Lukas Ipirotis Kennt sich nicht nur bei Filmen und Serien fabelhaft aus, sondern hat auch einen Drang seine Geschichten dramatisch zu erzählen.
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Bereits seit längerer Zeit hat es gebrodelt, nun haben die Autoren Hollywoods ernst gemacht. Seit gestern befinden sich die gut 12.000 Mitglieder der WGA – Writers Guild of America – offiziell im Streik für fairere Bedingungen in der Branche. Doch was bedeutet das für Serien und Filme auf Disney, Netflix, Amazon Prime und vielen weiteren Sendern?
Zunächst die Fakten. Am Dienstag, den 2.5. gab die WGA bekannt, dass erste Verhandlungen gescheitert seien und man nun in Streik treten würde. Infolgedessen wurden die Arbeiten an allen derzeit in Produktion befindlichen Filmen und Serien niedergelegt. Kein Autor würde nun mehr an neuen Drehbücher arbeiten, alte überarbeiten und Ideen mit den Studios austauschen.
Erste Folgen traten umgehend ein. So wurden die abendlichen Talkshows im amerikanischen Fernsehen pausiert, da sie auf tagesaktuelle Arbeit angewiesen sind. Populäre Sendungen wie Last Week Tonight mit John Oliver, The Tonight Show mit Jimmy Fallon oder Jimmy Kimmel Live! erscheinen bis auf weiteres nicht. Die großen Streaming-Anbieter wie Netflix, Disney und Co, haben hingegen derzeit noch bessere Karten. So dürfte genug Material existieren, um die Plattformen bis zum Herbst mit Inhalten zu füllen.
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Netflix, Disney und Amazon Grund für den Streik
Nichtsdestotrotz sind die Streamer einer der Hauptgründe für den Autorenstreik, der die gesamte Industrie lahmlegen könnte. So bemängeln die Drehbuchautoren, dass sie sich aufgrund von Streaming-Services wie Netflix und Disney kaum noch ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern verdienen könnten. So hat sich seit dem letzten Streikt vor 15 Jahren einiges in der Medienbranche getan. Die Industrie hat sich aufgrund veränderter Verträge, kürzerer Staffeln und weniger Arbeitschancen weg von den Autoren entwickelt.
Dennoch ist anzunehmen, dass die Drehbuchautoren einen gewissen Kompromiss mit Netflix, Disney und Co eingehen müssen. Heutzutage gibt es zu viele andere Möglichkeiten der Unterhalt. Von TikTok, YouTube bis zu Videospielen, die auch schon mal mehr als Filme kosten könnten. Es ist gut möglich, dass die Autoren diesmal sogar klein beigeben müssen, auch wenn sich die Branche schon jetzt auf einen längeren Streikt einstellt. Der letzte (und erste) dauerte 100 Tage. Wie lange es diesmal dauert und ob dies zu Materialknappheit 2024 führen kann, muss sich indes erst zeigen.
Es ist hingegen kaum vorstellbar, dass das Problem schnell bereinigt ist. Dafür herrschen zu große Unstimmigkeiten zwischen den Parteien. Problematisch wird es für Streaming-Unternehmen dennoch schon bald. So endet die Aufgabe eines Drehbuchautoren nicht, wenn die Serie, der Film, in Produktion gehen (auch wenn sie nur dafür bezahlt werden). Während der Dreharbeiten sind Autoren essentiell, um Inhalte zu ergänzen, Zeilen zu schreiben und an der Struktur zu arbeiten. All dies fällt nun für alle derzeitigen Produktion weg. Ob dann immer noch die selbe Qualität gegen ist, ist kaum vorstellbar.
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