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Aliens: Fireteam Elite (PS5) – Game Review

Horror, Aliens und ein Team von drei Spielern um Alien: Fireteam Elite zu bewältigen. Was steckt im Horden-Shooter drin?

Review von
Aliens: Fireteam Elite - (C) Cold Iron Studios

Das Wichtigste in Kürze

  • Koop-Survival-Shooter in der Third-Person-Perspektive, der im ikonischen Alien-Universum angesiedelt ist
  • Die "ultimative Jagd" mit zwei weiteren Mitspielern
  • 11 unterschiedliche Xenomorphs, die man bisher nicht aus dem Kanon der Filme (und Spiele) kannte

Videospiele zu Filmen haben eine lange Tradition. Die meisten dieser Spiele möchte man eigentlich aus dem Gedächtnis streichen, genauso wie umgekehrt Filme über Videospiele. Aber es gibt Ausnahmen. Bisher haben wir Alien-Videospiele an dem Horror-Schocker-Abenteuer Alien: Isolation aus dem Jahr 2014 gemessen, aber vielleicht sollten wir diesen Vergleich nun mit Aliens: Fireteam Elite machen.

Seit 40 Jahren schocken uns die Aliens, als erstmals 1979 der Kampf gegen die unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt von Ellen Ripley (gespielt von Sigourney Weaver) aufgenommen wurde. Seitdem haben wir sechs Alien-Filme gesehen. Aber auch Crossover mit Predator sind für Fans des Franchise unverzichtbar. Aliens: Fireteam Elite ist also ein explosiver Actionkracher, ein schwarmbasierter Titel, das irgendwo zwischen Left 4 Dead (oder bald auch Back 4 Blood) und Gears of War liegt. Kein AAA-Spiel, aber ein robuster Mid-Budget-Titel.

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Was gleich von Anfang an gesagt werden muss: Das Spiel macht alleine keinen Spaß. Man benötigt schon zwei andere Spieler, die dabei sind. Denn die stimmlosen Bots sind grau. Mehr als das, schon fast dumm. Aber mit zwei menschlichen Mitspielern geht der Horden-Spaß mit fiesen Aliens erst so richtig los.

Aliens: Fireteam Elite im Test – Kooperativer geht es gar nicht

Eine Fireteam-Kampagne besteht aus 4 Kapiteln mit jeweils 3 Missionen. Alles sieht aus als wäre es einem Alien-Film (eher einer der ersten beiden) entstanden. Metallkorridore mit Notbeleuchtung die umgeben von schleimigen Aliens sind. Und alte Tempel vergangener Zivilisationen, die eher an den Film Prometheus erinnern. Beim Leveldesign hat man also auch auf Fanservice geachtet. Gelegentlich kommt man auch nach draußen, aber diese Momente sind eher spärlich.

Aliens: Fireteam Elite - (C) Cold Iron Studios

Aliens: Fireteam Elite – (C) Cold Iron Studios

Das Spiel versucht nicht größer zu sein, als es hätte sein können. Wie gesagt, es handelt sich hierbei um keinen 200-Millionen-US-Dollar-Titel, sondern um ein Spiel das mit weniger Mitteln auskommen musste. Das Leveldesign an sich ist nicht all zu aufregend. Aber dennoch so spannend, dass man nicht gleich wieder abdreht. Man legt ein paar Schalter um, schnappt ein paar Teile und jagt meistens Hunderte von Aliens das Leben aus. So ist das Spiel eben.

Aliens sind fiese Kaliber

Wer nicht unter Klaustrophobie leidet wird sich mit dem schlichten Leveldesign durchaus anfreunden, denn dafür ist Aliens: Fireteam Elite ausgelegt. Denn man muss ballern. Richtig fies viel ballern. Wenn die Xenomorphe aus ihren Löchern kriechen, gibt es keine Verhandlungsrunde. Und wenn dein Mitspieler nicht die Decke im Auge hat, wo auch noch ein paar dieser grässlichen Viecher herausschlüpfen, dann war es das auch schon wieder. Mission gescheitert.

Selbst am Standard-Schwierigkeitsgrad kann einen Spieler leicht die Munition ausgehen. Oder das Team von insgesamt drei Spielern ist mit der Gewalt der Aliens überfordert.

Leg nicht den Schalter um

So eintönig ist ein Horden-Shooter gar nicht, wenn man die Sache ernst nimmt. Es gibt auch immer wieder Korridore, die für Abwechslung sorgen. Man bekommt in Aliens: Fireteam Elite auch die Möglichkeit sich zu sammeln, eine Verteidigung mit Geschütztürmen und Minen aufzubauen. Und natürlich auch die ikonischen Begegnungsmelder. Da steigt die Spannung, wenn dann die “Begegnung” ausgelöst wird. Und dann gibt es jede Menge Aliens die zu Matsch werden. Oder man deckt sich nicht gut genug als Team. Dann ist die Mission auch gleich wieder aus.

