Halloween: The Game im Test – Michael Myers ist endlich zu Hause
Das Böse ist nach Hause gekommen...
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Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
Vorweg… ich bin vermutlich einer der größten John Carpenter’s Halloween Fans da draußen. Kein anderes Horror Franchise hat mich über Jahrzehnte gleichzeitig so gefoltert und begeistert wie dieses.
Michael Myers ist für mich nicht einfach irgendein Slasher mit weißer Maske. Er ist der Alptraum meiner Kindheit. Der Grund, warum dunkle Hausflure irgendwie immer einen Tick länger waren als am Tag. Und bis heute das Zentrum meines ganz persönlichen Nervenkitzels.
Entsprechend war Halloween: The Game für mich von der Ankündigung bis zum Release pure Vorfreude.
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Ich bin bei dieser Review also mal wieder absolut befangen.
Merkt euch das gleich mal.
Entwickelt wurde Halloween: The Game von IllFonic, die mit asymmetrischen Multiplayer Spielen wahrlich keine Anfänger mehr sind. Veröffentlicht wird das Spiel von IllFonic Publishing gemeinsam mit Gun Interactive. Technisch setzt man auf die Unreal Engine 5. Gespielt wird auf PS5, Xbox Series X/S und PC. Der Multiplayer bietet Platz für fünf Spieler und folgt einem klassischen 1 gegen 4 Prinzip. Der reguläre Release erfolgt am 8. September 2026, Besitzer der Deluxe Edition durften bereits am 4. September nach Haddonfield zurückkehren.
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Und jetzt reden wir über das eigentlich Wichtige…
Michael fucking Myers.
Halloween the Game: Die Story, die wahrscheinlich jeder kennen sollte
Falls jemand von euch John Carpenters Halloween von 1978 tatsächlich noch nie gesehen haben sollte…
Artikel schließen. Prime Video öffnen. Film ansehen. Dann wieder herkommen. Ich warte.
1963 ermordet der sechsjährige Michael Myers in Haddonfield, Illinois seine Schwester Judith mit einem Küchenmesser. Danach verbringt er 15 Jahre in einer psychiatrischen Einrichtung. In der Nacht vor Halloween 1978 gelingt ihm die Flucht. Michael kehrt nach Haddonfield zurück. Und das Böse kommt nach Hause.
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Mehr braucht dieser Film eigentlich gar nicht. Und nein… ich fange jetzt nicht mit Laurie Strode, Familienverhältnissen und den ungefähr drölf verschiedenen Halloween Zeitlinien an. Dafür brauchen wir einen eigenen Artikel. Entscheidend ist etwas anderes.
Denn genau diese legendäre Nacht bildet die Grundlage von Halloween: The Game.
Und jetzt geht einem Fan wirklich das Herz auf.
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Im Singleplayer werden wir selbst zu Michael Myers
Zum ersten Mal können wir die Ereignisse rund um „The Night He Came Home“ in einem eigenen Storymodus aus Michaels Perspektive erleben.
Als Michael. Fuck. Ich wusste gar nicht, wie sehr ich mir genau so ein Spiel gewünscht habe.
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Natürlich ist das ein ausgesprochen fragwürdiges Gefühl, wenn man kurz darüber nachdenkt, was man hier eigentlich spielt. Wir schleichen durch Haddonfield, verfolgen Menschen, beobachten sie aus den Schatten und warten auf den perfekten Moment.
Aber… fuck it.
Ich feiere jede Minute davon. Dieser Modus ist für mich als Fan das pure Michael Myers Erlebnis. Er ist kein Jason Voorhees, der brüllend durch eine Tür marschiert. Michael steht da. Schaut. Wartet. Und plötzlich ist er dort, wo er eigentlich nicht sein dürfte.
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Leider gibt es bei der ganzen Sache zwei Probleme. Der Singleplayer ist nicht sonderlich herausfordernd und vor allem viel zu schnell vorbei. Natürlich kann man die Challenges in den Kapiteln erfüllen und da wird es dann auch deutlich kniffeliger. Aber nicht zwingend länger.
Gerade deshalb ärgert mich seine Kürze sogar noch mehr. Ich hätte davon problemlos deutlich mehr gespielt. Bitte ein Mal das ganze Franchise durch. Mit Außnahme von Teil 3. Wir wissen dass du existierst, aber erkennen dich nicht an.
Der asymmetrische Multiplayer ist das Herzstück
Wir hatten ja schon einmal das Vergnügen, Michael Myers in einem asymmetrischen Horrorspiel zu steuern. In Dead by Daylight ist er als „The Shape“ spielbar und war dort schon immer mein Lieblingscharakter, wenn ich auf der Seite der Killer unterwegs war.
Halloween: The Game verfolgt grundsätzlich ein ähnliches Prinzip. Ein Michael. Vier potenzielle Opfer. Nur macht Halloween daraus wesentlich mehr als eine Jagd über eine Map.
