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Back 4 Blood (PC) – Game Review

Es ist wieder Zeit mit Machete und Pillen die Untoten zu jagen: Back 4 Blood ist mehr als ein Left 4 Dead-Nachfolger.

Review von
Hoffman in Back 4 Blood, einer der acht spielbaren Charaktere. - (C) Warner Bros. Games und Turtle Rock Studios

Das Wichtigste in Kürze

  • Abwechslungsreiche Missionen mit wenig Hintergrundwissen
  • Bekanntes Umfeld, aber neue Gameplay-Mechanismen
  • Back 4 Blood ist für Horden-Shooter-Spieler das neue "Non-Plus-Ultra"

Loot-Shooter gibt es wie Sand am Meer. Auch Battle Royale. Back 4 Blood widersetzt sich den Trends und bringt uns etwas Altmodisches. Nachdem ich Stunden damit verbracht habe, einen kooperativen Ego-Shooter zu viert zu spielen, zwischen kartenbasierten Fortschritt immer wieder etwas Neues zu Erleben, kann ich sagen: Auf dieses Spiel habe ich gewartet, seitdem ich das Katana-Schwert das letzte Mal in Left 4 Dead gezogen habe.

Back 4 Blood spielt in einer postapokalyptischen Welt, die nicht ganz so trist wie jene von The Walking Dead ist. Es gibt mehr als eine Art von “Untoten” zu bekämpfen. Den Spieler erwartet keine intensive Kampagne mit Details, wie es dazu gekommen ist. 8 verschiedene “Cleaner” machen sich auf, um die Welt vor den Zombies zu befreien.

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Die vieraktige Kampagne benötigt auch keine große Hintergrundstory. Trotz der düsteren Aura, gibt es nicht viel, was wir erfahren müssten. Ein paar eintönige Witze hie und da reichen aus. Trotzdem ist das Gameplay genau das, was man sich irgendwie wieder erhofft hat.

Back 4 Blood im Test: Keine Scheu, aber viel Wumm

So viel vorab: Hätte man sich noch um eine düstere, eindrucksvolle und erklärende Story gekümmert, dann wäre Back 4 Blood ein klarer “10 von 10-Kandidat” geworden. Warum es nicht so ist, liegt daran, dass alles was mit der Story zu tun hat, sehr flach ist. Irgendwie legten die Entwickler mehr Wert auf das Gameplay und die vielen unterschiedlichen Zombie-Typen machen es aus, sowie das Gunplay.

Vieles in Back 4 Blood erinnert an Left 4 Dead. Das kommt nicht von irgendwo. - (C) Warner Bros. Games, Turtle Rock Studios

Vieles in Back 4 Blood erinnert an Left 4 Dead. Das kommt nicht von irgendwo. – (C) Warner Bros. Games, Turtle Rock Studios

In Back 4 Blood fühlt sich irgendwie jede Waffe richtig an, auch wenn man bestreiten darf, dass es in anderen Zombie-Apokalypsen nie so viel Munition gegeben hat. Egal ob Sturmgewehr, Magnum oder Baseballschläger mit Stacheldraht: Hau drauf und schieße was das Zeug hält. Es gibt sogar verschiedene Aufsätze, die nie ihren Wert verlieren.

Und zuverlässige Waffen benötigt man auch, an den Horden von Untoten und Super-Untoten, die umherlaufen. Wirklich “erschrocken” haben mich die “Sleeper”, die an den Wänden angeklebt sind, und nur darauf warten das lebendes Gewebe vorbeischaut, damit sie sich auf deinen Charakter stürzen können. Außerdem kann man oft seine Waffe gar nicht mehr erkennen, weil so viel Eingeweide und Blut auf einem klebt. Ja, der Nahkampf hinterlässt halt Spuren. An Brutalität kann man hier nicht viel mehr machen, außer dass man vielleicht noch irgendwelche Fleischstücke abkratzen müsste.

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Zwischen den unterschiedlichen Zombie-Typen kennen sich Left 4 Dead-Spieler aus, aber es gibt ein paar nette Ergänzungen. “Exploder” explodieren, wie der Name sagt. Andere spucken Säure, auch dass kennt man. Und dann gibt es noch riesengroße Ogar, oder so. Und irgendwo lauern auch diese Gollum-artigen Wesen, die auf einen draufspringen. Vieles erinnert an die gute alte Zombie-Zeit, und vieles wurde ergänzt. Natürlich aufgehübscht und mit mehr Details versehen. Die Umgebung ist dennoch so starr wie damals, dass hat man sich zum Beispiel nicht von Battlefield und Co abgeschaut. Eine Lampe wird immer dort stehen bleiben, wo sie ist, auch wenn man ein paar Magazine darauf jagt.

Karten-Decks als Gameplay-Ergänzung

Die wirkliche Neuerung im Gameplay sind die Karten-Decks, die für mich anfangs echt “unlogisch” geklungen haben, doch genau die machen es aus. Auch wenn man die vielen Einzelmissionen kennt, mit den unterschiedlichen Karten werden sie auch irgendwie anders. So kann man, wenn man eine falsche Karte bekommt, Vögel aufschrecken. Erschreckt man diese Vögel, lösen die eine Horde aus. Also noch mehr Zombies. Blöd ist es dann, wenn an dieser Stelle keine Munition mehr da ist, oder auch die Mitspieler keine Munitionskisten mehr mittragen, die sie verteilen. Dann gibt es noch Karten die Ausdauer, Munitionsvorrat und Co verbessern, oder jene die Faustschläge durch Messerattacken ersetzt. The Walking Dead lässt grüßen, ist aber nie wirklich gegenwärtig. Also an der Story hat man sich nicht bedient.

