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Artikel von Markus Bauer +
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Black & White könnte tatsächlich zurückkehren. Peter Molyneux, Schöpfer der legendären Göttersimulation, glaubt nach eigenen Angaben, dass bereits Menschen an einem Remaster arbeiten. Eine offizielle Ankündigung von Electronic Arts oder Microsoft gibt es nicht. Molyneux ist nach eigener Aussage auch nicht an einem solchen Projekt beteiligt. Trotzdem ist seine Bemerkung bemerkenswert, denn Black & White lässt sich bis heute nicht einmal regulär digital kaufen.

Molyneux sprach darüber in einem neuen Interview mit PC Gamer. Eigentlich ging es um die Frage, warum nach Black & White 2 niemals ein dritter Teil erschienen ist. Am Ende ließ Molyneux allerdings einen wesentlich interessanteren Satz fallen: Er glaube, dass Leute an einem Remaster arbeiten. Mehr wollte er dazu nicht sagen.

Das ist noch keine Bestätigung. Molyneux arbeitet heute mit 22cans an Masters of Albion und ist weder bei EA noch bei Microsoft beschäftigt. Er sagt außerdem ausdrücklich nur, dass er glaube, von einem Remaster zu wissen. Trotzdem klingt die Formulierung auffällig konkreter als der übliche Wunsch nach einer Neuauflage.

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Black & White gehört zu den Spielen, die Fans seit Jahren zurückhaben wollen

Das Interesse wäre jedenfalls vorhanden. Das ursprüngliche Black & White von Lionhead Studios erschien 2001 und gehört bis heute zu den meistgewünschten Klassikern für eine Neuauflage.

Wer das Original besitzt, muss auf einem modernen Windows-PC mit Fan-Patches und Community-Lösungen arbeiten, um es zum Laufen zu bringen. Bei Black & White 2 sieht es ähnlich aus. Die Community hält das Spiel mit Mods am Leben. Bereits 2021 haben wir über ein 4K-HD-Texturen-Paket für Black & White 2 berichtet, das den inzwischen mehr als 20 Jahre alten Titel optisch modernisiert.

Warum gibt es eigentlich kein Black & White 3?

Molyneux nennt gleich mehrere Gründe. Einer davon ist überraschend technisch. Black & White war schon Ende der 1990er-Jahre schwierig zu entwickeln, weil viele seiner Systeme praktisch neu erfunden werden mussten. Der Spieler konnte jederzeit weit aus der Welt herauszoomen und anschließend wieder bis auf Bodenhöhe hineinzoomen. Gleichzeitig mussten Kreaturen, Bewohner und andere Systeme weiterlaufen.

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Traditionelle Optimierung werde dadurch wesentlich komplizierter, erklärt Molyneux. Normalerweise könne ein Entwickler große Teile einer Spielwelt ignorieren, wenn sich der Spieler gerade woanders befindet. Bei Black & White gehöre gerade die Freiheit, jederzeit überall hinzusehen, zum Kern des Spiels.

Hinzu kommt das Genre selbst. Klassische „God Games“ sind heute eine wesentlich kleinere Marktnische als Actionspiele, Shooter oder große Rollenspiele. Für einen Konzern ist es entsprechend schwieriger zu rechtfertigen, ein großes Entwicklerteam jahrelang auf eine technisch komplizierte Göttersimulation anzusetzen.

Black & White 2 erschien 2005 für den PC. - Bild: Lionhead Studios, EA

Black & White 2 erschien 2005 für den PC. – Bild: Lionhead Studios, EA

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EA und Microsoft machen ein Comeback zusätzlich kompliziert

Dann wären da noch die Rechte. Molyneux beschreibt die Situation selbst als kompliziert und nennt sowohl Electronic Arts als auch Microsoft als relevante Rechteinhaber rund um mögliche neue „Black & White“-Spiele.

Das ist eine direkte Folge der Geschichte von Lionhead Studios. EA veröffentlichte die ursprünglichen B&W-Spiele, während Lionhead später von Microsoft übernommen wurde. Microsoft schloss das Studio 2016. Rechte an Marke, Code und Veröffentlichung liegen dadurch nicht einfach bei einem einzigen Unternehmen.

Genau dieser Punkt gilt seit Jahren als eines der größten Hindernisse für eine Wiederveröffentlichung. Ein Remaster müsste nicht nur technisch modernisiert werden. Die beteiligten Rechteinhaber müssten sich überhaupt erst darauf einigen, dass sich die Arbeit lohnt.

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Ein Remaster wäre wahrscheinlich realistischer als Black & White 3

Und genau deshalb ist Molyneux‘ Bemerkung so interessant. Ein völlig neues Black & White 3 wäre teuer, technisch anspruchsvoll und müsste beweisen, dass für Götter-Titel noch ein ausreichend großer Markt existiert.

Ein Remaster des Originals wäre ein wesentlich kleineres Risiko. Gleichzeitig könnte EA beziehungsweise Microsoft sehen, wie groß das Interesse an der Marke heute tatsächlich noch ist.

Das wäre besonders spannend, weil Black & White mit seinen lernenden Kreaturen seiner Zeit erstaunlich weit voraus war. Du konntest dein Tier belohnen oder bestrafen und damit sein Verhalten langfristig verändern. Einer der Köpfe hinter diesen Systemen war Demis Hassabis, der später DeepMind gründete und 2024 den Nobelpreis für Chemie erhielt.

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Mit moderner KI ließe sich dieses Grundprinzip heute wesentlich weiter treiben. Genau das wäre langfristig vielleicht sogar der spannendere Weg für ein echtes Black & White 3.

Kommt wirklich ein „Black & White“-Remaster?

Noch können wir diese Frage nicht mit Ja beantworten. Es gibt keine Ankündigung, keinen Entwickler, keine Plattformen und keinen Release-Termin. Molyneux spricht lediglich davon, dass er glaubt, Menschen würden daran arbeiten.

Für eine seit 20 Jahren praktisch tote Spielereihe ist das trotzdem mehr als wir lange hatten. Noch 2021 kam ich zu dem Schluss, dass ein Black & White 3 kaum noch realistisch erscheint. An einem völlig neuen dritten Teil hat sich daran wenig geändert.

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Bei einem Remaster sieht die Sache anders aus. Und sollte Molyneux tatsächlich Informationen haben, über die er noch nicht sprechen darf, könnte Black & White nach mehr als zwei Jahrzehnten endlich wieder legal auf modernen PCs landen. Meine Steam-Bibliothek würde schon darauf warten!

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