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Artikel von Markus +

Bei Fortnite brodelt es gewaltig. Kapitel 7 ist gestartet, doch statt Euphorie dominiert Frust. Viele Spielerinnen und Spieler sprechen offen über den „Zustand des Spiels“, der nicht sehr positiv weg kommt. Ein Ausdruck, den Entwickler von Live-Service-Titeln eigentlich nie hören wollen. Jetzt reagiert Epic Games mit einem eigenen „Live-Ops-Team“.

Der neue Design Director Ted Timmins, der zuvor an Call of Duty: Warzone arbeitete und für seine offene Kommunikation mit der Community bekannt ist, hat eine deutliche Kursänderung angekündigt. Vor allem zum Start von Chapter 7 Season 1 häuften sich Beschwerden. Fortnite-Fans kritisieren fehlende Innovationen, zu viele Bots in Lobbys und eine gefühlte Überladung mit Crossover-Inhalten. Selbst große Creator äußerten sich öffentlich besorgt über die Richtung des Spiels.

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Design Director von Fortnite reagiert öffentlich auf Kritik

Ja, Epic Games liest mit, wenn die Community etwas zu sagen hat. Timmins räumt ein, dass der „Zurück zu den Grundlagen“-Ansatz für Season 1 zwar als Neustart gedacht war, sich aber für viele zu vertraut anfühlte. Die Sorge: Fortnite könnte seinen frischen, experimentellen Charakter verlieren.

„Ich habe die Kommentare zur Spielstabilität ebenfalls zur Kenntnis genommen. Wir haben bereits ein interdisziplinäres Live-Ops-Team eingerichtet, das sich täglich trifft, Feedback priorisiert und Maßnahmen zur Verbesserung des Spielerlebnisses sowie neue Komfort-Updates umsetzt. Dieses neue Team wird dauerhaft in die Entwicklerteams integriert, und ich bin gespannt auf die Ergebnisse. Natürlich können wir nicht garantieren, dass alle Fehler behoben werden, und ich möchte keine falschen Erwartungen wecken, aber ich bin zuversichtlich, dass Sie in den kommenden Monaten und Saisons Verbesserungen feststellen werden“, so Ted Timmins auf X.com.

„Live-Ops-Team“ bewertet Spieler-Feedback

Diese Gruppe trifft sich täglich, wertet Feedback aus und priorisiert Verbesserungen für Stabilität, Balance und Quality-of-Life. Das Team soll dauerhaft bestehen bleiben. Es handelt sich also nicht um einen kurzfristigen Notfallplan. Timmins betont in seinem Beitrag, dass nicht jedes Problem sofort gelöst werden kann, verspricht aber spürbare Verbesserungen in den kommenden Monaten.

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Ein solches Team kann Bugs, Balance-Probleme und technische Baustellen angehen. Ob es jedoch größere Design-Entscheidungen wie die Menge an Crossover-Events oder Bot-Lobbys beeinflussen kann, ist fraglich. Solche Weichenstellungen liegen oft höher in der Unternehmensstruktur. Trotzdem ist es ein starkes Signal: Epic reagiert sichtbar auf die Stimmung der Community.

Steckt Fortnite in der Krise? Nein und ja. Die Spielerzahlen sind noch immer astronomisch hoch: Täglich spielen es aktuell bis zu 1,22 Millionen Menschen (via ActivePlayer.io). Zum Vergleich: Counter-Strike 2 erreicht auf Steam rund 1,42 Millionen Menschen (via SteamDB.info). Zu speziellen Events kann der Spielerstand von Fortnite fast schon magisch in die Höhe schießen. Bis zu 44,7 Millionen Spieler können an einem Tag schon online sein, über 14 Millionen gleichzeitig! Der Zero Hour-Event brachte 10,5 Millionen Spieler gleichzeitig ins Spiel. Über die Anzahl der registrierten Konten gibt es keine genauen Zahlen, diese liegen wohl knapp unter 700 Millionen.

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