Close to the Sun – Review
Auf Teslas Schiff des Grauens
Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Spielbar in 3-4 Stunden
- Ein Setting in einer alternativen Realität des Jahres 1897
- Teilweise auch sehr lehrreich im Bezug auf Teslas Leben
Close to the Sun erschien bereits schon auf einigen Plattformen und ist nun auch auf Steam verfügbar. Wir haben das Game also auf dem PC getestet.
Die Story dreht sich um Rose Archer, deren jüngere Schwester als Forscherin auf Teslas Schiff der Helios arbeitet. Als Rose einen Brief von Ada erhält macht auch sie sich auf den Weg auf das Schiff und findet dort das Grauen selbst vor. Denn bei den Experimenten zur Gewinnung von Elektrizität ging etwas schief und hat Dinge freigelassen, die den Menschen nicht wohlgesonnen sind. Nun muss Rose sich ihren Weg durch das riesige Schiff bahnen um ihre kleine Schwester zu finden.
Close to the Sun bietet ein atemberaubendes Steampunk-Setting
Close to the Sun wurde von einem recht kleinen Indie-Team entwickelt und ist in knapp 3-4 Stunden durchspielbar. Wer Jagd auf die Collectables macht, kann auch noch mit etwas mehr Spielzeit reichnen. Dabei tauchen wir in der Ego-Perspektive in eine Setting einer alternativen Welt im Jahr 1897 ein. Tesla hat die Helios Gebaut um dort Wissenschaftler um sich zu scharen und in allen Bereichen zu forschen. Auch wenn wir uns hier in einer alternativen Realität befinden, werden dennoch einige Aspekte beibehalten. Wir zum Beispiel die Fede zwischen Tesla und Edison, der Spione auf das Schiff schickt um Daten von Teslas Forschung zu stehlen.
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Zudem liegt der Fokus im Spiel stark auf Physik, Elektrizität und Zeit. Zwar wandeln wir auch durch die Biologie- und Technik-Labore, doch diese dienen eher als Zwischenstationen. Doch alles teilweise sehr spannend gestaltet, das muss ich ehrlich zugeben. Über den Todesstrahl der in dem kleinen Tesla Museum in der Helios ausgestellt ist, musste ich sogar etwas lachen.
Ansonsten leider etwas Schwach auf der Brust
Auch wenn die Story, das Setting und die Grafik in Euphorie versetzt haben, muss ich leider sagen dass das Game ansonsten doch sehr wenig zu bieten hat. Die Amtosphäre ist zwar gruselig und auch die Gore-Elemente sind gut gelungen, ansonsten ist das Spiel allerdings mehr Explorativ aufgebaut. Schleichen und Springen können wir nicht und wenn man mal auf Gegner trifft, heißt es einfach wegrennen. Ansonsten sind wir damit beschäftigt uns durch das Schiff zu bewegen, der Story linear zu folgen und ein paar Collectables zu sammeln. Selbst die vielen Rätsel die eingebaut wurden, sind sehr leicht zu lösen.
Hinzukommt zudem, dass mir aufgefallen ist das einige Untertitel nicht übersetzt wurden. Vor allem in den letzten Kapiteln gibt es einige Zeilen in den Gesprächen, die die Lokalisierung übersehen haben. An sich für mich nicht dramatisch, aber bei der vielen Mühe die die Entwickler sich bei dem Spiel gegeben haben, wundert es mich etwas das hier dann doch so schlampig gearbeitet wurde. Vor allem da Close to the Sun nicht erst seit kurzem auf den Markt ist.
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Noch ein paar Lustige Elemente zum Schluss
Nichts desto trotz war ich von dem Spiel sehr angetan. Auch wenn wir uns in der alternativen Realität befinden, fande ich einige Dinge im Spiel doch sehr erheitern. Darunter nicht nur die Fede zwischen Tesla und Edison, sondern auch die Tatsache das es andere bekannte Wissenschaftler in das Spiel geschafft haben. Darunter auch niemand geringeres als Albert Einstein im zarten Alter von 18 Jahren, welchen die Crew als eine Art Nervensäge darstellten. Auch das Gerücht von Teslas Liebe zu einer Taube wurde mittels einiger Zeichnungen die man finden kann, im Spiel verewigt. Wer in diese Richtung etwas bewandert ist oder sich dafür interessiert, wird hier einige Schmunzler nicht vermeiden können.
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Fazit
Close to the Sun hat mir persönlich viel Spaß gemacht, auch wenn die Rätsel für meinen Geschmack etwas schwerer hätten sein können. Doch die Story, das Setting und die ganze Grundidee sind bei mir positiv Aufgeschlagen. Denn auch die Grafik ist eine wohltat für die Augen.
Schade nur das es mit 3-4 Stunden doch sehr kurzweilig ist und es sicherlich hier nicht schlecht gewesen wäre, etwas mehr in die Richtung von Stealth-Horror zu gehen. Für 20€ allerdings sein Geld wert, wer allerdings bei Epic Game aufgepasst hat, hat das Spiel dort im Store schon kostenlos erhalten.
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Ein fantastisches Horror-Game aus dem Indie-Bereich
- Grafik9
- Sound9
- Gameplay6
- Motivation6
- Steuerung8








