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NFT – Der Hype mit Hilfe der Blockchain

Artikel von (Gastartikel)
Bildquelle: Pixabay

NFTs sind der neue Trend für den Handel mit digitaler Kunst und werden auch von einer wachsenden Zahl von Spielepublishern begrüßt. Ubisoft, Square Enix oder neuerdings Konami versuchen alle, sich ein Stück vom digitalen Goldrausch zu nehmen, der derzeit weit verbreitet ist. Ganz neu sind NFTs aber nicht, auch wenn sie viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn Sie den Begriff NFT zum ersten Mal hören, machen Sie sich keine Sorgen – wir helfen Ihnen beim Einstieg.

Das Akronym NFT steht für Non-Fungible Token. Grundsätzlich handelt es sich um Eigentums- oder Echtheitszertifikate digitaler Gegenstände. Token werden wie Kryptowährungen durch die sogenannte Blockchain-Technologie geschützt. Neben digitalen Spielartikeln wie epischen Waffen, Rüstungen oder Spielkarten können auch digitale Charaktere, Level etc. als NFTs identifiziert und verkauft werden.

NFTs sind im Wesentlichen eine Möglichkeit, das Eigentum an einzigartigen digitalen Gegenständen zu kaufen und zu verkaufen und die Blockchain zu verwenden, um zu verfolgen, wem sie derzeit gehören. NFTs können einzigartige Werke sein, ähnlich wie echte Gemälde, oder Kopien vieler Werke, wie z. B. Sammelkarten. Die Blockchain verfolgt, wem die Datei gehört.

Sie sind die nächste Evolution der Mikrotransaktionen. Allein durch In-Game-Käufe wird die deutsche Videospielbranche im Jahr 2021 laut GAME Verband mehr als 3,2 Millionen Euro Umsatz erzielen. Der Trend wird sich weiter verstärken.

Ubisoft hat sich kürzlich mit Quartz zusammengetan, um eine neue Plattform zu schaffen, auf der zusätzlich zu den begrenzten Waffen und der begrenzten Anzahl an Kosmetikartikeln von Ghost Recon Breakpoint auch andere Artikel aus seinen zukünftigen Franchises als NFTs verkauft werden.

Neben Ubisoft hat sich auch Konami dem aktuell vorherrschenden NFT-Hype angeschlossen und bietet seit Kurzem auf der OpenSea-Plattform eine Reihe von Kunstwerken bestehend aus Spielszenen, Hintergrundmusik und neu gezeichnetem Grafikmaterial aus der eigenen Castlevania-Spieleserie-Geschichte als NFTs an. Diese waren schnell ausverkauft.

Spieleentwickler versuchen auch, NFTs direkt in ihre Spiele zu integrieren. So kündigte beispielsweise das Entwicklungsstudio GSC Game World kürzlich an, NFTs in die Stalker-Fortsetzung aufzunehmen, ließ dann aber Pläne fallen, das Gesicht des Höchstbietenden zu scannen und als digitale Figur im Spiel zu integrieren.

Natürlich gibt es Kritik. Kunsthistoriker sagen, NFTs sehen Potenzial nur als Investition, nicht als Arbeit dahinter. Andere verglichen den Hype mit der Tulpenmanie des frühen Industriezeitalters, als Tulpenzwiebeln plötzlich mit Hauspreisen gehandelt wurden. Tesla-Gründer Elon Musk macht sich über NFT-Hype lustig. Er kündigte an, ein Musikstück als NFT verkaufen zu wollen. In dem Song wird potentiellen Käufern Eitelkeit vorgeworfen. Während er scherzt, hat Musk bereits mehr als 2 Millionen Euro im Voraus erhalten.

Aber NFTs haben nicht nur bei Tesla oder der Spieleindustrie ihre Blütezeit. Im Bereich der digitalen Kunst hat das Geschäft mit NFTs eine längere Geschichte. Viele Künstler nutzen diese Möglichkeit, ihre Werke in NFTs umzuwandeln und somit digital zu sichern. Der Handel boomt gerade, denn wem die NFT gehört, dem gehört auch das entsprechende Werk. Bekannte Plattformen für den Handel mit NFTs sind beispielsweise Binance, FTX, Nifty Gateway, OpenSea, Rarible oder SuperRare.

OpenSea ist derzeit der größte Marktplatz für digitale Güter, darunter Kunstwerke und andere Vermögenswerte, die auf der Blockchain gehandelt werden.

Immer mehr Unternehmen scheinen großes Potenzial in der NFT-Technologie zu sehen. Auch der Videospielehändler GameStop versucht Berichten zufolge, in das kürzlich boomende Geschäft mit sogenannter digitaler Kunst einzusteigen. Bis Ende dieses Jahres hofft das Unternehmen, durch NFTs einen Kunstmarktplatz für Computerspieler aufzubauen.

Das kommende Metaverse versucht derzeit, das volle Potenzial von NFTs auszuschöpfen. Grundstücke werden als zusätzliche Werbefläche verkauft. Hier versuchen Unternehmen wie Ralph Lauren, digitale Güter zu verkaufen. Das Konzept wird derzeit in Roblox getestet, wo virtuelle Jacken, karierte Hüte und andere Retro-Skiausrüstung als Einzelstücke für unter 5 US-Dollar erworben werden können.

Auch der in Göttingen ansässige Hersteller für Gamingbooster LevlUp beschäftigt sich aktuell mit dem Thema. Ein am 31.01. um 18 Uhr auslaufender Timer wirbt mit dem ersten NFT Drop der Booster Szene. LevlUp möchte laut Webseite noch nicht zu viel verraten, doch scheint die bevorstehende Veröffentlichung der eigenen NFT zukünftig einige Überraschungen bereitzuhalten.

Anhand all dieser Beispiele wird immer deutlicher, dass es in Zukunft sehr spannende NFT-bezogene Projekte geben wird und es für die meisten Menschen schwierig ist, sich diesem Thema zu entziehen. Daher lohnt es sich, sich frühzeitig mit NFTs auseinanderzusetzen.