Blade kurz vor Einstellung – Xbox könnte Dishonored-Entwickler Arkane dichtmachen
Berichten zufolge bleiben den französischen Arkane Studios nur noch wenige Wochen, um einen neuen Mutterkonzern zu finden.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Microsoft könnte demnächst das nächste Gaming-Studio einstampfen. Laut Berichten der französischen Zeitung Le Monde steht nun nämlich das Fortbestehen von Arkane Studios auf dem Spiel, dem Entwicklerhaus hinter Kritikerlieblingen wie Dishonored. Seit 2021 zählen die Franzosen zu Xbox, nachdem Microsoft das Studio als Bestandteil von Bethesda eingekauft hatte.
Zurzeit befindet sich bei Arkane eine Versoftung des Comic- und Kinohelden Blade in Entwicklung. Aus dem 2023 angekündigten Vampirspiel könnte aber doch nichts mehr werden. Quellen aus den Gewerkschaften zufolge bleibt dem Entwickler nur noch bis zum 13. November, um einen neuen Mutterkonzern zu finden. Gewerkschafter sollen von „inkonsistenten“ Entscheidungen und einer „respektlosen“ Haltung seitens Microsoft und Xbox gesprochen haben.
Blade für Xbox könnte doch nicht erscheinen
Seit dem vergangenen Jahr fährt Microsoft einen drastischen Sparkurs für die Xbox-Divisionen und hat seitdem etliche Projekte eingestellt, Studios geschlossen und Mitarbeiter entlassen. Nachdem im Frühjahr 2026 die neue Xbox-Chefin Asha Sharma das Ruder übernommen hatte, wurde wenige Monate später ein „Reset“ angekündigt, um die Gaming-Sparte neu aufzustellen. Manche Experten sprachen von der potenziell größten Entlassungswelle in der Videospielgeschichte.
Die Produktion von Blade stünde „kurz vor dem Ende“, so die Zeitung. Eine Einstellung wäre aus Sicht eines zitierten Insiders „eine ungeheure Verschwendung“. Zuletzt stellte Xbox bereits Senua ein. Das Action-Abenteuer wurde im Sommer angekündigt, aber wenige Tage später wurde bereits bekannt, dass Microsoft das zuständige Ninja Theory eigentlich abschaffen wollte. Danach wurde versucht, Ninja Theory zu verkaufen. Da kein Deal zustande kam, wurde das Studio samt Spiel eingestellt. Blade und Arkane könnten nun ein ähnliches Schicksal treffen.
Bereits im Vorjahr wurden Projekte wie das Reboot von Perfect Dark gecancelt, inklusive Entwickler. Auch Everwild von Rare soll nicht mehr erscheinen. Andere im vergangenen Jahrzehnt zugekaufte Studios wie Doublefine Productions wurden von Xbox abgespalten. Manche sehen sogar die Effizienz von Studios wie id Software in Gefahr.
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