Fortnite reagiert auf Fan-Frust: Neues „Live-Ops-Team“ soll das Spiel retten
Nach wachsender Kritik stellt Fortnite ein festes Entwickler-Live-Ops-Team auf, das Stabilität, Gameplay und Quality-of-Life verbessern soll.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Bei Fortnite brodelt es gewaltig. Kapitel 7 ist gestartet, doch statt Euphorie dominiert Frust. Viele Spielerinnen und Spieler sprechen offen über den „Zustand des Spiels“, der nicht sehr positiv weg kommt. Ein Ausdruck, den Entwickler von Live-Service-Titeln eigentlich nie hören wollen. Jetzt reagiert Epic Games mit einem eigenen „Live-Ops-Team“.
Der neue Design Director Ted Timmins, der zuvor an Call of Duty: Warzone arbeitete und für seine offene Kommunikation mit der Community bekannt ist, hat eine deutliche Kursänderung angekündigt. Vor allem zum Start von Chapter 7 Season 1 häuften sich Beschwerden. Fortnite-Fans kritisieren fehlende Innovationen, zu viele Bots in Lobbys und eine gefühlte Überladung mit Crossover-Inhalten. Selbst große Creator äußerten sich öffentlich besorgt über die Richtung des Spiels.
Werbung
Design Director von Fortnite reagiert öffentlich auf Kritik
Ja, Epic Games liest mit, wenn die Community etwas zu sagen hat. Timmins räumt ein, dass der „Zurück zu den Grundlagen“-Ansatz für Season 1 zwar als Neustart gedacht war, sich aber für viele zu vertraut anfühlte. Die Sorge: Fortnite könnte seinen frischen, experimentellen Charakter verlieren.
„Ich habe die Kommentare zur Spielstabilität ebenfalls zur Kenntnis genommen. Wir haben bereits ein interdisziplinäres Live-Ops-Team eingerichtet, das sich täglich trifft, Feedback priorisiert und Maßnahmen zur Verbesserung des Spielerlebnisses sowie neue Komfort-Updates umsetzt. Dieses neue Team wird dauerhaft in die Entwicklerteams integriert, und ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Natürlich können wir nicht garantieren, dass alle Fehler behoben werden, und ich möchte keine falschen Erwartungen wecken, aber ich bin zuversichtlich, dass Sie in den kommenden Monaten und Saisons Verbesserungen feststellen werden“, so Ted Timmins auf X.com.

Fortnite Kapitel 7: Auf nach „Battlewood“. – Bild: Epic Games / Cutscene-Trailer
- Fortnite x Overwatch 2 Leak: Crossover offenbar kurz vor Ankündigung
- Lesenswerter Artikel
- Fortnite 2026 Roadmap enthüllt: Alle Updates, Seasons und Kapitel in der Übersicht
- Lesenswerter Artikel
- Fortnite, Call of Duty & Co: Diese Top 5 Games aus den USA kennen wir alle
- Lesenswerter Artikel
- ARC Raiders bald größer als Fortnite? – Streamer „übertreibt“ mit großer These
- Lesenswerter Artikel
- Die besten kostenlosen Spiele für 2026 – Unsere Top 17 in der Übersicht
- Lesenswerter Artikel
- Weihnachten ohne Fortnite: Login-Ausfall legt Epic-Games-Server lahm
- Lesenswerter Artikel
„Live-Ops-Team“ bewertet Spieler-Feedback
Diese Gruppe trifft sich täglich, wertet Feedback aus und priorisiert Verbesserungen für Stabilität, Balance und Quality-of-Life. Das Team soll dauerhaft bestehen bleiben. Es handelt sich also nicht um einen kurzfristigen Notfallplan. Timmins betont in seinem Beitrag, dass nicht jedes Problem sofort gelöst werden kann, verspricht aber spürbare Verbesserungen in den kommenden Monaten.
Werbung
Ein solches Team kann Bugs, Balance-Probleme und technische Baustellen angehen. Ob es jedoch größere Design-Entscheidungen wie die Menge an Crossover-Events oder Bot-Lobbys beeinflussen kann, ist fraglich. Solche Weichenstellungen liegen oft höher in der Unternehmensstruktur. Trotzdem ist es ein starkes Signal: Epic reagiert sichtbar auf die Stimmung der Community.
Steckt Fortnite in der Krise? Nein und ja. Die Spielerzahlen sind noch immer astronomisch hoch: Täglich spielen es aktuell bis zu 1,22 Millionen Menschen (via ActivePlayer.io). Zum Vergleich: Counter-Strike 2 erreicht auf Steam rund 1,42 Millionen Menschen (via SteamDB.info). Zu speziellen Events kann der Spielerstand von Fortnite fast schon magisch in die Höhe schießen. Bis zu 44,7 Millionen Spieler können an einem Tag schon online sein, über 14 Millionen gleichzeitig! Der Zero Hour-Event brachte 10,5 Millionen Spieler gleichzeitig ins Spiel. Über die Anzahl der registrierten Konten gibt es keine genauen Zahlen, diese liegen wohl knapp unter 700 Millionen.
Stimmt etwas nicht oder fehlt dir was? Melde dich, wir kümmern uns darum. Nutze unser Feedback-Formular!





