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Videospiel-Streik droht als nächstes

Der Autorenstreik in Hollywood scheint beendet. Doch ein neuer Streik in der Videospielbranche wird immer wahrscheinlicher.

Stockfoto von Envanto.com - Bild von halfpoint

Über das Wochenende trafen sich die Verantwortlichen des Autoren-Streiks mit den großen Filmstudios zu finalen Verhandlungsgesprächen. Nun scheint es, als wäre der Hollywood-Streik der Autoren, der die Industrie seit Monaten lahmlegt, zum Ende gekommen. Doch die Schauspieler streiken immer noch. Und wie es aussieht, könnte es schon bald auch in der Videospielbranche so weit sein.

Die Nanny sprich sich für Videospiele aus

So stimmten am Monat 98,32 Prozent der Mitgliedern von SAG-AFTRA (Screen Actors Guild – American Federation of Television and Radio Artists) für die Autorisation eines Streiks in der Videospielbranche. Ähnlich wie die Schauspieler in Filmen und Serien, werden auch Schauspieler und Synchronsprecher in Videospielen durch jene Gewerkschaft vertreten. Die hohe Zustimmung zu einem möglichen Streik bedeutet zwar noch nicht, dass es auch tatsächlich dazukommt, sie schafft jedoch eine Verhandlungsbasis für kommende Gespräche. Die Präsidentin von SAG-AFTRA, “Die Nanny”-Schauspielerin Fran Drescher, betonte die Wichtigkeit der fairen Behandlung in der Videospielbranche.

“Es ist an der Zeit, dass die Videospielfirmen aufhören, Spielchen zu spielen, und ernsthaft eine Einigung über diesen Vertrag anstreben […] Das Ergebnis dieser Abstimmung zeigt, dass unsere Mitglieder den existenziellen Charakter dieser Verhandlungen verstehen und dass es jetzt an der Zeit ist, dass diese Unternehmen – die Milliarden von Dollar verdienen und ihre CEOs üppig bezahlen – unseren Darstellern eine Vereinbarung geben, die das Mitwirken in Videospielen als lebensfähigen Beruf erhält.” (via The Hollywood Reporter)

Die derzeit laufenden Verhandlungen inkludieren hierbei Bestimmungen in den Bereichen Synchronarbeit, Motion Capture, Stunt-Arbeit, sowie weitere schauspielerische Darstellungen, die im Zuge einer Videospielproduktion eingesetzt werden. Mit dieser Erklärung einer Streikmöglichkeit erhofft sich die Gewerkschaft den Druck zu erhöhen, damit Schauspieler in der Branche eine faire Bezahlung erhalten, die an die höher werdende Inflation angepasst ist. Damit unser Lieblingshobby auch weiterhin erhalten bleiben kann, weil alle Beteiligten für ihre erbrachte Leistung auch gerecht kompensiert werden.

Sollte es tatsächlich zu einem Streik kommen, dürfte die Branche mit den selben Auswirkungen rechnen, mit denen derzeit schon die Filmwelt zu kämpfen hat. 

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