Twelve Minutes (PC) – Game Review
In Twelve Minutes haben wir das tragische Schicksal eines Ehepaares und der Kriminalpolizei in der Hand, bei dem wir die Wahrheit ergründen müssen.
DG Redaktion Die aktuelle DailyGame Redaktion setzte sich erstmals 2004 zusammen und berichtet seit jeher - mit kurzen Unterbrechungen und einem System-Wechsel - über die Welt der Videospiele.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Hochkarätige Synchronsprecher heben die Synchronisation auf vielversprechendes Level
- Spielmechaniken manchmal schwammig und undurchsichtig, wodurch oft Fehler unumkehrbar sind
- Ein kleines Point-and-Click-Adventure mit einer Spieldauer von 2-6 Stunden
Twelve Minutes ist ein Point-and-Click-Thriller-Adventure aus dem Hause Annapurna Interactive, welches Luis Antonio entwickelt hat. Antonio war damals ein Entwickler aus dem Hause Rockstar Games und Ubisoft und verfolgt mit seinem eigenen Studio nun eine unabhängige Karriere. Mit den hochkarätigen Synchronsprechern James McAvoy (X-Men: Dark Phoenix), Daisy Ridley(Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers) und Willem Dafoe (Zack Snyder’s Justice League) stand dem Erfolg nichts mehr im Weg! Oder? Oder…? Inwiefern uns das Adventure begeistert hat und ob die Erwartungen erfüllt wurden, erfahrt ihr in unserem Review zu Twelve Minutes!
Die magische Zeitschleife
In diesem Top-Down-Spiel steuert ihr den Protagonisten, der in einer Zeitschleife gefangen ist nachdem er die Wohnungstür betritt. Die Zeitschleife ist auch Namensgebend für das Spiel. Denn ihr habt insgesamt zwölf Minuten um das Geheimnis des Ehepaares zu lüften. Um welches Geheimnis es sich hier explizit dreht wird an dieser Stelle nicht verraten, um den Review so Spoilerfrei wie nur möglich zu halten. Jedoch ist es eure Aufgabe die Wahrheit von der verdrehten Lüge zu unterscheiden und einen Weg durch die Zeitschleife zu finden.
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Gameplay: learning-by-doing-Mentalität
Die Spielmechanik in Twelve Minutes ist sehr simpel gehalten, so wie wir es aus anderen Point-and-Click-Adventures kennen. Über ein Drag-and-Drop-System wandern manche Gegenstände in euer Inventar und stehen zur Verwendung bereit. Sei es das Glas mit Wasser aufzufüllen oder die Kerzen vom Tisch nehmen, um einen passenderen Ort zu finden. Eine Vielzahl an verschiedenen Gegenständen können angeklickt, inspiziert und kombiniert werden. Es liegt ganz in eurem eigenem ermessen welche Handlung ihr als nächstes abarbeiten möchtet. Denn zu keiner Zeit dürft ihr damit rechnen Hilfestellung vom Spiel zu erhalten.
Twelve Minutes ist ein interaktiver Thriller, bei dem ihr wirklich nur maximal zwölf Minuten Zeit habt um eine Lösung zu finden. Wenn die Zeitschleife wieder von Neu beginnt startet ihr jedoch nicht bei 0. Denn mit jedem Durchlauf tragt ihr mit eurem Protagonisten neue Details zu Tage und könnt dieses Wissen im nächsten Durchgang verwenden. In Twelve Minutes existieren viele kleine Details die entdeckt werden möchten. Zu Beginn wirken sie sehr unscheinbar, doch wer Eins-und-Eins zusammenzählt findet noch weitere versteckte Wege die einen ans Ziel bringen!
Anfängliche Vorfreude schwindet….
….da sich das Gameplay sehr schnell zu einem Trial-and-Error entwickelt und das ständige von Neu beginnen auf Dauer nervig ist. Denn geschieht euch mal ein kleiner Fehler, müsst ihr darauf warten das die Zeitschleife vorüber ist, oder euch einen Weg überlegen diese schnell zu beenden. Eure Taten können nicht Rückgängig gemacht werden und das Spiel zwingt euch diese Schritte abermals durchzuspielen um weiterzukommen.
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Wenn es richtig blöd läuft geschieht der selbe Fehler erneut und ihr dürft abermals von Vorne beginnen. Denn manchmal ist nicht wirklich ersichtlich welche Aktion ausgeführt wird und hierbei eher die Devise von „Probieren geht über Studieren“ an der Tagesordnung steht.
Technische Leistung
Aus technischer Sicht hat der Entwickler vieles Richtig gemacht und dabei sind noch nicht einmal die Synchronsprecher mit ein bezogen. Denn Twelve Minutes kommt mit einem sauberen und flüssigen Spielerlebnis daher, bei dem konstant die 60 FPS gehalten werden. Hinzu kommt die Auswahl die Oberfläche und Untertitel in wahlweise deutsch oder in 13 weitere Sprachen anzeigen zu lassen. Die Vertonung bleibt den englischen Synchronsprecher vorbehalten die jedoch ausgezeichnet ist und wohl zu den besten Aspekten des Spiel gehört. Beim Test hatten wir auch nicht mit Abstürzen oder anderen Unannehmlichkeiten zu kämpfen, wodurch wir uns vollkommen auf das Spiel konzentrieren konnten.
YouTube-Video
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Fazit zu Twelve Minutes
Twelve Minutes hat uns in den Trailern eine ausgeklügelte Geschichte versprochen, bei dem sich jeder Durchgang anders anfühlt. Doch mit dem Anspielen des Titels ist schnell klar geworden in welche Richtung sich das Spiel entwickelt. Nach anfänglicher Begeisterung von der frischen Idee des Entwicklers, hapert es an der eigentlichen Umsetzung. Denn nach nur wenigen Durchgängen entwickelt sich das ganze Erlebnis zu einem Trial-and-Error-Spielprinzip, bei dem die nötige Würze fehlt. Mit nur etwas mehr Immersion und einer verwobenen Geschichte hätte Twelve Minutes das Zeug zum Geheimtipp.
Wir haben es geschafft das Spiel innerhalb von 3-4 Stunden durchzuspielen. Besonders raffinierte Spieler schaffen es sicherlich auch noch schneller zu beenden. Da uns das Spiel dennoch ein nettes Point-and-Click-Adventure bietet, bei dem die Erzählung durch die Synchronsprecher im Vordergrund stehen, können wir es euch nur empfehlen. Für 21,- Euro macht ihr in der Hinsicht sicher nichts falsch und unterstützt das Soloprojekt des Entwicklers mit dazu!
Twelve Minutes ist seit dem 19. September für PC sowie Xbox One und Xbox Series X|S im Handel erhältlich!
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Test-System: Intel Core i9 9900K, NVIDIA GeForce GTX 1070, 32GB DDR 4
Nettes Point-and-Click-Adventure. Empfehlenswert für diejenigen, denen Wiederholungen nichts ausmachen und es mögen sich durch zahlreiche Möglichkeiten durchzuarbeiten!
- Grafik5
- Sound7
- Gameplay4
- Story4
- Motivation4
- Steuerung3











