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Artikel von Arianusch +

Kaum ein Casting der letzten Jahre sorgt für so viel Gesprächsstoff wie die Frage: Wer übernimmt die Rolle von Lord Voldemort in der neuen Harry-Potter-Serie von HBO? Während zentrale Figuren wie Harry, Ron und Hermine bereits offiziell besetzt sind, hält sich der US-Sender bei der wohl ikonischsten Antagonistenrolle der Fantasy-Popkultur weiterhin bedeckt. Genau dieses Schweigen befeuert Spekulationen, Fan-Theorien und angebliche Leaks und macht Voldemort zum meistdiskutierten Casting der gesamten Serie.

In diesem Artikel werfen wir einen ausführlichen Blick auf den aktuellen Stand der Voldemort-Besetzung, sammeln alle relevanten Gerüchte, Dementis und Fan-Wünsche, ordnen Aussagen von Beteiligten ein und analysieren, warum HBO mit dieser Enthüllung so vorsichtig umgeht. Außerdem klären wir, ob Voldemort überhaupt schon in Staffel 1 auftauchen muss, oder ob die Serie bewusst einen anderen erzählerischen Weg einschlägt.

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Die neue Harry-Potter-Serie von HBO – ein Neustart mit enormem Erwartungsdruck

Mit der Ankündigung einer langfristig geplanten Serienadaption des gesamten Harry-Potter-Buchkanons hat HBO ein Projekt gestartet, das sowohl Fans als auch Kritiker:innen genau beobachten. Jede Staffel soll sich eng an einem der sieben Bücher orientieren, mit mehr Raum für Nebenfiguren, Weltaufbau und Details, die in den Filmen zwangsläufig zu kurz kamen.

Gerade deshalb ist die Besetzung von Voldemort mehr als nur eine Casting-Entscheidung. Sie ist ein Signal dafür,

  • welchen Ton die Serie anschlagen will
  • wie nah sie an den Filmen bleibt oder sich bewusst davon löst
  • und ob HBO bereit ist, kreative Risiken einzugehen

Ralph Fiennes’ Darstellung in den Kinofilmen gilt vielen als ikonisch. Gleichzeitig ist sie so präsent, dass jede Neubesetzung zwangsläufig mit diesem Erbe verglichen wird.

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Warum Voldemort das schwierigste Casting der Serie ist

Voldemort ist nicht einfach „der Bösewicht“. Er ist:

  • Symbol für Angst und Macht
  • ideologischer Kern des Konflikts
  • Projektionsfläche für Themen wie Rassismus, Faschismus und Entmenschlichung

Ein falscher Tonfall, ein zu vertrautes Gesicht oder eine zu nahe Anlehnung an die Filmversion könnten das gesamte Serienprojekt beschädigen. HBO weiß das – und agiert entsprechend vorsichtig.

Hinzu kommt: Voldemort ist in den ersten Büchern kaum physisch präsent. In „Der Stein der Weisen“ existiert er primär als Mythos, als Name, den niemand ausspricht. Genau das eröffnet erzählerische Spielräume – und möglicherweise auch einen späteren Casting-Reveal.

Cillian Murphy und das große Dementi

Kaum ein Name fiel in Fan-Kreisen so häufig wie Cillian Murphy. Der Oscar-Preisträger gilt vielen als perfekte Mischung aus Intellekt, Kälte und unterschwelliger Bedrohung. Fan-Edits, Concept-Art und Social-Media-Posts machten ihn über Monate hinweg zum inoffiziellen Favoriten.

Doch Murphy selbst machte den Hoffnungen wiederholt einen Strich durch die Rechnung. In mehreren Interviews dementierte er klar, Teil des Projekts zu sein. Keine Gespräche, kein Vertrag, kein Interesse – so zumindest seine öffentliche Linie.

Warum hält sich das Gerücht dennoch so hartnäckig?

  • HBO dementiert nicht aktiv
  • andere Beteiligte äußern sich ausweichend
  • Murphy passt thematisch perfekt ins Wunschprofil

Für viele Fans klingt das weniger nach einem endgültigen Nein und mehr nach klassischem NDA-Schweigen. Beweise dafür gibt es allerdings keine.

Matt Smith als alternative Fan-Wahl

Ein weiterer Name, der immer wieder genannt wird, ist Matt Smith. Bekannt aus „Doctor Who“ und „House of the Dragon“, bringt Smith eine fast unheimliche Körperlichkeit und Intensität mit, die viele Fans für Voldemort als ideal empfinden.

