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Spieltest: Crash Team Racing Nitro-Fueled

Welchen Platz macht der Beuteldachs auf der Switch ?

Als Mario Kart in den 90iger Jahren ins Konsolen Kart Racing Geschäft einstieg, dauerte es nicht lange und viele versuchten an den Erfolg anzuschließen. Crash Team Racing war der PlayStation-Ableger.

Viele haben es versucht, doch keiner hat es bis heute geschafft. Anwärter aus dem eigenen Haus alla Diddy Kong Racing kamen zwar nahe an den Thron heran doch wirklich gefährlich wurde es niemals. Einer der ganz wenigen Ausnahmen außerhalb der eigene Reihen war allerdings dass, 1999 von Naughty Dog entwickelte Crash Team Racing.

Zwar erinnerte es an vielen Stellen sehr stark an den Vorzeige Titel mit dem Klempner im Titel, doch die großartige Mechanik, ein anständiges Level-Design und ein aus Diddy Kong Racing bekannter Abenteuer Modus lieferte auch „Nicht-Nintendo-Jüngern“ ein ordentliches Kart Spiel.

Zwanzig Jahre später bringen Activision und Beenox, Crash Team Racing nun zum ersten Mal, in einer dem Spiele-Standard entsprechenden Version auch auf eine Nintendo-Plattform. Ebenso im 2019er Paket zu finden, sind die Strecken und Fahrer aus der damaligen Fortsetzung Crash Nitro Kart zu finden.

Die Ähnlichkeiten zu anderen Kart Games sind natürlich offensichtlich und doch schafft es Nitro-Fueled ein paar Dinge anders zu machen. Ob das nun gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Spieler wie ich die mit Mario Kart groß wurden und die Mechaniken im Schlaf beherrschen, werden beim Driften ein große Überraschung erleben.

Zum Driften muss auch hier ein Schulterknopf gedrückt werden, um sich in eine Kurve zu lehnen. Doch der Unterschied beginnt bereits bei der einfachen Unterscheidung ob links oder rechts Kurve plus der nötige Druck auf die jeweils andere Schultertaste um erwünschten Boost überhaupt zu erzielen.

Eigenartige Drifts in Crash Team Racing Nitro-Fueled

Für mich persönlich eine sehr eigenartige Art und Weise der Drift Mechanik die mir leider auch ein wenig den Fahrspaß genommen hat. Natürlich dürfen in einem Fun-Racer auf gar keinen Fall die Items fehlen. Wie bei den Kollegen des Genre sind diese natürlich auch bei Crash Team Racing – Nitro Fueled mit von der Partie. Anstatt eines blauen Schildkrötenpanzers findet man hier eine knisternde Warpkugel und statt Pilzen rote Nitros.

Des Pudels Kern bei Crash Team Racing ist der Abenteuer Modus. Wie anno dazu Mals bei Diddy Kong Racing, stürzt man sich in einem Kart seiner Wahl entweder im Classic Modus oder dem Nitro Fueled Modus ins Abenteuer. Während der Nitro Fueled Modus uns die Charaktere frei wählen lässt und unsere Kart nach Lust und Laune anpassen lässt, läuft der Classic Modus in etwa wie das Original des Jahres 1999 ab, nämlich sehr hart.

Zwar fügt der Nitro Fueled Modus einen Schwierigkeitsgrad hinzu, doch für einen Ausgleich hat es leider überhaupt nicht gereicht

Um im Abenteuermodus voranzukommen, muss man anders als zum Beispiel bei Sonic Racing, ein Rennen nicht nur in einer guten Position beenden sondern als erstes durchs Ziel fahren. Doch bereits der mittlere Schwierigkeitsgrad verlangt hier nahezu perfekte Rennen um auch nur den Hauch einer Chance zu haben. Während der einfache Schwierigkeitsgrad im kompletten Kontrast steht und man sich bei Rennen dieser Stufe, immer wieder einmal fragt ob denn die KI überhaupt noch mitspielt.

Doch das tatsächlich größte Problem des Titels sind ganz klar die Ladezeiten. Fühlen sich auf einer PS4 Pro bereits 20 Sekunden sehr lang an, schafft es die Switch Version auf unglaubliche 50 bis 60 Sekunden lange Ladezeiten.

Es gibt Strecken in Crash Team Racing, in denen man eine Runde in etwas mehr als 30 Sekunden schafft. Daher kommt es leider häufig dazu, dass man länger im Ladebildschirm festsitzt, anstatt sich am Rennen selbst zu erfreuen. Während die Grafik des Spiels im Dock Modus völlig in Ordnung ist, hapert es unterwegs im Handheld Modus aufgrund verwaschener Grafik dann doch leider. Aber die Framerate sei an dieser Stelle trotzdem Lobenswert erwähnt denn diese ist bewundernswert konstant.

Nur beim Online Multiplayer erinnerte der Titel mehr an eine Diashow als an einen Funracer

Ein vielversprechender Aspekt des Online-Erlebnisses ist allerdings die Veröffentlichung von neuen Content ab Juli. Dieser soll neue Strecken und Charaktere kostenlos hinzugefügt werden. Unter anderem soll dann auch Spyro unter den auswählbaren Charakteren zu finden sein.

FAZIT

Crash Team Racing war bereits 1999 eine echte Herausforderung. Trotz der grafischen Rundumerneuerung für eine neue Generation von Spielern, leidet der Switch Port von Crash Team Racing – Nitro Fueled an zu vielen Problemen. Zwar zeigten Beenox und Activision viel Liebe zum Detail bei der Umsetzung aber der unausgeglichene Schwierigkeitsgrad ebenso wie die extrem langen Ladezeiten degradieren den Titel leider nur auf den letzten Platz im Vergleich zu Mario Kart oder Team Sonic Racing.

Da kann man nur hoffen dass unter Umständen noch ein Patch nachgereicht wird, der die schlimmsten Probleme vielleicht ein wenig zu lösen weiß.

Crash Team Racing Nitro-Fueled ist seit 21. Juni 2019 für Nintendo Switch, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.

TestWertung

7SCORE

Der Switch Port von Crash Team Racing - Nitro Fueled leidet an zu vielen Problemen. Unausgeglichener Schwierigkeitsgrad und extrem langen Ladezeiten degradieren den Titel. Schade!

Detail-Wertung

Grafik

8

Sound

7

Gameplay

7

Motivation

6

Steuerung

7

Multiplayer

7

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