Xbox-Konsole ist tot? – Gründungsmitglied rechnet mit Microsoft hart ab
Xbox-Gründerin Laura Fryer erklärt: „Xbox-Hardware ist tot.“ Sie kritisiert Microsofts Strategie, sieht Game Pass im Fokus und zweifelt an der Konsolen-Zukunft.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Die Zukunft der Xbox-Konsole(n) steht einmal mehr zur Diskussion. Diesmal von prominenter Stelle: Laura Fryer, eine der ursprünglichen Entwicklerinnen hinter der allerersten Xbox und der Xbox 360, bezeichnet die aktuelle Strategie von Microsoft als „chaotisch“ und erklärt: „Xbox-Hardware ist tot.“
In einem emotionalen Rückblick-Video auf ihre Zeit bei Microsoft geht Fryer mit der aktuellen Ausrichtung des Unternehmens hart ins Gericht. Besonders die Partnerschaft mit dem Asus ROG Ally, einem Xbox-kompatiblen Handheld, sieht sie kritisch.
„Es gibt buchstäblich keinen Grund, dieses Gerät zu kaufen“, so Fryer. „Ich bin traurig, weil es für mich so aussieht, als ob Xbox keine Lust, oder schlicht keine Möglichkeit, mehr hat, selbst Hardware zu entwickeln. Diese Partnerschaft wirkt wie ein langsamer Rückzug aus dem Hardware-Geschäft.“
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Fokus auf Game Pass statt neuer Xbox Konsole mit hohen Verkaufszahlen?
Fryer sieht die Entwicklung als Symptom einer tiefer liegenden Veränderung: Der Game Pass steht klar im Zentrum, neue Konsolen-Entwicklung gerät offenbar ins Hintertreffen. Zwar erkenne sie den wirtschaftlichen Erfolg an, vor allem bei Remastered-Titeln wie dem Oblivion Remaster, doch sie fragt sich, wo die neuen Hits bleiben, die die Marke Xbox auf lange Sicht tragen können.
„Was wird Xbox in 25 Jahren noch bedeutsam machen?“, so das Xbox-Gründungsmitglied. „Man kann nicht ewig von Erfolgen vergangener Zeiten leben.“
Übrigens schlägt auch ein ehemaliger Xbox-Frontmann in die selbe Kerbe wie Fryer. Der ehemalige Präsident von Blizzard und Vizepräsident von Microsoft/Xbox, Mike Ybarra, teilte seine Gedanken zu X.com (vormals Twitter) mit und schrieb: „Es ist hart zu sehen, dass Xbox sich nicht im Klaren darüber ist, wer es ist und was es sein soll“, und meinte damit das kommende Handheld-Gerät.
Xbox 25th Anniversary als Wendepunkt?
Nächstes Jahr feiert Xbox sein 25-jähriges Jubiläum. Fryer zeigt sich gespannt, ob Microsoft diese Gelegenheit nutzt, um eine klare Vision für die Zukunft zu präsentieren. Vielleicht sei 2026 das Jahr, in dem sich der Nebel lichtet, wie sie es formuliert, doch aktuell fehle es an Orientierung.
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Die Aussagen kommen zu einem brisanten Zeitpunkt: Erst kürzlich wurde bekannt, dass Microsoft weitere Entlassungen in der Gaming-Sparte plant, möglicherweise sogar sehr bald. Besonders betroffen: Sales-Teams und das Xbox-Geschäft.
Gleichzeitig arbeitet Microsoft bereits an der nächsten Konsolengeneration, in Kooperation mit AMD. Offizielle Details oder ein Release-Zeitraum fehlen allerdings weiterhin. Fryers Äußerungen deuten an, dass selbst ehemalige Xbox-Verantwortliche kaum Vertrauen in diesen Neustart haben.
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