Aliens: Fireteam Elite - (C) Cold Iron Studios

Nicht nur die Standard-Aliens erwarten uns in Aliens: Fireteam Elite. – (C) Cold Iron Studios

Wenn man es aber als Team schafft das “Überleben” zu sichern, wird es wirklich aufregend. Wenn die Aliens durchbrechen, dann gibt es kein Aufhalten mehr. Denn so etwas wie eine “Nahkampf-Taktik” gibt es nicht. Man kann über einige Hindernisse drüber springen, aber man darf sich jetzt keine Parkour-Elemente wie in Dying Light vorstellen. Das Spiel ist in diesem Bezug etwas hölzern, also die Animationen durchaus nicht ausgereift. Am besten man haltet die Aliens in Schach.

Aliens: Fireteam Elite im Test – Eine große Auswahl an Xeno-Feinden

In den Filmen wird es nicht so ganz klar, aber im Spiel schon: Es gibt eine richtige Vielfalt unter den Xenomorphen. Auch wieder irgendwie passend für einen Horden-Shooter, dass nicht jeder Feind gleich ist. Es gibt die klassischen schwarzen Aliens mit hinterhältigen Angriffen, schillernde und rote Aliens, die allesamt etwas unterschiedlich anzugreifen sind.

Manche sind sogar etwas abgedreht und man hofft das diese nicht in den Kanon der Filme kommen. Sonst gibt es für den nächsten Alien-Film eine härtere Wertung als wie für Aliens vs. Predator 2. Ein Film wo man im Kino frühzeitig aufgestanden ist, damit man sich das nicht mehr antun muss.

Charakterwahl

So unterschiedlich die Gegner auch sein mögen, die Auswahl der verschiedenen Klassen macht für einen Spieler mehr Sinn. Da gibt es zum einen den “Demolisher”. Diese Klasse trägt die kultigsten Waffen der Serie, wie den Flammenwerfer. Man kann aber auch Mikrogranaten abfeuern. Eindeutig mein Favorit. Der “Doc” kann Geschütztürme aufklappen, während der “Gunner” eine Überladungsfähigkeit hat, die die Feuerrate aller beschleunigt. Desto schwerer man sich Aliens: Fireteam Elite einstellt, desto wichtiger wird der Taktiker, der über Spulenladungen verfügt, um die Gegner langsamer zu machen.

Matchmaking

Davon lebt das Spiel, wenn man selbst keine Freunde hat, die Aliens: Fireteam Elite haben. Wie gesagt, die Bots machen das Kraut nicht fett. Im Gegenteil, damit kann man maximal auf “Standard” das Spiel bewältigen. Aber auch nur wenn man genug Nerven hat und genug Skill.

Dafür gibt es das Matchmaking, und das wirklich gut. Es bringt die Spieler zusammen, die in diesem Moment genau dieselbe Mission mit demselben Schwierigkeitsgrad spielen. Derzeit eine gute Idee, aber wie die Sache in ein paar Monaten (oder Jahren) aussieht, traue ich mich an dieser Stelle nicht zu sagen. Falls das Spiel länger haltbar ist, also wenn sich ausreichend Spieler dafür interessieren, dann wird es auch noch lange bestehen. Sollte die Spieleranzahl schnell schwinden, macht der Titel überhaupt keine Laune. Außer die Entwickler patchen die Bots nach und lernen ihnen Strategien auch anzuwenden. Und ein paar Stimmen wären gut.

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Fazit zu Aliens: Fireteam Elite

Eine Überraschung und eine Enttäuschung zugleich. Das Spiel verbindet die Action der 1980er mit ikonischen Filmelementen und einem einfachen, süchtig machenden kooperativen Spiel. Es erfindet dabei das Shooter-Genre nicht neu, sondern erfüllt viel Aliens-Fanservice. Es gibt gelegentlich Einbrüche in der Framerate, auch auf der PS5, sowie einen eigenartigen Sound der Waffen. Auch seltsame Animations-Macken lassen dem Spiel anmerken, dass es kein AAA-Videospiel ist. Wie dem auch sei, dass sollte man wissen, bevor man die Katze im Sack kauft.

Wenn man zwei Mitspieler hat, macht der Titel richtig Laune. Alleine wird man damit keine Freude haben, so viel ist sicher. Eine Kaufempfehlung gibt es für alle Spieler die auf Horden-Shooter stehen. Wer alle Aliens-Filme noch dazu gesehen hat: Kauf es.

ReviewWertung

7SCORE

Aliens: Fireteam Elite ist ein interessanter Horden-Shooter der auf zwei Mitspieler angewiesen ist. Dann macht das Spiel auch trotz Macken durchaus Spaß!

Detail-Wertung

Grafik

7

Sound

6

Gameplay

7

Story

6

Motivation

8

Steuerung

8

Multiplayer

9

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