Fast 240.000 Spieler starten Crimson Desert gleichzeitig und fast die Hälfte davon ist enttäuscht
Crimson Desert startet mit starken 239.045 gleichzeitigen Spielern auf Steam, aber nur 57 Prozent positiven Reviews.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Crimson Desert ist am 19. März 2026 erschienen. Die Zahlen, die der Launch hinterlässt, könnten gegensätzlicher kaum sein. Auf Steam verzeichnete das Spiel am Erscheinungsabend einen Peak von 239.045 gleichzeitigen Spielern, laut SteamDB ein außerordentlich starker Wert für eine neue Marke. Nur Counter-Strike 2, PUBG, Dota 2 und Slay the Spire 2 hatten in denselben 24 Stunden mehr gleichzeitige Nutzer.
Gleichzeitig stehen die ersten User-Reviews bei gerade einmal 57 bis 59 Prozent positiven Bewertungen, das entspricht der Steam-Kategorie Ausgeglichen. Auf Metacritic hat das Spiel nach 82 eingereichten Pressewertungen einen Score von 78 erreicht. Die Aktie von Pearl Abyss, dem Entwicklerstudio, brach nach dem Embargo-Fall um mehr als 27 Prozent ein.
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Was die Spieler loben
Die positiven Stimmen sind inhaltlich klar gebündelt. Die Welt von Pywel wird von vielen als eines der visuell beeindruckendsten Open-World-Erlebnisse seit Jahren bezeichnet. Weitsicht, Detaildichte und Lichtstimmung erhalten durchgehend Lob, auch von Spielern, die das Spiel insgesamt kritisch bewerten. Ebenfalls gelobt werden die Bosskämpfe und das Kampfsystem, sobald man sich eingearbeitet hat.
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Die Begegnungen seien abwechslungsreich, der Anspruch hoch, das Gefühl bei gelungenen Kombinationen belohnend. Wer aus dem Vorgänger Black Desert kommt, erkennt vertraute Systeme wie Pferdezähmen, Parcours und Begleiter, die eigenständig looten. Auf PlayStation 5 liegt das Spiel bei 4,24 von 5 Sternen, ein deutlich positiveres Bild als auf Steam.
Was die Spieler kritisieren
Der mit Abstand häufigste Kritikpunkt ist die Steuerung. Auf Gamepad und Tastatur gleichermaßen wird sie als überladen, unintuiv und schwer anpassbar beschrieben. PC-Spieler, die Linkshänder sind oder nicht standardisierte Tastenbelegungen bevorzugen, stoßen auf fehlende Anpassungsoptionen. Technische Probleme wie Abstürze auf Low-End-Systemen, ein empfohlenes V-Sync wegen sichtbarem Screen Tearing sowie Textur-Flimmern an Kanten werden ebenfalls gemeldet.
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Inhaltlich bemängeln viele die Geschichte: Der Einstieg wirke zusammenhanglos, die Story-Beats kämen ohne ausreichende Charakterentwicklung. Wer ein narrativ geführtes Rollenspiel wie The Witcher 3 erwartet habe, werde mit Ansage enttäuscht. Crimson Desert ist aus einem MMO-Projekt entstanden und setzt laut vielen Reviews klar auf Umfang statt Tiefgang.
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