bekommen. Ich habe es in den letzten 4 Wochen mit diversen Spielen wie Resident Evil 9 Requiem oder Fatal Frame 2 getestet und an mehrere Plattformen angeschlossen.
Ich war auf das Headset tatsächlich sehr gespannt. Denn ich habe über die letzten Jahre sehr an meinem HyperX Cloud Revolver S gehangen, das durchaus einige Male geflickt wurde. Eigentlich bin ich sehr entspannt, was Technik angeht, Headsets und Kopfhörer hingegen sind ein Bereich, bei dem ich etwas wählerischer bin.
Das liegt nicht mal am Sound oder Design, sondern vor allem am Tragekomfort. Viele Headsets liegen sehr eng an. Das ist natürlich von Vorteil, um Geräusche von außen auszuschließen, allerdings gehöre ich leider zu jenen, bei denen dieser starke Druck schnell Kopfschmerzen auslöst. Bevor ich auf das Revolver S kam, habe ich gut ein Dutzend Headsets probiert, bis ich das passende gefunden habe.
Entsprechend erfreut war ich, dass sich das HyperX Cloud 3 super angenehm tragen lässt. Es liegt gut an, aber ohne dabei zu starken Druck auszuüben. Ich konnte es ohne Probleme mehrere Stunden zum Zocken und zum Arbeiten tragen, ohne dass es unangenehm wurde oder ich Kopfschmerzen bekam. Weswegen es jetzt endlich mein Revolver S in den wohlverdienten Ruhestand schickt.

HyperX Cloud 3
Verarbeitung & Alltagstauglichkeit
Das Headset wirkt stabil, hochwertig und gleichzeitig angenehm leicht. Wobei ich weißer Hardware immer etwas skeptisch gegenüberstehe, da sie natürlich wesentlich schneller dazu neigt, mal einen sichtbaren Makel zu bekommen. Aber selbst jetzt nach vier Wochen sieht das Headset in Weiß noch super aus, und das, obwohl ich es wirklich jeden Tag im Gebrauch habe. Allerdings muss ich sagen, die Version mit den rosa Akzenten gefällt mir sogar noch ein ticken besser.
Zudem wurde das Headset mit diversen Adaptern geliefert. Dank des AUX-Ausgangs konnte ich es entspannt an den PS5-Controller anschließen, der HDMI-Adapter ist ideal für den PC, und dank des Typ-C-Anschlusses könnte man es sogar am Handy nutzen.
Mikrofon & Klang: Weniger Wumms, mehr Klarheit
Und auch das Mikrofon kann für den Preis absolut souverän mithalten. Das HyperX Cloud 3 liefert eine Sprachqualität, die in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Stimmen werden klar, präsent und ohne störende Nebengeräusche übertragen. Damit eignet sich das Headset theoretisch nicht nur für Gaming, sondern auch für Streaming, Voice-Chat oder sogar Content-Produktion.

HyperX Cloud 3 Anschlüsse
Der allerdings größte Unterschied, der mir aufgefallen ist, ist, dass der Klang recht neutral ist. Durch das Revolver S war ich einen wesentlich kräftigeren Bass gewohnt, der beim Cloud 3 deutlich reduziert ist. Statt druckvoller Tiefen liefert das Headset eine flachere Wiedergabe, die weniger auf Effekt setzt und mehr auf Klarheit. Explosionen oder Schüsse wirken dadurch weniger wuchtig, während Schritte und Details klarer hervortreten. Das ist mir deutlich im Vergleich von Resident Evil 9 Requiem und Fatal Frame 2 aufgefallen. Die Mitten sind ausgewogen und leicht angehoben. Stimmen und Dialoge profitieren davon spürbar. Insgesamt ist der Klang sehr ausgewogen, was ich nicht schlecht finde. Es war einfach eine Umstellung, die ein paar Tage gebraucht hat, um sich daran zu gewöhnen.
Ortung auf einem neuen Level
Was mich natürlich vor allem begeistert hat, ist die Ortung der Geräusche. Echt irre, was sich da einfach getan hat. In Fatal Frame 2 konnte ich ohne Probleme genau hören, wo die Nachtmahre waren, und habe diese so nie aus den Augen verloren. Und es machte die Ortung von Gegnern um so vieles angenehmer und einfacher. Ich bin schon ein bisschen begeistert.
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An diesem Punkt muss man allerdings auch erwähnen: Durch die Software HyperX NGENUITY lässt sich das Headset auch noch einmal viel individueller einstellen. Es gibt diverse Presets, die man nutzen kann, man kann aber auch seine eigenen erstellen. Hier sollte man definitiv einen Blick reinwerfen.

HyperX NGENUITY
Fazit zu HyperX Cloud 3
Das HyperX Cloud 3 überzeugt vor allem dort, wo viele Headsets scheitern: beim Tragekomfort über mehrere Stunden hinweg. Gleichzeitig liefert es einen sauberen, klaren Klang, der sich bewusst von basslastigen Gaming-Headsets abhebt. Gerade bei der Ortung von Geräuschen spielt es seine Stärken voll aus und eignet sich damit hervorragend für atmosphärische oder kompetitive Spiele. Kleine Abstriche gibt es für alle, die einen besonders kräftigen Bass erwarten. Insgesamt ist das Cloud 3 jedoch ein starkes Gesamtpaket, das Komfort, Klang und Verarbeitung sinnvoll miteinander verbindet.
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