Back 4 Blood - (C) Warner Bros. Games, Turtle Rock Studios

Warum die Fleischteile an der Decke hängen kann ich nach der durchgespielten Kampagne nicht sagen, aber wirklich wissen möchte ich es auch nicht. – (C) Warner Bros. Games, Turtle Rock Studios

Mit der Kombination verschiedener Karten kann man es sich auch “einfacher” machen, indem man Gesundheit zurückgewinnt unter dem Spiel und auch sein Team quasi heilt. Oder man bekommt einen Oger, zusätzlich ins Spiel gesetzt. So oder so, nicht jede Runde fühlt sich gleich an. Es ist ein wenig wie in einem Rollenspiel, dass zufällige Elemente hinzufügt, aber ohne Levels oder Fähigkeitsbäumen.

Finde mich

Wenn man es wirklich darauf anlegt, dann hat man in wenigen Stunden die Kampagne durch. Wenn man aber wirklich “finden” möchte, dann kann man auch jedes Level durchstöbern – und findet etwas, wie Karten. Wer in der Schwierigkeit “Rekrut” spielt, der wird auch ohne diese Karten-Decks die Story erleben. Im Schwierigkeitsgrad “Veteran” sieht die Sache schon anders aus, dann lernt man damit zu leben. Oder man stirbt nur wenige Meter nach dem Start, also das ganze Team.

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Ich empfehle daher jeden im Rekruten-Modus erst einmal durchzuspielen und sich dann im Veteranen-Modus das Leben auszuspielen. Es ist wirklich hart. Sehr hart. Frustrierend. Irgendwer beim Entwickler Turtle Rock Studios lacht sich ins Fäustchen dabei, wenn er diese Zeilen liest, weil spielbar sieht anders aus – und ich rede hier nicht von Menschen die noch nie zuvor einen Shooter gespielt haben.

Back 4 Blood - (C) Warner Bros. Games und Turtle Rock Studios

Back 4 Blood – (C) Warner Bros. Games und Turtle Rock Studios

Back 4 Blood im Test: Abwechslung in vier Akten (und mehr)

Woran man sich nicht beschweren kann: Die vielen einzigartigen Missionen. Von ländlichen Städten im Nirgendwo bis hin zur Großstadt, über Hügel oder fleischige Überwucherung von Zombie-Mist.

Back 4 Blood ist kein gemütlicher Gang von Saferoom zu Saferoom, da sich die Ziele unter Umständen verschieben. Man muss Menschen aus Kokons retten, die anscheinend für andere Zwecke dort angebracht wurden, oder die Hand von Bob suchen, damit der Saferoom überhaupt aufgeht. Manchmal muss man auch “normale Gegenstände” suchen, wie Schlüssel oder man darf Sachen in die Luft sprengen. Irgendwie wird es nie fad, wenn man das erste Mal alles erlebt.

Schwarmmodus

Anders als die Kampagne lässt dieser Modus sich 4 gegen 4 antreten. Ein Team von Überlebenden gegen fiese Super-Zombies. Und alles findet in einem Battle Royale-ähnlichen Kreis statt. Klingt cool, aber irgendwie hat man gegen Super-Zombies nicht viel Chance. Außer man ist selber einer. Massenkontrolle ist für den Erfolg in diesem Modus von entscheidender Bedeutung und der Vierarmige Untote ist sowas wie Godmode. Das Balancing muss der Entwickler nochmal überdenken, sonst macht dieser Modus nicht wirklich viel Sinn. Also im eSports-Bereich wird man damit nicht berühmt.

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Fazit zu Back 4 Blood

Back 4 Blood gibt dem Horden-Shooter-Genre eine neue Wendung, indem man die Karten-Decks bringt. Die Kampagne ist abwechslungsreich, auch wenn man den Hintergrund nicht wirklich weiß. Der zählt anscheinend nichts, dafür viel Wumm Wumm.

Man hätte mehr darauf machen können – keine Frage – aber Back 4 Blood ist das was es ist: Ein kooperatives Abenteuer mit vielen ausgereiften Waffen und viel Freunde am Zombiejagen!

ReviewWertung

8SCORE

Back 4 Blood schafft nicht alles perfekt zu machen, bietet aber eine neue Variante eines sehr bekannten Shooter-Genres.

Detail-Wertung

Grafik

8

Sound

9

Gameplay

9

Story

6

Motivation

9

Steuerung

10

Multiplayer

8

Test-Hardware: Intel Core i7 10700K, 8x 3.80GHz; ASUS TUF GAMING Z490-PLUS, S. 1200 Motherboard, NVIDIA GeForce RTX 3080 10GB; 32GB Ballistix RAM DDR4-3600. Gespeichert auf NVMe M.2. Interne SSD.

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