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Artikel von Tim +

Am 6. März 2026 veröffentlichte Valve einen umfangreichen Jahresrückblick auf Steam. Ein einzelner Absatz darin sorgte für Aufregung. Valve schrieb, man hoffe, die Steam Machine, das Steam Frame VR-Headset und den neuen Steam Controller im Jahr 2026 ausliefern zu können. Räumte aber ein, dass Speicher- und Komponentenengpässe weiterhin Herausforderungen darstellten. Die Formulierung war ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem letzten offiziellen Stand, bei dem Valve noch von einer Veröffentlichung im ersten Halbjahr 2026 gesprochen hatte. Stunden später änderte Valve den Blogpost still und leise: Die Passage wurde angepasst, der Konjunktiv verschwand.

Alle drei Produkte würden 2026 erscheinen. Konkrete Termine gebe es, sobald die Pläne finalisiert seien.

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Warum RAM alles blockiert

Hintergrund der gesamten Verzögerungsgeschichte ist eine branchenweite Speicherkrise. Die drei großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron haben ihre Kapazitäten zunehmend auf High-Bandwidth Memory für KI-Rechenzentren umgestellt, zu Lasten von herkömmlichem DDR5-RAM und NAND-Flash für Endgeräte. 64 GB DDR5-RAM kosteten Anfang 2025 rund 200 Dollar. Im Februar 2026 lagen die Preise bei 900 bis 1.400 Dollar für denselben Speicher. Das Steam Deck OLED ist in mehreren Regionen bereits kaum noch lieferbar. Für Valve bedeutet das ein strukturelles Problem. Anders als Sony und Microsoft subventioniert Valve seine Hardware nicht über Software-Einnahmen.

Der Preis der Steam Machine soll die tatsächlichen Komponentenkosten widerspiegeln. Bei diesen RAM-Preisen rechnen Analysten mit einem Startpreis von mindestens 700 US-Dollar, möglicherweise mehr.

Was die Steam Machine kann und soll

Die Steam Machine wurde im November 2025 angekündigt und ist als würfelförmiger Wohnzimmer-Gaming-PC konzipiert, der auf SteamOS läuft. Im Inneren steckt eine semi-custom AMD-Plattform mit Zen-4-Prozessor und RDNA-3-Grafik. Valve verspricht mehr als die sechsfache Leistung des Steam Deck sowie flüssiges 4K-Gaming. Über die Proton-Kompatibilitätsschicht sollen tausende Windows-Titel unter Linux laufen. Im Vergleich zu 2015, als die erste Generation der Steam Machines an zu wenigen nativen Linux-Titeln scheiterte, ist SteamOS heute deutlich ausgereifter. Zum Release soll sich das Gerät direkt über den neuen Steam Controller einschalten lassen.

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