Laut einem Entwickler wird Ubisoft zum Verkauf angeboten – Was ist dran?

Der französische Videospiel-Publisher Ubisoft dürfte vor einer Übernahme stehen, wie ein leitender Entwickler sagt.

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Ubisoft Logo - ©Ubisoft

Es gibt wieder Gerüchte, dass Ubisoft zum Verkauf steht. Zumindest in naher Zukunft. Die Spekulationen führten sogar dazu, dass der Aktienkurs des französischen Videospiele-Publishers um 10% gestiegen sind.

Der Kotaku-Bericht legt nahe, dass ein Verkauf von Ubisoft in Aussicht steht. Der Aktienwert befindet sich seit mehreren Jahren im Einbruch. Auch Bloomberg berichtete, dass Private-Equity-Firmen wie Blackstone und Kohlberg Kravis Roberts an einer Übernahme des Herausgebers von Assassin’s Creed, Far Cry und Co interessiert seien.

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Die beiden genannten Investoren besitzen dutzende verschiedener Unternehmen. Laut dem Bericht von Bloomberg haben die beiden Private-Equity-Firmen “das französische Geschäft studiert” und ein “vorläufiges Übernahmeinteresse” an Ubisoft entwickelt. All zu Ernst soll es ihnen aber nicht sein, da bisher Verhandlungen ausblieben.

Ubisoft bereitet sich auf Verkauf vor

Die Franzosen haben bereits die letzten Jahre mit Beratern zusammengearbeitet, was laut Kotaku ein Versuch sein könnte, sich auf einen Verkauf vorzubereiten. Der Zeitpunkt würde passen, immerhin verlor die Aktie seit 2018 ordentlich: Von 110 US-Dollar auf 40 US-Dollar pro Aktie.

Die Guillemot-Familie besitzt schätzungsweise 15% von Ubisoft. Der Käufer müsste also mit der Familie einen Deal abschließen. Chief Executive Officer Yves Guillemot hat bereits einen feindlichen Übernahmeversuch von Vivendi abgewehrt, aber die Luft könnte bereits raus sein. Guillemots Sohn, Charlie, hat letztes Jahr seinen Rücktritt angekündigt und ist nicht mehr Teil des Unternehmens.

Bisher gibt es keinen Kommentar von Ubisoft zu einer möglichen Übernahme. Es gab bisher nur die Antwort: “Wir kommentieren keine Gerüchte und Spekulationen.” Erst Anfang des Jahres zeigte sich Ubisoft zu einer möglichen Übernahme “offen”. Man wolle aber trotzdem unabhängig bleiben.

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