Crimson Desert verkauft zwei Millionen in 24 Stunden und die Aktie bricht trotzdem
Crimson Desert hat in 24 Stunden zwei Millionen Exemplare verkauft. Gleichzeitig brach die Aktie von Pearl Abyss um knapp 30 Prozent ein.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Am 20. März 2026 hat Pearl Abyss offiziell bestätigt. Crimson Desert hat in den ersten 24 Stunden nach Release weltweit über zwei Millionen Exemplare verkauft. Das ist ein außergewöhnlicher Wert für eine neue Marke ohne Franchise-Geschichte. Alinea-Analytics-Analyst Rhys Elliott hatte bereits vor Release geschätzt, dass allein die rund 400.000 Vorbestellungen auf Steam rund 20 Millionen US-Dollar Umsatz generiert hatten.
Doppelt so viel wie Kingdom Come Deliverance 2 zum selben Zeitpunkt. Das Spiel erreichte Platz eins der meistgekauften Steam-Titel noch vor dem Launch. Und trotzdem: Am Erscheinungstag brach die Aktie von Pearl Abyss an der südkoreanischen Börse von 65.600 Won auf 46.000 Won ein, ein Minus von knapp 30 Prozent an einem einzigen Tag.
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Warum die Börse trotz Verkäufen einbrach
Der Grund liegt in der Erwartungshaltung, nicht in den Fakten. Investoren hatten auf ein Spiel gesetzt, das Metacritic-Wertungen von 90 und höher erreichen würde. Das Review-Embargo fiel am Abend des 18. März, und der erste Eindruck der internationalen Fachpresse war klar: gut, aber nicht überragend. Metacritic steht bei 78, OpenCritic bei einer Empfehlungsrate von 81 Prozent.
Das sind solide Werte, aber keine Meisterwerk-Wertungen. Als die südkoreanische Börse am nächsten Morgen öffnete, reagierten Investoren sofort mit Verkäufen. Die Kurskorrektur ist laut Marktbeobachtern weniger ein Zeichen für ein gescheitertes Spiel als für überzogene Erwartungen. Der Aktienkurs von Pearl Abyss liegt auch nach dem Einbruch noch höher als zu Beginn des Jahres 2026.
Was Kritiker loben und was sie kritisieren
Das Bild in den Reviews ist konsistent. Gelobt werden die Grafik der BlackSpace Engine, das Kampfsystem mit seinen Kombinations- und Boss-Begegnungen sowie die Größe und Dichte der Spielwelt. Das Gebiet Pywel soll laut mehreren Tests doppelt so groß wie Skyrim sein und dabei länger dicht bevölkert bleiben. Kritisiert werden die Hauptgeschichte, die viele als dünn und wenig emotional bindend beschreiben, die überfrachtete Steuerung, die besonders auf PC polarisiert, sowie technische Probleme auf Low-End-Systemen. Auf Steam liegt die User-Bewertung bei rund 71 Prozent positiv, also nahe an der Grenze zu ausgeglichen. Wer das Spiel auf PS5 gekauft hat, bewertet es mit 4,24 von 5 Sternen deutlich positiver, ein Muster, das sich mit der Keyboard-und-Maus-Steuerungskritik erklärt.
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