Spieletest: The 25th Ward: The Silver Case
Ein sehr verrücktes Game
Werbung
Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Artikel ist älter als ein Jahr: Es ist möglich, dass sich die darin enthaltenen Informationen inzwischen geändert haben!
The 25th Ward: The Silver Case ist ein Spiel, das als Remake vom Smartphone auf der PlayStation 4 und dem PC erschienen ist und zudem eines der verrücktesten Spiele ist, die ich je gesehen habe.
Bei dem Spiel handelt es sich um ein Sequel von The Silver Case, doch keine Sorge. Man muss den Vorgänger nicht unbedingt gespielt haben. Die Story beinhaltet zwar einige Charaktere aus dem vorherigen Teil und spielt einige Jahre danach, dennoch kann es ohne Vorwissen genossen werden. Ursprünglich erschienen beide Games auf dem Smartphone und erhielten jetzt eine Portierung auf PC und Konsole. Das merkt man auch ein bisschen an dem ungewöhnlichen Gameplay.
Die etwas andere Visual Novel
The 25th Ward: The Silver Case ist eine Visual Novel, also sehr Textlastig. Dennoch gehören auch Rätsel dazu und es ist dem Spieler möglich mittels Point-and-Click sich durch die verschiedenen Bereiche zu bewegen. Dabei wählt der Spieler zwischen drei Storys aus, die zwar dieselben Fälle behandeln, aber jedes Mal aus dem Blickwinkel eines anderen Protagonisten. Es dauert eine Weile sich in den verwirrenden Storys zu Recht zu finden, doch nach ein paar Kapiteln sollte man sich gut zurechtfinden.
Werbung
Offenbar ist es leichter alles zu verstehen wenn man nicht nach und nach die Storys spielt, sondern nach Kapiteln. Also beginnenden mit Kapitel 1 jeder Story, dann Kapitel 2 und so weiter. Allerdings erfuhr ich das erst nachdem ich bereits die erste Route durchgespielt hatte. Doch was einfach unglaublich an diesem Spiel ist, ist dass es um die rund 100 verschiedenen Endings gibt die erreicht werden können. Eines verrückter als das Andere. Wer alle sehen will, muss sich also etwas Zeit für das Game nehmen.
Kein Krimi ohne Rätsel
Wie bereits vorher erwähnt, löst der Spieler im Verlauf der Storys verschiedene Fälle. Natürlich gehört auch das Rätsel lösen dazu. Die Rätsel sind nicht sonderlich schwierig, doch die Eingabe eines Passworts oder einer ID gestaltet sich auf Dauer etwas nervig. Die Ziffern oder Buchstaben sind auf einem rotierbaren Würfel angebracht. Bei längeren Eingaben dauert es eine Weile, bis man alles richtig eingegeben hat, da sie nach keiner erkennbaren Logik angeordnet sind. Hier bemerkt man besonders, dass es sich bei The 25th Ward: The Silver Case eigentlich um ein Smartphone Game handelt.
Das Spiel wird auch durch die Interaktionsmöglichkeiten „Look“ und „Talk“ etwas verlangsamt. Um die Story voran zu treiben, muss man als Spieler mit einem der NPCs ein paar Mal sprechen, bevor es weitergeht oder neue Informationen Preis gegeben werden.
Werbung
Ein großes Lob an die Entwickler für dieses außergewöhnliche Spiel.
Das Design des Spiels ist sehr dunkel gehalten, was in Verbindung mit der Musik eine bedrückende Atmosphäre bildet. Wichtige Informationen werden in Rot gehighlightet.
Ein paar kleine Makel
Was mir persönlich den Spielspaß etwas verdorben hat, ist der nervige Schreibmaschinen-Sound der beim einblenden der Texte verwendet wird. Nach rund einer Stunde habe ich in den Einstellungen die Soundeffekte fast komplett ausstellen müssen. Natürlich hat das alle Soundeffekte beeinflusst, idealerweise hätten die Entwickler in den Einstellungen eine größere individuelle Anpassungsart der verschiedenen Sounds bereitstellen können. So könnte der Spieler den Schreibmaschinen-Sound ausstellen können, ohne dass die anderen davon ebenfalls beeinflusst werden.
The 25th Ward: The Silver Case ist komplett auf Englisch und hat auch keine Synchronisation. Da es zum größten Teil eine Visual Novel ist und eine doch recht Komplexe Story besitzt, wäre es fast idealer gewesen noch etwas Geld in eine deutschsprachige Übersetzung zu investieren. Denn wer nicht sonderlich gut in Englisch ist, wird das Game nicht in vollem Ausmaß genießen können. Vor allem da die Story wirklich gut ist und die Fälle sehr spannend.
Werbung
YouTube-Video
Beim Laden dieses YouTube-Videos können personenbezogene Daten an YouTube übertragen werden. Mit einem Klick auf „Inhalt anzeigen“ gibst du diese Funktion in deinem Browser für mindestens 1 Jahr frei. Du kannst die Einwilligung jederzeit über den Button direkt unter dem Embed widerrufen.
Fazit
The 25th Ward: The Silver Case ist eine wirklich ansprechendes Games. Verwirrend, aber gut. Sofern man sich mit der Steuerung und den Charakteren etwas auseinander gesetzt hat, wird man praktisch von den spannenden Fällen mitgerissen.
Die Portierung von Smartphone auf Konsole beziehungsweise auf PC ist gut gelungen. Hier und da bemerkt man zwar, dass das Spiel ursprünglich für das Smartphone entwickelt wurde, das ändert allerdings nichts an der tollen Story und der bedrückenden Atmosphäre.
- PlayStation-Erfinder glaubt: Ab 2028 könnten klassische Videospiele völlig anders aussehen
- Lesenswerter Artikel
- PlayStation-Controller: Kreis sollte „Ja“ bedeuten, Kreuz „Nein“ und heute ist es genau andersherum
- Lesenswerter Artikel
- PS3-Spiele lassen sich jetzt direkt von der Disc am PC spielen
- Lesenswerter Artikel
- GTA 6: Release, Plattformen, Preis und alles, was du wissen musst
- Lesenswerter Artikel
- PlayStation Blackout: Spieler boykottieren Sony wegen der Disc-Zukunft
- Lesenswerter Artikel
- Von Pong bis PlayStation 6: So verrückt hat sich Gaming verändert
- Lesenswerter Artikel
- Mehr Werbung auf PlayStation? Sony soll neue Einnahmequellen prüfen
- Lesenswerter Artikel
- PlayStation-Fans dürfen hoffen: Leak zeigt LEGO-PS1 mit Astro Bot
- Lesenswerter Artikel
Klar, hier und da besitzt es einige Schwächen, doch darüber kann leicht hinweg gesehen werden. An sich ein gut gelungenes Spiel, das einen für mehrere Stunden in den Bann zieht.
Werbung
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !
The 25th Ward: The Silver Case ist eine wirklich ansprechendes Games. Verwirrend, aber gut.






