Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Warum floppt ein Spiel, das so sehr an Command & Conquer erinnert? Tempest Rising, im April 2025 erschienen, galt als Hoffnungsträger für alle Fans klassischer Echtzeitstrategie. Doch die aktuellen Zahlen auf SteamDB.info zeichnen ein anderes Bild: Gerade einmal 472 Spieler gleichzeitig sind aktiv. Zum Vergleich: Beim Release im April waren es „noch“ über 9.400 Spieler.
Auf Steam erhält der Titel von den Spielern zwar zuletzt „Sehr positive“ Bewertungen, doch das reicht nicht aus, um eine stabile Community aufzubauen. Viele Fans loben Grafik, Musik und das klassische „Basis hochziehen und draufhauen“-Gameplay. Andere stören sich jedoch an unausgewogener KI, Zeitlimits und zu viel Hektik – gerade Veteranen von C&C: Generals fühlen sich überfordert.
Positive Reviews, aber leere Lobbys – Was unternimmt der Entwickler?
Die Entwickler von Slipgate Ironworks arbeiten aktiv an Verbesserungen. Bereits in wenigen Tagen, am 9. September, erscheint ein großes Update mit langerwarteten Features:
- 3v3-Matches für größere Schlachten
- Game Speed-Option und Active Pause im Singleplayer
- Sandbox ohne Bots zum Ausprobieren
- Vollwertiger Spectator Mode für Zuschauer

Tempest Rising bekam gute Kritiken (Metacritic-Durchschnitt: 80/100), aber zu wenige Spielerinnen und Spieler bisher ab! – Bild: 3D Realms
Zahlreiche Updates seit Release
Seit dem Launch am 24. April haben die Entwickler regelmäßig nachgelegt. Gleich in der ersten Woche erschienen mehrere Hotfixes sowie ein Update mit 1v1-Ranglisten und Leaderboards.
Im Mai folgte ein Multiplayer-Balance-Patch, im Juni dann das große „Rally & Recon“-Update, das neue Inhalte brachte. Anfang August wurde ein Schwierigkeits-Selektor eingeführt, dazu Verbesserungen im Multiplayer und neue Gameplay-Features. Zuletzt gab es Mitte August den Hotfix #5, der weitere Probleme ausräumte. Trotz dieser stetigen Pflege blieben die Spielerzahlen jedoch auf niedrigem Niveau. Nach dem „Major Update“ im Juni konnten die Spielerzahlen an einem Sonntag gerade einmal 1.743 Spielende erreichen.
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Tempest Rising: Ein Echtzeit-Strategie-Titel für Hardcore-Fans?
Das Problem: Selbst mit neuen Inhalten könnte es schwer werden, Spieler dauerhaft zu binden. Echtzeitstrategie hat es 2025 ohnehin schwer im Mainstream, und nur echte Genre-Fans bleiben langfristig dabei. Ob Tempest Rising nach dem Update den Turnaround schafft, bleibt spannend.
Trotz vielversprechender Ansätze läuft der angebliche Command & Conquer-Thronfolger Gefahr, in der Nische zu verschwinden. Jetzt liegt es am Update und natürlich an der Community, ob Tempest Rising doch noch zum Dauerbrenner wird. Derzeit sieht es nicht rosig dafür aus. Im Testbericht sagte ich über den Titel: „Solide Echtzeit-Strategie-Kost mit klaren eSport-Wurzeln, aber zu wenig Tiefgang im Basenbau.“ Dazu stehe ich auch heute noch.
Im eSports-Bereich hat sich Tempest Rising bislang nicht etablieren können. Auf Twitch sind aktuell gerade einmal drei Streams live – einer davon mit nur drei Zuschauern. Viel mehr Interesse ist nicht zu erkennen.
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