Auch hier gilt: offiziell bestätigt ist nichts. Smith selbst äußerte sich zurückhaltend, teilweise humorvoll, teilweise ausweichend. Gleichzeitig passt er perfekt ins HBO-Portfolio – ein Detail, das Spekulationen weiter befeuert.

„Die Rolle ist angeblich schon besetzt“ – was steckt hinter den Leaks?

Besonders brisant sind Berichte, laut denen Voldemort bereits gecastet wurde, der Name aber erst zur Serienpremiere oder sogar erst kurz davor enthüllt werden soll. Branchenportale wie IMDb News berufen sich dabei auf Insider-Quellen aus dem Produktionsumfeld.

Diese Strategie wäre nicht neu:

  • maximale Aufmerksamkeit zum Serienstart
  • Vermeidung monatelanger Fan-Debatten über die „richtige“ Wahl
  • Schutz des Schauspielers vor Online-Shitstorms

HBO selbst kommentiert diese Berichte nicht – was sie weder bestätigt noch widerlegt.

Ralph Fiennes gießt Öl ins Feuer

Besonders spannend war ein Interview, in dem Ralph Fiennes andeutete, er habe „gehört“, dass die Rolle bereits neu besetzt sei. Gleichzeitig lobte er Cillian Murphy öffentlich als „fantastische Wahl“.

War das ein Versehen? Ein Scherz? Oder ein echtes Indiz?

Fiennes’ Aussage ist bewusst vage, aber sie bestätigt zumindest eines: Hinter den Kulissen passiert offenbar mehr, als HBO zugibt.

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Matthew Macfadyen und die Hörbuch-Verbindung

Ein oft übersehener Aspekt ist die Verbindung zu neuen Audio-Produktionen rund um Harry Potter. In diesem Kontext fiel der Name Matthew Macfadyen, der Voldemort in aktuellen Hörbuch-Formaten spricht.

Das bedeutet nicht automatisch, dass er auch für die Serie vorgesehen ist. Aber es zeigt, dass Warner und HBO durchaus bereit sind, bekannte Schauspieler neu mit der Rolle zu verknüpfen – auch außerhalb der Filmkontinuität.

Reddit-Leaks: Eine „Lady Voldemort“?

Für besonders hitzige Diskussionen sorgte ein Reddit-Thread, laut dem HBO angeblich auch Frauen für eine alternative Voldemort-Interpretation gecastet haben soll. Die Idee: eine bewusste Abweichung vom Buch, eventuell als metaphorische oder temporäre Inkarnation.

Die Community reagierte gespalten:

  • Einige feiern den Mut zur Neuinterpretation
  • Andere verweisen auf Buchtreue und Rechtefragen
  • Viele halten es für gezielte Fake-Leaks

Offiziell ist auch hier nichts bestätigt. Doch allein die Tatsache, dass diese Idee diskutiert wird, zeigt, wie offen HBOs Casting-Prozess offenbar wahrgenommen wird.

Muss Voldemort überhaupt in Staffel 1 auftauchen?

Ein entscheidender Punkt, der in vielen Diskussionen untergeht: Voldemort muss nicht sofort erscheinen. Die Serie hat die Chance, den Mythos um ihn langsam aufzubauen:

  • Flüstern statt Auftreten
  • Angst statt Konfrontation
  • Präsenz durch Erzählungen, Träume, Visionen

Gerade für neue Zuschauer:innen könnte das effektiver sein als ein früher Reveal. Gleichzeitig erlaubt es HBO, die Casting-Enthüllung strategisch zu timen.

Warum HBO schweigt – und warum das Sinn ergibt

Das Schweigen ist kein Zufall. Es ist Marketing, Schadensbegrenzung und kreative Kontrolle zugleich. In Zeiten von Social Media kann ein unglückliches Casting innerhalb von Stunden zum Shitstorm führen. HBO minimiert dieses Risiko, indem es Informationen gezielt zurückhält.

Für Fans ist das frustrierend. Für den Sender ist es rational.

Geduld ist gefragt und Teil des Konzepts

Aktuell gilt nur eines als sicher: Die Voldemort-Besetzung ist noch nicht offiziell bekannt. Ob Cillian Murphy, Matt Smith, ein völlig unbekannter Schauspieler oder eine radikale Neuinterpretation – HBO hält alle Karten in der Hand.

Bis zu einer offiziellen Enthüllung bleibt Voldemort genau das, was er immer war:
eine dunkle Präsenz im Hintergrund, ein Name, der geflüstert wird, ein Mysterium.

Und vielleicht ist genau das der beste Start für eine neue Harry-Potter-Ära.

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