MSI zeigt einen Gaming-Router, der mehr kann als nur WLAN
Mit seinen neuen WiFi-7-Routern verfolgt MSI einen ungewöhnlichen Ansatz. Das Spitzenmodell bietet sogar einen integrierten SSD-Steckplatz und soll damit teilweise eine klassische NAS ersetzen können.
René Nikel Seit Dino Wars oder North & South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, meine Leidenschaft für Videospiele allerdings nicht. Bereits mit fünf Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Indie Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zur Grundausstattung. Seit mittlerweile fast zehn Jahren verbinde ich meine Begeisterung für Videospiele außerdem mit dem Gaming Journalismus.
Router gehören normalerweise zu den eher unscheinbaren Geräten im Haushalt. Sie sorgen für eine stabile Internetverbindung und verschwinden anschließend wieder im Hintergrund. MSI möchte das offenbar ändern und hat auf der Computex 2026 eine neue Generation von Gaming-Routern vorgestellt, die mit einer ungewöhnlichen Funktion auf sich aufmerksam macht.
Das Flaggschiff der neuen Serie trägt den Namen RadiX BE19000 NAS Lite Edition. Neben WiFi 7 und Übertragungsraten von bis zu 19 Gbit/s besitzt das Gerät einen integrierten Steckplatz für eine SSD. Damit soll der Router gleichzeitig als kompakte Speicherlösung dienen.
Router und Speicher in einem Gerät
MSI bezeichnet das Konzept als „NAS Lite“. Nutzer können eine SSD direkt in den Router einsetzen und anschließend Dateien im Heimnetzwerk teilen oder automatische Backups durchführen.
Damit möchte das Unternehmen eine Alternative zu klassischen NAS-Systemen schaffen. Zwar dürfte die Lösung nicht den Funktionsumfang ausgewachsener Speicherlösungen erreichen, für viele Anwender könnte sie jedoch völlig ausreichend sein.
Vor allem Spieler, die regelmäßig große Datenmengen zwischen mehreren Geräten austauschen, könnten von dieser Idee profitieren. Auch Familien, die Fotos oder Videos zentral speichern möchten, könnten Gefallen an dem Konzept finden.
WiFi 7 und hohe Geschwindigkeiten
Neben dem integrierten SSD-Steckplatz setzt MSI natürlich auch auf moderne Netzwerktechnik. Die neuen RadiX-Modelle unterstützen WiFi 7 und sollen besonders niedrige Latenzen für Gaming bieten.
Das Spitzenmodell erreicht laut MSI Geschwindigkeiten von bis zu 19 Gbit/s. Zudem setzt der Hersteller auf mehrere Hochgeschwindigkeitsanschlüsse und ein auffälliges Design mit acht Antennen. Damit richtet sich die Serie vor allem an Enthusiasten und anspruchsvolle Nutzer.
In den vergangenen Jahren haben sich Gaming-Router immer stärker von klassischen Geräten abgesetzt. Zusätzliche Funktionen, RGB-Beleuchtung und spezielle Gaming-Modi gehören mittlerweile zum Standard. Mit dem SSD-Steckplatz geht MSI nun allerdings einen Schritt weiter.
Hersteller suchen nach neuen Ideen
Der Router-Markt ist hart umkämpft. Asus, TP-Link, Netgear und andere Hersteller konkurrieren seit Jahren um anspruchsvolle Nutzer. Deshalb versuchen viele Unternehmen, sich durch besondere Funktionen von der Konkurrenz abzuheben.
MSI setzt dabei offenbar auf die Kombination aus Router und Speicherlösung. Der Ansatz könnte vor allem bei Nutzern Anklang finden, die keine separate NAS anschaffen möchten.
Ob sich das Konzept langfristig durchsetzt, bleibt allerdings abzuwarten. Viele Anwender bevorzugen weiterhin eigenständige NAS-Systeme, die deutlich mehr Möglichkeiten bieten.
Ein spannender Ausblick auf die Zukunft
Die Vorstellung zeigt jedoch, dass auch bei Routern noch Raum für Innovationen besteht. Während sich viele Hersteller ausschließlich auf höhere Geschwindigkeiten konzentrieren, versucht MSI zusätzliche Funktionen in den Mittelpunkt zu stellen.
Genau deshalb dürfte die neue RadiX-Serie für viele Technikfans besonders interessant sein. Denn nicht jeden Tag erhält ein Gaming-Router eine Funktion, die man bislang eher von NAS-Systemen kennt.
Ob andere Hersteller diesem Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten. Ungewöhnlich ist die Idee jedenfalls schon jetzt.
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