Neue KI-Grafik von Nvidia sorgt für Meme-Flut im Internet
DLSS 5 soll ausgewählte PC-Spiele quasi fotorealistisch aussehen lassen. In den sozialen Medien stieß die Technik vorerst auf viel Spott.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Ist das die Zukunft der Spielegrafik? Am Dienstag stellte Nvidia seine neue KI-Technologie DLSS 5 für GPUs der RTX-50-Serie vor, die fotorealistische Belichtung für ausgewählte PC-Titel verspricht. Bereits im Herbst 2026 soll die Technik an den Start gehen. Bei der Berichterstattung des Techportals Digital Foundry war noch sichtliche Begeisterung zu spüren – in den sozialen Medien stieß die KI-Grafik allerdings auf gemischte Reaktionen.
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Zu den bisherigen Unterstützern der Technologie zählen unter anderem Capcom, Bethesda, Ubisoft oder Warner Bros. Games. Als Vorzeigetitel wurden daher Titel wie Resident Evil Requiem, Starfield und Hogwarts Legacy gewählt. Die erste Präsentation zeigt aufgehübschte Umgebungen, aber besonders bei den Charaktermodellen ließen Vergleiche mit Instagram-Filtern nicht lange auf sich warten. In unzähligen Reaktionen auf die offiziellen Nvidia-Posts konnten es sich Nutzer nicht verkneifen, absurde Karikaturen mit dem neuen DLSS-5-Logo zu posten (via PC Gamer).
Auch manche Indie-Entwickler, etwa Playtonic Games, schlossen sich an und verbreiteten eigene DLSS-Memes. Beim offiziellen Worms-Account ist beispielsweise das Cartoon-Maskottchen als fotorealistischer Wurm zu sehen und die Entwickler von Super Meat Boy 3D posteten eine gruselig detaillierte Variante ihres Titelhelden.
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Nvidia-Chef von Kritik unbeeindruckt
Inzwischen wurde Nvidia-Chef Jensen Huang auf die durchwachsenen Reaktionen angesprochen. Dass die KI-Technik laut Kritikern nicht der künstlerischen Intention der Spiele entspreche, sei nicht korrekt. „Nun, zunächst einmal liegen sie völlig falsch“, so Huang. „Es handelt sich nicht um eine Nachbearbeitung – es ist keine Nachbearbeitung auf Frame-Ebene, sondern eine generative Steuerung auf der Geometrieebene“. All das würde „der Kontrolle – der direkten Kontrolle – des Spieleentwicklers” unterliegen (via VGC).
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In der offiziellen Ankündigung der Technik heißt es: „DLSS 5 nutzt die Farb- und Bewegungsvektoren eines Spiels für jedes Einzelbild als Eingabe und verwendet ein KI-Modell, um die Szene mit fotorealistischer Beleuchtung und Elementen zu versehen, die auf den ursprünglichen 3D-Inhalten basieren und von Bild zu Bild konsistent sind.“
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