Mass Effect 5 wohl endgültig tot: Ex-Entwickler erklärt, warum EA es nicht verkaufen dürfte
Mehr als 200.000 Fans wollen Mass Effect retten. Der ehemalige Technical Director Romain Toutain macht ihnen allerdings wenig Hoffnung.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Mass Effect 5 wurde eingestellt, BioWare geschlossen und trotzdem wollen viele Fans die Hoffnung noch nicht aufgeben. Die naheliegende Idee: Electronic Arts könnte Mass Effect verkaufen und einem anderen Studio erlauben, das eingestellte Rollenspiel doch noch fertigzustellen. Genau damit sollten Fans allerdings nicht rechnen, meint der ehemalige „Mass Effect“-Technical-Director Romain Toutain.
Toutain arbeitete seit 2022 als Franchise Technical Director an dem Projekt, das intern offenbar Mass Effect: Universe hieß. In einem Twitch-Stream sprach er über den inzwischen geleakten internen Trailer und wurde gefragt, ob EA BioWare oder Mass Effect nicht einfach hätte verkaufen können.
Seine Antwort fiel ziemlich ernüchternd aus.
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EA verkauft eigentlich nie etwas. Sie machen die Dinge einfach dicht und sitzen dann auf ihren Lizenzen.
Toutains Aussage wurde von GamesRadar aufgegriffen. Es handelt sich allerdings um seine persönliche Einschätzung aufgrund seiner Zeit bei Electronic Arts und nicht um eine offizielle Aussage des Publishers.
Mehr als 200.000 Fans wollen Mass Effect retten
Ganz aufgegeben hat die Community die Reihe trotzdem nicht. Die Kampagne #SaveMassEffect hat inzwischen mehr als 200.000 Unterstützer gesammelt. Auch Jennifer Hale und Mark Meer, die beiden Stimmen von Commander Shepard, haben sich öffentlich hinter die Bewegung gestellt.
Sogar Owlcat Games, das derzeit am stark von Mass Effect inspirierten The Expanse: Osiris Reborn arbeitet, unterstützt die Aktion.
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The Expanse wurde in der Vergangenheit von seinen Fans gerettet. Deshalb hat die #SaveMassEffect-Bewegung unsere volle Unterstützung.
Das Problem: Anders als bei einer abgesetzten TV-Serie reicht hier nicht nur ein anderer Geldgeber. EA besitzt weiterhin die Rechte an Mass Effect. Ohne einen Verkauf oder eine Lizenz-Vereinbarung kann kein anderes Studio einfach dort weitermachen, wo BioWare aufgehört hat.

Von Dragon Age und anderen Bioware-Marken sollten wir uns langsam verabschieden. – Bild: Bioware
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Selbst ehemalige BioWare-Leute sind sich uneinig
Interessant ist, dass Toutains Einschätzung nicht von allen ehemaligen BioWare-Entwicklern geteilt wird. Der frühere Executive Producer Mark Darrah erklärte zuletzt, dass BioWares Schließung theoretisch sogar die Chance auf einen Verkauf von Mass Effect oder Dragon Age erhöhen könnte. Innerhalb von EA arbeite schließlich niemand mehr aktiv an den Marken.
Darrah nannte allerdings auch die andere Möglichkeit: EA könnte beide Serien einfach im eigenen Archiv verschwinden lassen. Genau dieses Szenario hält Toutain offenbar für wahrscheinlicher.
Dass EA zahlreiche ungenutzte Marken besitzt, ist kein neues Problem. Burnout, Command & Conquer, Dungeon Keeper oder andere lagen teilweise jahrelang brach, obwohl Fans nach neuen Spielen verlangten. Ein automatischer Beweis dafür, dass dasselbe mit Mass Effect passiert, ist das natürlich nicht. Allerdings wirkt es so, als wäre es unvermeidbar.
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Mass Effect: Universe war offenbar viel weiter als gedacht
Besonders bitter wird Toutains Aussage durch die Details, die erst nach der Schließung von BioWare bekannt wurden. Der Entwickler bestätigte inzwischen, dass Mass Effect: Universe ein ungewöhnlich ambitioniertes Entscheidungssystem besitzen sollte. Entscheidungen aus der ursprünglichen Trilogie sollten berücksichtigt werden und sogar unterschiedliche Zeitlinien ermöglichen.
Im Hintergrund arbeitete BioWare an einem System, das permanent überprüfte, welche Konsequenzen eine Entscheidung haben musste. Wenn du beispielsweise einen für eine Mission wichtigen Charakter getötet hättest, sollte das Spiel entweder einen alternativen Weg schaffen oder die Mission tatsächlich scheitern lassen.
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Das Ziel bezeichnete Toutain als „absolute Autonomie“ für den Spieler. Das passt zu den jüngsten Aussagen ehemaliger Entwickler, wonach Mass Effect 5 keineswegs in einer Entwicklungshölle steckte. Story, Begleiter, Hubs und wesentliche Gameplay-Systeme sollen bereits existiert haben.
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