Netflix betrachtet Fortnite als Konkurrenz
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Netflix behauptet mehr gegen Fortnite wettzustreiten (und an es zu verlieren) als mit HBO.
Netflix Aussage stammt aus einem Brief an die Investoren, der die allgemeine Situation des Unternehmens beschreibt. Und eigentlich geht es Netflix gut. Sie haben eine gute Zahl an Abonnenten und spekulieren aktuell, abermals die Preise erhöhen zu können, ohne allzu viel Gegenwind zu kassieren. Allerdings sind sie auch der Ansicht, es würde ihnen noch besser gehen, gäbe es Fortnite nicht. Die in der Überschrift gewählte Aussage stammt aus der Konkurrenz-Sektion des Briefs.
„We compete with (and lose to) Fortnite more than HBO“, so Netflix im Investorenbrief.
Analyst Michael Pachter sprang auf diese Aussage und bezeichnete den Vergleich als unsinnig. Dann könne Netflix auch direkt behaupten, sie konkurrieren mit Schlaf, Schule, Arbeit, Essen, Sex und dem Stuhlgang.
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Allerdings gab es auch Leute, die Netflix Ansicht verstehen können. Darunter niemand geringeres als der ehemalige Head of Strategy von Amazon Studios, Matthew Ball. Ihm zufolge ergibt der Vergleich durchaus Sinn, beispielsweise wäre er längst mit Narcos vierter Staffel durch, würde er nicht so viel Fortnite spielen.
https://twitter.com/ballmatthew/status/1086031834566270976?ref_src=twsrc%5Etfw
Das ganze ist ein schwieriger Fall. Denn an sich kann man die Medien nicht vergleichen. Videopsiele und Filme und Serien sind zwei Paar Schuhe und können nicht als direkte Konkurrenz betrachtet werden, wie beispielsweise Fortnite und PUBG, beide Spiele des gleichen Genres. Allerdings zielen sowohl Netflix als auch Fortnite beide auf die selbe finite Ressource ihrer (potentiellen) Kunden, nämlich Freizeit. In diesem Sinne konkurrieren allerdings alle Freizeitunterhaltungen und es ist ja auch nicht garantiert, dass alle Fortnite-Spieler, oder ein großer Teil, ohne das Spiel direkt Netflix schauen würden.
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Allerdings zeigt das, dass Videospiele als Medium ernstgenommen werden. Auch wenn sie schon seit ein paar Jahren gut Geld einbringen, waren sie als junges Unterhaltungsmedium doch immer ein wenig belächelt. Es ist gerade ein paar Jahre her, seit sie endlich als Kunst angesehen werden und selbst diese Debatte ist noch nicht zu Ende geführt. Dass ein Unternehmen, wie Netflix in einem Videospiel ernstzunehmende Konkurrenz sieht, kann man insofern durchaus positiv sehen.
via Netflix Brief an die Investoren
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