Als sogenannte Heroes of Haddonfield müssen wir nicht einfach nur irgendwie abhauen. Wir versuchen gleichzeitig, die Bewohner der Stadt zu retten, warnen Zivilisten, organisieren Hilfe und alarmieren die Polizei. NPCs können sogar bewaffnet und eingesetzt werden, um Michael aufzuhalten und sich damit vielleicht ein paar kostbare Sekunden Vorsprung zu verschaffen.
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Und genau hier hat mich das Spiel wirklich überrascht. Denn es macht erstaunlich viel Spaß die Überlebenden zu spielen. Mehr Spaß als stumpf an irgendeinem Generator herumzuschrauben. Sorry, Dead by Daylight.
Und versteht mich da bitte nicht falsch. DBD ist ein geniales Horrorgame und nicht umsonst seit Jahren erfolgreich. Aber Halloween macht diese Seite des asymmetrischen Genres einfach anders.
Die Bewohner von Haddonfield fühlen sich nicht wie vier Leute an, die zufällig auf einer Map abgesetzt wurden. Man versucht wirklich, eine Stadt vor Michael Myers zu retten.
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Das passt. Und noch wichtiger… Es macht Spaß.
Hut ab davor.
Haddonfield sieht aus wie Haddonfield
Ich nenne diesen Abschnitt bewusst nicht „Grafik und Musik“. Über die Musik müssen wir nämlich noch gesondert reden.
Rein technisch liegt Halloween: The Game gar nicht so weit von Dead by Daylight entfernt. Gerade nachdem Behaviour Interactive dort über die Jahre ordentlich nachpoliert hat, schenken sich die beiden Spiele optisch nicht wahnsinnig viel.
Halloween sieht besser aus. Aber wirklich nur einen Tick. Das Entscheidende ist aber ohnehin nicht die Anzahl der Pixel auf Michaels Maske.
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Es ist der Stil. Und der sitzt.
Man merkt an jeder Ecke, wie wichtig IllFonic die Vorlage von 1978 war. Noch dazu waren mit John Carpenter und Malek Akkad zwei der wichtigsten Namen des Franchise direkt an der Produktion beteiligt. Carpenter fungiert als Executive Producer, ebenso Malek Akkad.
Dieses Haddonfield Feeling ist einfach einzigartig. Die Straßen. Die Häuser (Und ja natürlich bin ich sofort in das Myers Haus rein!). Die Beleuchtung. Die Farben.
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Diese scheinbar friedliche amerikanische Vorstadt, bei der man trotzdem permanent das Gefühl hat, dass irgendwo hinter einer Hecke ein weißes Gesicht steht und einen beobachtet. Ich könnte dieses Spiel vermutlich auch einfach laufen lassen, ohne irgendetwas zu tun, und wäre trotzdem schon in dieser beklemmenden Halloween Stimmung.
Und dafür gibt es einen sehr guten Grund.
John Carpenters Musik ist die halbe Miete
Diese Musik.
Es reichen ein paar Töne. Mehr braucht es nicht.
John Carpenter hat für Halloween 1978 einen der markantesten Horrorsoundtracks der Filmgeschichte geschaffen und genau diese musikalische DNA wird im Spiel gnadenlos ausgespielt. Diese schleichende, nervenaufreibende Hintergrundmusik, die eigentlich nur eine einzige Botschaft vermittelt:
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Hier ist überhaupt nichts in Ordnung. Dann setzt die Verfolgungsmusik ein. Michael ist hinter dir. Und vermutlich kennt diesen Sound mittlerweile selbst jemand, der Halloween noch nie gesehen hat.
Noch besser sind für mich aber diese kleinen musikalischen Spitzen. Diese verzerrten Töne, wenn Michael plötzlich aus einem Schatten tritt oder jemandem innerhalb einer halben Sekunde an der Kehle hängt.
Für Fans sind diese Sounds keine Hintergrundmusik. Sie sind Halloween. Der Film wäre ohne Carpenters Musik nicht derselbe. Und dieses Spiel wäre es ebenfalls nicht.
Perks, Waffen und Fähigkeiten
Natürlich kommt auch Halloween: The Game nicht ohne Progression aus.
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Die unterschiedlichen Charaktere besitzen eigene Fähigkeiten, Ausrüstung und damit auch unterschiedliche Spielweisen. Dazu kommen Perk Karten, die nach und nach freigeschaltet und ausgerüstet werden können. Damit lässt sich der eigene Spielstil noch weiter anpassen.Davon kann man jetzt halten, was man will.
Für mich persönlich ist das eher… Meh. Gehört halt dazu.
Ich weiß, dass es Spieler gibt, die sich stundenlang mit irgendwelchen Builds beschäftigen und aus drei Prozent schnellerem Irgendwas eine komplette Wissenschaft machen. Ich bin nicht dieser Spieler. Mir geht es hier um den Fun Faktor. Ich will Michael Myers durch ein Wohnzimmerfenster beobachten. Bzw. Will ich irgendwo hinter einem Baum stehen und warten oder mir einen Einstiegspunkt in ein Haus suchen und in der Küche auftauchen.
