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Spider-Man: Into the Spider-Verse

Das Rennen um den ersten Platz der besten Spider-Man-Filme war hitzig. Und wenn wir uns ehrlich sind, könnten Platz 2 und 1 beliebig ausgetauscht werden und es würde sich nichts ändern. Dass Into the Spider-Verse in unserer Liste „nur“ auf Platz 2 gelandet ist, hängt indes nur mit dem persönliches Geschmack zusammen. Denn Fakt ist, dass der erste Leinwandauftritt von Fan-Liebling Miles Morales wohl nicht nur ein hervorragender „Spider-Man“-Film, sondern auch einer der besten Superhelden-Filme aller Zeiten ist.

Warum das so ist, wird auf den ersten Blick klar. Der Film ist ein Meisterwerk der Animationsfilmkunst. Jeder Frame, jede kreative Kameraeinstellung, jeder wunderschöner Panorama-Shot, zeugt von künstlerischer Finesse, die das Genre die Jahre danach geprägt hat. Der comic-hafte Animationsstil war so originell und innovativ, dass sich immer noch zahlreiche Filme (z.B. Der Gestiefelte Kater: Der Letzte Wunsch, Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayehm) bis heute davon inspirieren lassen. Doch der Film besteht nicht nur aus spektakulären Actionsequenzen und bildhübschen Animationen.

Vielmehr erzählt er, trotz seiner multiversalen und ambitionierten Ansätze, eine ganz persönliche Geschichte um den hochbegabten und unterforderten Miles Morales. Nach dem Biss einer radioaktiven Spinne, wird er jedoch in ein größeres Universum geworfen wird. Eigentlich kommt es vielmehr zu ihm. Wirklich hinein, geht es erst in der mindestens genau so eindrucksvollen Fortsetzung. Miles innerer Konflikt mit seinem Vater, dem Zwist mit seinem geliebten, aber verbrecherischen Onkel und seinen neu gewordenen Kräften, ist dabei der Kern jeder guten „Spider-Man“-Story. Darüber hinaus scheut sich Into the Spider-Verse nicht, die komplett absurden Ansätze des Multiversums zu begrüßen. Er schaffte damit bereits 2018 ein Fundament, auf dem die moderne Supderheldenlandschaft seitdem vergeblich versucht aufzubauen. Anders als andere Genrevertreter, verliert sich Into the Spider-Verse jedoch nicht darin, sondern geht erst dann so wirklich auf, wenn wir auf andere Inkarnationen von Peter Parker treffen, die alle in ihrem eigenen, einzigartigen Animationsstil erscheinen.

Ein meisterhafter Film, der uns zeigte, was das Multiversum so kann. Lange noch bevor das Thema bei den Oscars relevant wurde und seitdem kaum mehr wegzudenken ist.

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