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Filmkritik: „Rambo 5: Last Blood“ – Nimm sein Herz, dann reißt er dir deines raus!

Ein Ende, dass sollte Rambo 5: Last Blood sein. Immerhin handelt es sich um den Kriegsveteran John Rambo, Sylvester Stallone, einer der beliebtesten Serien der Filmgeschichte. Doch was haben wir bekommen?

Man geht ins Kino, setzt sich auf seinen Sessel und erwartet viel Splatter, Blut und Blut und noch mehr Blut. Einen Helden der niemals zusammenbricht, immer weiter läuft und tötet. Das ist Rambo. Doch John Rambo ist alt geworden. Sehr alt. Und daher sitzt er auf seiner Pferde-Ranch in Arizona mit seiner kleinen Familie. Doch es kommt, wie es kommen muss: Last Blood macht hier keine Ausnahme.

Muss man viel über die Handlung erzählen? Immerhin weiß man bei Rambo wie die Geschichte ausgeht. Blutig. Splatter. Blutig. Auch hier macht der bereits fünfte Film der beliebten Serie keine schlechte Figur. Zumindest wenn man seinen Kopf abschaltet und nur gespannt auf die Kinoleinwand blickt. Doch ein wenig Handlung muss sein und diese ist kurz erklärt, ohne zu viel zu verraten:

Wir sehen einen Hubschrauber, Rettungsteams und einen einsamen Reiter, Rambo. Ein Veteran der immer wieder aushilft, wenn es brenzlig wird. So auch in dieser Situation, als drei Wanderer im dichten Wald gesucht werden. Rambo findet sie natürlich, kann aber nur eine Person in einem selbstlosen Akt retten. Eigentlich hätten alle drauf gehen müssen, aber wenn John vorbei schaut überlebt der, der sich an ihn hält. . „Er hätte mehr machen können“, denkt er sich danach, dann überkommen die Schuldgefühle. Natürlich alles sehr dramatisch und eigentlich müssten alle draufgehen. Aber wir kritisieren jetzt nicht die Logik und fahren fort. Ist doch Splatter-Kino, also warum nachdenken.

Diesen Bogen kennen Rambo-Fans!

Auf nach Mexiko

Zurück auf der väterlichen Ranch hat es sich der Krieger gemeinsam mit seiner Ziehtochter Gabrielle und seiner Freundin Maria gemütlich gemacht. Neben einem Haus, einer Scheune und dem passenden Ponyhof, ähm Gestüt, gibt es ein riesiges Tunnelsystem. Das hat sich John die letzten Jahre selbst gebuddelt und wohnt dort auch. Wozu eine Klimaanlage ins Haus einbauen, wenn man doch tolle Arizona-Erde atmen kann. Naturbursche eben.

Die Psychopillen die John schluckt unterdrücken seinen Drang zu töten. Eine lange Zeit, bis die Ziehtochter sich auf den Weg nach Mexiko macht um dort ihren leiblichen Vater zu suchen. Danach passiert es, wie es passieren muss. Sie wird von einer mexikanischen Band gefangen genommen und prostituiert. John folgt ihrer Spur, nachdem das Mädchen nicht nach Hause gekommen ist. Von Arizona nach Mexiko ist es nur ein Katzensprung. Doch die Bemühungen von Rambo enden fast mit seinem Tod. Eine freie Journalistin, die ihn aufgabelt, pflegt ihn gesund. Doch für seine Tochter ist es zu spät. Diese bringt er noch aus den Fängen der Bande, doch auf dem Heimweg stirbt sie an der Überdosis Drogen, die ihr verabreicht wurden.

Rambo wird von diesen Mexikanern zusammengeschlagen!

Rambo ist zurück

Was folgt ist eine Hinrichtung des Bandenboss-Bruders, der daraufhin sich aufmacht um Rambo daheim zu besuchen. Natürlich mit einer kleinen Privatarmee. Und hier spielt der Film auch seine Stärken aus. Es gibt Fallen, es gibt Explosionen, es gibt Guerilla-Taktik vom Feinsten und Blut, Blut, Blut und noch mehr Effekte, die einem daran erinnern sollen wie zerbrechlich doch der menschliche Körper ist. Der Showdown ist wirklich schön brutal inszeniert, wenn man das so sagen kann. Wo Rambo drauf steht ist eben Rambo drin. Mit seinen 73 Jahren macht Stallone dabei eine gute Figur. Fast so frisch wie bei „First Blood“. Okay, sein Hemd zieht er nicht mehr aus, aber das muss er auch nicht mehr.

Soll man sich Rambo 5: Last Blood im Kino ansehen?

Die Antwort findet man eigentlich bei sich selbst: Hat man die letzten 4 Rambo-Filme gesehen, möchte man diesen auch sehen. Ob es jetzt unbedingt im Kino sein muss, sei dahingestellt. Die computeranimierten Effekte sind nett, aber nicht wirklich am Stand der modernen Technik. Hier wurde kein 200 Millionen US-Dollar-Budget alleine hierfür verblasen. Es gibt einige gute Einlagen und jede Menge Kunstblut. Rambo teilt mit spitzen Gegenständen aus, genauso wie mit Schusswaffen und sogar sein Bogen kommt zum Ende zum Einsatz. Last Blood reißt einem das Herz aus der Brust.

Einzig das Ende-Ende hat mir nicht gefallen. Rambo setzt sich in den Schaukelstuhl, den auch schon sein Vater hatte. Mit Löchern im Bauch. Schlussendlich reitet er im Abspann auf seinem Hengst davon. Kann Rambo nicht sterben? Nein. Die Film-Serie ist damit definitiv beendet. Für immer.

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