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Artikel von Tim +

Lange Zeit galt der siebte Teil der legendären Dragon-Quest-Reihe als der „schwierige Brocken“ unter den Fans. Mit einer Spielzeit, die locker die 100-Stunden-Marke knackte, und einem extrem langsamen Einstieg war es ein Spiel für die ganz harten Geduldsproben. Doch mit dem Release von Dragon Quest 7 Reimagined am 5. Februar 2026 scheint Square Enix das Unmögliche geschafft zu haben. Die ersten internationalen Testberichte sind da und zeichnen das Bild eines modernen Meisterwerks, das die alten Schwächen fast vollständig ausgemerzt hat.

So muss ein Remake sein

Die Fachpresse ist sich weitgehend einig: Das „Reimagined“ im Titel ist Programm. Auf Metacritic und OpenCritic pendeln sich die Wertungen derzeit bei starken 84 bis 86 Punkten ein. Kritiker loben vor allem den Mut, das berüchtigte Pacing des Originals anzufassen. Während man früher stundenlang ohne einen einzigen Kampf durch Ruinen irrte, bietet die Neuauflage nun einen deutlich flüssigeren Ablauf, ohne dabei den Charme der Vorlage zu verlieren.

Besonders die optische Generalüberholung sorgt für Begeisterung. Das Spiel nutzt einen einzigartigen „Diorama-Stil“, der fast so wirkt, als würde man handgefertigte Figuren durch eine lebendige Spielwelt bewegen. Das passt perfekt zum Design des verstorbenen Akira Toriyama und verleiht dem Abenteuer eine wohlige, fast schon märchenhafte Atmosphäre. Wer das Genre liebt, kommt an diesem Titel kaum vorbei, da Dragon Quest 7 Reimagined als JRPG-Highlight die Messlatte für kommende Neuauflagen extrem hoch legt.

Das neue Berufssystem

Ein großer Kritikpunkt des Originals war oft das sehr starre Klassensystem. Hier haben die Entwickler von HexaDrive ordentlich nachgebessert. Das neue „Moonlighting“-Feature erlaubt es dir, zwei Berufe gleichzeitig auszurüsten und deren Fähigkeiten zu kombinieren. Das sorgt für eine strategische Tiefe, die es so in der Reihe bisher selten gab.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Tester merken an, dass das Spiel durch die vielen Komfortfunktionen, wie sichtbare Schwächen der Gegner und automatische Heilung an Speicherpunkten – etwas zu einfach geraten ist. Wer die knallharte Herausforderung von früher sucht, muss in den Optionen den Schwierigkeitsgrad manuell nach oben schrauben. Dass Square Enix hier auf Modernisierung setzt, ist kein Einzelfall, wie man auch an der Ankündigung weiterer Dragon Quest Remakes sieht, die denselben zugänglichen Weg einschlagen sollen.

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