Ich will jemanden retten, während irgendwo im Hintergrund die Musik eskaliert. Oder eben selbst die Maske tragen und dafür sorgen, dass Haddonfield eine ausgesprochen beschissene Halloween Nacht erlebt.
Dafür brauche ich keine Excel Tabelle mit Perks. Sorry not sorry.
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Und irgendwann schleicht sich Wiederholung ein
Das größte Problem von Halloween: The Game ist gleichzeitig eines, das dieses ganze Genre begleitet. Wiederholung.
Auch wenn die Möglichkeiten, Bewohner von Haddonfield zu retten, bunt gemischt sind und Michael gefühlt hundert verschiedene Varianten kennt, Menschen das Leben aus dem Körper zu prügeln, zu stechen, zu schlitzen, zu würgen oder ihnen diverse Knochen und Gliedmaßen zu brechen…
Am Ende startet irgendwann wieder die nächste Runde. Und dann noch eine. Und noch eine. Das wird repetitiv. Daran führt kein Weg vorbei.
Aber repetitiv bedeutet nicht automatisch schlecht. In Battlefield wird nach einer Runde auch nicht plötzlich aus einem Sturmgewehr ein Kochlöffel und in FIFA erfindet die nächste Partie den Fußball ebenfalls nicht neu.
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Die entscheidende Frage ist deshalb eine andere:
Wie viel Spaß habt ihr daran, immer wieder in diese Welt zurückzukehren?
Fazit zu Halloween: The Game – Wie sehr liebt ihr Michael Myers?
Halloween: The Game liegt irgendwo zwischen einem Kultspiel, das für Fans eigentlich schon seit Jahrzehnten überfällig war, und der Gefahr, irgendwann am eigenen Spielprinzip zu ersticken.
IllFonic hat verstanden, was Halloween ausmacht. Haddonfield fühlt sich richtig an. Michael fühlt sich richtig an. Die Musik sitzt. Die Jagd funktioniert.
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Und überraschenderweise macht sogar die Rolle der vermeintlichen Opfer richtig viel Spaß, weil wir eben nicht nur vor dem Killer davonlaufen, sondern tatsächlich versuchen, Haddonfield vor ihm zu beschützen.
Aber ich kann auch nicht ignorieren, dass sich das Grundprinzip wiederholt.
Wer mit asymmetrischen Multiplayer Spielen ohnehin wenig anfangen kann und auch mit Michael Myers keine besondere Verbindung hat, könnte hier relativ schnell das Interesse verlieren. Wer aber beim Anblick dieser Maske schon nervös wird… Wer die ersten Töne von Carpenters Theme hört und sofort weiß, was gleich passiert… Wer schon immer einmal selbst durch die dunklen Straßen von Haddonfield schleichen wollte…
Der dürfte hier verdammt viel Spaß haben. So wie ich.
Und ja, meine Wertung wird definitiv von meinem Fan Bias beeinflusst. Ich habe es euch am Anfang gesagt.
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Halloween: The Game ist nicht perfekt. Es birgt sogar ganz klar die Gefahr, irgendwann langweilig zu werden. Aber verdammt nochmal… Michael Myers ist endlich zu Hause.
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Test-System: PlayStation 5
Bei der Erstellung dieses Artikels kam Künstliche Intelligenz zum Einsatz (z. B. für Text, Recherche, Bilder oder Tabellen). Alle Inhalte wurden vor der Veröffentlichung sorgfältig von einem Menschen geprüft.
Definitiv keine 10, da das Game klare Schwächen besitzt und in der ewigen Wiederholung sehr schnell langweilig werden kann für Leute, die nicht wie ich hardcore Halloween Franchise Fans sind.
- Grafik9Dies ist kein AAA Blockbuster. Aber Haddonfield und auch die Figuren sehen sehr gut gemacht aus!
- Sound10Wenn John Carpenter den Sound für dein Game macht, hast du von mir sehr leicht 10 Punkte.
- Gameplay9Für mich als Fan ist dies purer Spaß und das wird sich so schnell nicht ändern. Es ist aber mit der Zeit repetitiv.
- Story10Ich will mehr von dieser Story. Ganz ehrlich. Ob als DLC oder eigenständiges Game. Das braucht mehr Zeit und mehr Erlebnis!
- Motivation8Ich hab keine Lust drauf Perkkarten zu sammeln. Aber das gehört zum Game und wird ehrgeizige und kompetitive Spieler freuen.
- Steuerung8Die Steuerung ist nicht immer ganz sauber und fühlt sich noch etwas unausgeglichen an. Insbesondere wenn Bürger SO viel schneller sind als Michael. Vermute aber hier eher ein Skill Issue von mir.
- Multiplayer10Der Multiplayer ist wirklich gelungen. Weil es auch Spaß macht die Bürger zu spielen. An dieser Stelle sogar mehr als bei Dead by Daylight.













