ARC Raiders könnte sein umstrittenstes Fortschrittssystem komplett abschaffen
Eigentlich sollten Expeditionen Anfang 2027 verbessert zurückkehren. Jetzt schließt Embark sogar eine vollständige Abschaffung nicht mehr aus.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Update vom 16. September 2026: Bei ARC Raiders könnte die geplante Überarbeitung der Expeditionen wesentlich radikaler ausfallen als bisher gedacht. Embark Studios hatte das Fortschrittssystem eigentlich nur bis Anfang 2027 pausiert. Jetzt bestätigt Executive Producer Aleksander Grøndal, dass intern sogar über eine vollständige Abschaffung gesprochen wird.
Im Gespräch mit PCGamesN auf der Gamescom erklärte Grøndal, dass das Team deutliche Änderungen am Expeditionssystem vornehmen möchte. Gleichzeitig sei aber auch eine wesentlich drastischere Lösung möglich: „Maybe we’ll scrap the whole system altogether.“ Auch diese Option liege auf dem Tisch.
Entschieden ist damit allerdings noch nichts. Embark versucht derzeit herauszufinden, wie die langfristige Progression von ARC Raiders künftig aussehen soll.
Eigentlich sollten die Expeditionen 2027 zurückkehren
Das ist eine bemerkenswerte Veränderung gegenüber der bisherigen Kommunikation. Noch am 21. August hatte Embark auf der offiziellen ARC Raiders-Webseite angekündigt, die Expeditionen lediglich für einige Monate zu pausieren. Anfang 2027 sollten sie mit „großen Verbesserungen“ zurückkehren.
Der Grund für die Pause war das anhaltende Spielerfeedback. Embark nannte unter anderem die engen Zeitfenster, die Belohnungsstruktur und die schwierige Zugänglichkeit für neue Spieler. Kleine Anpassungen würden für diese Probleme nicht mehr ausreichen.
Genau deshalb endet nach Expedition 5 vorerst Schluss. Das aktuelle Expeditionsfenster läuft noch bis zum 29. September 2026 um 10 Uhr. Danach verschwindet das System zunächst aus dem regulären Ablauf.
Warum die Expeditionen bei Spielern umstritten sind
Expeditionen funktionieren in ARC Raiders als freiwilliger Neustart. Du investierst Ressourcen in deine Caravan, verlässt schließlich die Rust Belt und beginnst anschließend mit großen Teilen deiner Progression erneut. Dafür erhältst du verschiedene dauerhafte oder längerfristige Vorteile.
Das Problem ist der Aufwand. Embark hat das System bereits mehrfach verändert, weil viele Spieler den benötigten Grind im Verhältnis zu den Belohnungen als zu hoch empfanden. Schon Anfang des Jahres hatte das Studio Anforderungen reduziert und versucht, mehr Gründe für einen freiwilligen Reset zu schaffen.
Dass nun sogar die vollständige Abschaffung diskutiert wird, zeigt, wie grundsätzlich Embark das Thema inzwischen betrachtet. Das Studio hatte bereits im Mai beschlossen, bei ARC Raiders weniger kleine und dafür deutlich größere Updates zu veröffentlichen. Genau solche tiefgreifenden Änderungen an der Progression sollen dadurch mehr Entwicklungszeit bekommen.
Frozen Trail wird für ARC Raiders jetzt noch wichtiger
Zunächst konzentriert sich Embark auf Frozen Trail. Das große Update erscheint am 8. Oktober 2026 und soll laut Entwickler das bislang umfangreichste Update seit dem Release werden. Eine neue Karte, weitere ARC-Gegner und neue Langzeitziele gehören zu den angekündigten Inhalten.
Wie es danach mit den Expeditionen weitergeht, ist offen. Möglich ist weiterhin eine grundlegend verbesserte Version des bisherigen Systems. Ebenso könnte Embark es ersetzen oder komplett aufgeben.
Für Spieler ist deshalb vor allem eines wichtig: Die ursprünglich angekündigte Rückkehr Anfang 2027 ist inzwischen nicht mehr so sicher, wie sie vor wenigen Wochen noch klang. Embark hält sich bei einem der zentralen Langzeit-Systeme von ARC Raiders inzwischen alle Optionen offen.
Ursprünglicher Artikel vom 23. August 2026:
Bei ARC Raiders steht eine größere Kurskorrektur bevor. Embark Studios hat sich das Feedback der vergangenen Monate angesehen und kommt zu einem ziemlich deutlichen Ergebnis: Einige Probleme lassen sich nicht mehr mit kleinen Anpassungen beheben.
Davon betroffen ist ausgerechnet eines der wichtigsten Systeme für erfahrene Spieler. Embark hat es seit dem Start mehrfach verändert, doch Kritik an Grind, Belohnungen und Zugänglichkeit blieb bestehen. Jetzt bekommt das Studio deutlich mehr Zeit, um grundsätzlich neu anzusetzen.
Nach Expedition 5 ist vorerst Schluss
Embark bestätigt auf der offiziellen ARC Raiders-Webseite, dass die fünfte Expedition die letzte bis Anfang 2027 sein wird. Danach pausiert das komplette Expeditionssystem für mehrere Monate. Der Grund liegt direkt im Feedback der Spieler.
Die Entwickler nennen unter anderem die engen Zeitfenster für Abreisen, die Belohnungsstruktur und die schwierige Zugänglichkeit für neue Spielerinnen und Spieler. Die bisherigen Anpassungen hätten zwar geholfen, doch inzwischen sei klar geworden, dass größere Veränderungen notwendig sind. Die Expeditionen sollen deshalb Anfang 2027 mit umfangreichen Verbesserungen zurückkehren. Wie diese konkret aussehen, möchte man in den nächsten Wochen genauer erklären.
Die letzte Expedition startet am 08. September
Vor der längeren Pause gibt es noch eine Gelegenheit. Das fünfte Expeditionsfenster öffnet am 08. September 2026 um 13:00 Uhr und läuft bis zum 29. September um 10:00 Uhr. Damit verlängert Embark das Zeitfenster von bislang zwei auf drei Wochen.
Auch beim Fortschritt ändert sich etwas Entscheidendes. Raider können künftig selbst entscheiden, ob sie ihre abgeschlossenen Quests bei der Expedition zurücksetzen möchten. Der Quest-Reset ist also nicht mehr zwingend notwendig. Wer seine Quests behalten möchte, soll gleichzeitig eine alternative Möglichkeit erhalten, wichtige Belohnungen wie den „Hullcracker Blueprint“ zu bekommen.
Das bisherige „Last Call“-System fällt dagegen weg. Wer an Expedition 5 teilnehmen möchte, muss sich innerhalb des regulären Fensters anmelden.

ARC Raiders möchte in Zukunft nur noch größere Updates bringen, statt alle paar Wochen mit Kleinigkeiten bei den Fans zu punkten. Nun betrifft dies auch die Expeditionen. – Bild: Embark Studios
Bereits erspielte Boni gehen nicht verloren
Wer bereits mehrere Expeditionen abgeschlossen hat, muss sich wegen der Pause keine Sorgen machen. Embark bestätigt, dass aufeinanderfolgende Expeditionsboni während der gesamten Pause bestehen bleiben. Wer alle fünf Expeditionen abgeschlossen hat, schaltet außerdem das vollständige „Zenith Outfit“ frei.
Teilweise fertiggestellte Caravans werden nach der fünften Expedition zurückgesetzt. Raider erhalten dafür „Ermal Vouchers“ im entsprechenden Gegenwert. Diese können anschließend für Ermal-Angebote verwendet oder gegen Coins verkauft werden. Das System verschwindet also nicht einfach und nimmt den bisherigen Fortschritt mit.
Im Oktober bekommt ARC Raiders trotzdem sein größtes Update
Die Expeditionspause bedeutet auch nicht, dass ARC Raiders bis 2027 kaum neue Inhalte bekommt. Bereits am 08. Oktober erscheint mit Frozen Trail das bislang größte Update seit dem Release. Embark Studios bringt eine komplett neue verschneite Karte, neue ARC-Gegner, ein neues High-Level-Endgame und deutlich umfangreichere Langzeit-Fortschrittssysteme.
Mit den sogenannten Outposts sollen Spieler beispielsweise einen neuen eigenen Bereich aufbauen und weiterentwickeln können. Gleichzeitig wird der Skill Tree überarbeitet und Raider Decks sollen interessanter werden.
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Das passt zu Embarks genereller Strategie. Das Studio hatte bereits im Mai angekündigt, weniger kleine Updates und stattdessen größere Erweiterungen entwickeln zu wollen. Bei den Expeditionen passiert nun offenbar dasselbe. Statt alle paar Wochen weiter einzelne Probleme zu flicken, legen die Entwickler das System mehrere Monate auf Eis und baut größere Teile davon neu.
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